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Kunst · Klasse 7 · Körper und Aktion: Performance Art · 2. Halbjahr

Raum und Bewegung

Die Schülerinnen und Schüler entwickeln kurze Choreografien oder Bewegungsabläufe im Raum und reflektieren deren Wirkung.

KMK BildungsstandardsAktionProduktion

Über dieses Thema

Raum und Bewegung beleuchtet, wie der menschliche Körper den Raum formt und verändert. Schülerinnen und Schüler der Klasse 7 erkunden in diesem Thema, wie Bewegungsabläufe Räume definieren, Emotionen ausdrücken und mit Zeit interagieren. Sie entwickeln kurze Choreografien, die Gefühle wie Freude oder Spannung vermitteln, und reflektieren deren Wirkung auf Zuschauer. Dies knüpft an die KMK-Standards für Aktion und Produktion an und fördert künstlerisches Gestalten im Fach Perspektiven und Ausdruck: Kunst im Wandel.

Im Kontext der Unit Körper und Aktion: Performance Art vertiefen die Schüler die Interaktion zwischen Körper, Raum und Zeit. Sie analysieren, wie Bewegung den Raum erweitert oder einschränkt, etwa durch schnelle Sprünge oder langsame Gleitbewegungen. Reflexion geschieht durch Peer-Feedback und Selbsteinschätzung, was das Bewusstsein für performative Elemente schärft. Die Key Questions leiten das Lernen: Wie kann Bewegung den Raum definieren? Wie drückt eine Sequenz Gefühle aus? Wie wirkt die Körper-Raum-Zeit-Interaktion?

Aktives Lernen eignet sich besonders gut für dieses Thema, da Bewegungen direkt erlebbar sind. Wenn Schülerinnen und Schüler in Gruppen choreografieren und performen, werden abstrakte Konzepte greifbar. Kollaborative Prozesse stärken Kreativität und Reflexion, während Beobachtung und Feedback die Wirkung spürbar machen.

Leitfragen

  1. Wie kann Bewegung den Raum definieren und verändern?
  2. Gestalten Sie eine Bewegungssequenz, die ein bestimmtes Gefühl ausdrückt.
  3. Bewerten Sie die Interaktion zwischen Körper, Raum und Zeit in einer Performance.

Lernziele

  • Entwerfen Sie eine kurze Bewegungssequenz, die eine spezifische Emotion (z. B. Freude, Angst) durch den Einsatz von Körperhaltung, Tempo und Raumnutzung ausdrückt.
  • Analysieren Sie, wie verschiedene Bewegungsarten (z. B. schnell, langsam, fließend, ruckartig) die Wahrnehmung eines Raumes durch die Zuschauer verändern.
  • Bewerten Sie die Interaktion von Körper, Raum und Zeit in einer selbst erstellten oder beobachteten Performance anhand von Kriterien wie Klarheit der Botschaft und räumliche Gestaltung.
  • Erklären Sie, wie die Wahl des Raumes (z. B. eng, weit, offen) die Wirkung einer Bewegung und die emotionale Resonanz beeinflusst.

Bevor es losgeht

Grundlagen der Körperwahrnehmung und Körpersprache

Warum: Ein grundlegendes Bewusstsein für den eigenen Körper und seine Ausdrucksmöglichkeiten ist notwendig, um Bewegungen gezielt gestalten zu können.

Einführung in künstlerische Ausdrucksformen

Warum: Grundkenntnisse über verschiedene Kunstformen und deren Ausdrucksmittel helfen den Schülerinnen und Schülern, die spezifischen Qualitäten von Performance Art zu verstehen.

Schlüsselvokabular

RaumdefinitionDie Art und Weise, wie Bewegungen und Körperhaltungen die Grenzen und Eigenschaften eines Raumes visuell und räumlich festlegen oder verändern.
BewegungsphraseEine kurze, zusammenhängende Abfolge von Bewegungen, die eine Einheit bildet und oft eine bestimmte Absicht oder ein Gefühl transportiert.
RaumkurveDer Weg, den ein Körper oder ein Körperteil durch den Raum zurücklegt, einschließlich seiner Form, Richtung und Geschwindigkeit.
Zeitliche GestaltungDie bewusste Steuerung von Tempo, Rhythmus und Dauer von Bewegungen, um eine bestimmte Wirkung zu erzielen.
KörperbildDie Vorstellung, die eine Person von ihrem eigenen Körper hat, einschließlich seiner Form, seiner Fähigkeiten und seiner Position im Raum.

Vorsicht vor diesen Fehlvorstellungen

Häufige FehlvorstellungRaum ist statisch und unabhängig von Bewegung.

Was Sie stattdessen lehren sollten

Bewegung verändert den Raum dynamisch, etwa durch Ausdehnung oder Konzentration. Aktive Erkundung in Gruppen hilft Schülerinnen und Schülern, dies durch eigene Choreografien zu erleben und zu reflektieren.

Häufige FehlvorstellungBewegung drückt nur das Gefühl des Ausführenden aus.

Was Sie stattdessen lehren sollten

Bewegung wirkt auf Zuschauer und Raum ein. Peer-Feedback in Performances zeigt diese Wirkung und korrigiert die Fehlvorstellung durch gemeinsame Diskussionen.

Häufige FehlvorstellungZeit ist in Bewegungen unwichtig.

Was Sie stattdessen lehren sollten

Die Dauer von Bewegungen beeinflusst Raumwahrnehmung. Sequenz-Übungen mit Timer machen dies spürbar und fördern präzise Reflexion.

Ideen für aktives Lernen

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Bezüge zur Lebenswelt

  • Choreografen für Theater- und Tanzproduktionen, wie Pina Bausch, nutzten die Interaktion von Körper und Raum, um komplexe menschliche Emotionen und soziale Themen darzustellen, oft in unerwarteten Bühnenbildern.
  • Architekten und Stadtplaner berücksichtigen menschliche Bewegungsmuster und die Wahrnehmung von Raum, um öffentliche Plätze, Ausstellungen oder Verkehrswege so zu gestalten, dass sie intuitiv und ansprechend sind.
  • Performancekünstler im öffentlichen Raum, wie z.B. bei Festivals wie der Ruhrtriennale, schaffen temporäre Installationen, bei denen ihre Bewegungen mit der bestehenden Architektur interagieren und neue Perspektiven auf vertraute Orte eröffnen.

Ideen zur Lernstandserhebung

Gegenseitige Bewertung

Die Schülerinnen und Schüler führen ihre kurze Bewegungssequenz (max. 30 Sekunden) vor einer Kleingruppe auf. Die Gruppe gibt Feedback anhand von zwei Fragen: 1. Welches Gefühl oder welche Idee wurde am deutlichsten vermittelt? 2. Wie hat die Bewegung den Raum verändert oder genutzt?

Lernstandskontrolle

Jede Schülerin und jeder Schüler erhält eine Karte mit einem Bild eines Raumes (z. B. eine enge Gasse, eine weite Halle). Sie sollen eine Bewegungsidee skizzieren oder beschreiben, die in diesem Raum eine bestimmte Wirkung erzielen würde (z. B. Engegefühl verstärken, Weite erkunden).

Diskussionsfrage

Zeigen Sie einen kurzen Ausschnitt einer Performance-Kunst-Arbeit (z. B. von Trisha Brown). Fragen Sie die Klasse: Wie interagiert der Körper der Künstlerin mit dem vorgegebenen Raum? Welche Wirkung hat die Zeitlichkeit der Bewegung auf die Wahrnehmung des Stücks?

Häufig gestellte Fragen

Wie entwickle ich Choreografien zu Raum und Bewegung in Klasse 7?
Beginnen Sie mit Raumexploration: Schülerinnen und Schüler bewegen sich frei und notieren Beobachtungen. Dann gestalten Gruppen Sequenzen zu Gefühlen, integrieren Zeitvariationen. Performen und reflektieren mit Kriterien wie Raumnutzung und Wirkung. Materialien wie Kreide oder Seile visualisieren Pfade und machen den Prozess greifbar. (62 Wörter)
Welche aktiven Lernmethoden eignen sich für Raum und Bewegung?
Gruppenchoreografien und Performance-Stationen lassen Schülerinnen und Schüler Bewegungen direkt erleben. Kollaboratives Reflektieren nach Performances vertieft Verständnis für Körper-Raum-Interaktion. Solche Methoden machen abstrakte Konzepte konkret, fördern Kreativität und Peer-Learning. Beobachtung durch Mitschüler stärkt die Wahrnehmung von Wirkungen. (68 Wörter)
Wie reflektiere ich die Wirkung von Bewegungsabläufen?
Nutzen Sie Feedback-Runden: Zuschauer notieren, wie Bewegung Raum verändert und Gefühle weckt. Schülerinnen und Schüler bewerten selbst mit Rubriken zu Raum, Zeit und Ausdruck. Videoaufnahmen ermöglichen wiederholte Analyse. Dies baut metakognitive Fähigkeiten auf und verbindet Produktion mit Bewertung. (64 Wörter)
Was sind typische Key Questions zu Raum und Bewegung?
Fragen wie 'Wie kann Bewegung den Raum definieren und verändern?', 'Gestalten Sie eine Sequenz zu einem Gefühl' oder 'Bewerten Sie Körper-Raum-Zeit-Interaktion' leiten das Lernen. Sie fördern Gestalten, Ausprobieren und Analysieren. Integrieren Sie sie in Aufgaben, um Standards Aktion und Produktion zu erfüllen. (67 Wörter)