Museumsgang

Museumsgang

Ausstellungsergebnisse präsentieren und bewerten

3050 min1236 Schüler:innenWandflächen oder Tische entlang der Raumwände

Auf einen Blick

Dauer

3050 min

Gruppengröße

1236 Schüler:innen

Raumgestaltung

Wandflächen oder Tische entlang der Raumwände

Materialien

  • Plakatpapier oder Posterwände
  • Marker
  • Haftnotizen für Feedback

Bloom’sche Taxonomie

VerstehenAnwendenAnalysierenErschaffen

Kompetenzen für Soziales und Emotionales Lernen

BeziehungsfähigkeitSoziales Bewusstsein

Was ist Museumsgang?

Ein Gallery Walk (Galerierundgang) ist eine aktivierende Lernmethode mit hohem Engagement, bei der die Schüler durch den Klassenraum rotieren, um mit verschiedenen Impulsen, Exponaten oder Arbeiten ihrer Mitschüler zu interagieren. Die Methode transformiert den physischen Raum in eine kollaborative Lernumgebung und fördert Bewegung, kritisches Denken sowie Peer-Feedback, während die Passivität traditioneller Lehrformen reduziert wird. Durch die Dezentralisierung der Lehrerrolle werden die Schüler gefordert, Informationen eigenständig zu synthetisieren und ihre Überlegungen gegenüber anderen zu artikulieren. Diese Methodik nutzt den „kinästhetischen Effekt“, bei dem körperliche Bewegung hilft, den kognitiven Fokus und die Gedächtnisleistung aufrechtzuerhalten. Ein effektiver Galerierundgang geht über das bloße Betrachten hinaus: Die Schüler müssen an jeder Station spezifische Aufgaben bearbeiten – etwa ein Problem lösen, ein Argument kritisieren oder Muster identifizieren. Dies stellt sicher, dass die Bewegung zielgerichtet und nicht nur oberflächlich erfolgt. Die Methode ist besonders wertvoll für die formative Bewertung, da Lehrkräfte beim Herumgehen Fehlkonzepte der Schüler unmittelbar heraushören können. Letztlich fördert die Strategie ein sozial-konstruktivistisches Umfeld, in dem Wissen durch kollektiven Diskurs und iterative Reflexion aufgebaut wird.

Ideal für

Vergleich von Epochen oder ZivilisationenSynthese von ForschungsergebnissenPräsentation von ProjektenErstellung von Zeitstrahlen

Anwendungszeitpunkt

Altersstufen

Kl. 1–2Kl. 3–5Kl. 6–8Kl. 9–12

Eignung nach Fach

MathematikDeutschNaturwissenschaftenGeschichte/SozialkundeSoziales und Emotionales LernenKunst

Durchführung von Museumsgang

1

Stationen vorbereiten

Platzieren Sie Impulse, Bilder oder Schülerarbeiten an verschiedenen Stellen im Raum. Achten Sie auf ausreichend Abstand zwischen den Stationen, um Gedränge zu vermeiden.

2

Gruppen und Rollen zuweisen

Teilen Sie die Klasse in Kleingruppen von 3 bis 5 Schülern ein und vergeben Sie Rollen wie „Protokollant“, „Zeitwächter“ oder „Moderator“, um die Verbindlichkeit zu erhöhen.

3

Klare Arbeitsanweisungen geben

Teilen Sie einen Organizer oder ein Antwortblatt aus und erklären Sie präzise, was an jeder Station zu tun ist (z. B. „Einen Fehler finden“ oder „Eine Frage formulieren“).

4

Rotationen durchführen

Geben Sie das Signal zum Start an der ersten Station und stellen Sie einen Timer auf 3 bis 5 Minuten. Nutzen Sie ein konsistentes akustisches oder visuelles Signal für den Wechsel.

5

Beobachten und Unterstützen

Gehen Sie im Raum umher, hören Sie den Gruppendiskussionen zu, klären Sie Missverständnisse und regen Sie durch offene Fragen zu tiefergehendem Denken an.

6

Abschlussbesprechung im Plenum

Führen Sie die Klasse wieder zusammen, um gemeinsame Themen zu diskutieren, häufige Fehlvorstellungen zu klären und den Gruppen die Möglichkeit zu geben, ihre wichtigsten Erkenntnisse zu teilen.

Forschungsergebnisse

Francek, M.

2006 · Journal of College Science Teaching, 35(4), 42-45

Die Studie zeigte, dass Galerierundgänge das Engagement der Schüler steigern und die Identifizierung von Fehlvorstellungen durch die öffentliche Präsentation von Schülerarbeiten erleichtern.

Fossey, R., & Tarule, J. M.

1991 · The Journal of Excellence in College Teaching, 2(1), 121-127

Diese Untersuchung hebt hervor, wie die Strategie die Klassendynamik von einer Lehrerzentrierung hin zu einer Schülerzentrierung verschiebt und kognitive Fähigkeiten höherer Ordnung fördert.

Häufig gestellte Fragen

Was ist ein Gallery Walk im Unterricht?
Ein Gallery Walk ist eine Diskussionstechnik, bei der die Schüler ihre Plätze verlassen, um mit im Raum verteilten Inhalten zu interagieren. Er fungiert als mobiles Seminar, bei dem Schüler Impulse an verschiedenen Stationen analysieren, diskutieren und darauf reagieren. Die Bewegung hilft, die Aufmerksamkeit aufrechtzuerhalten.
Wie führe ich einen Gallery Walk in meiner Klasse durch?
Verteilen Sie Aufgabenstellungen oder Projekte an Stationen im Raum und lassen Sie Kleingruppen zeitgesteuert rotieren. Geben Sie für jeden Stopp eine konkrete Aufgabe vor, z. B. einen Kommentar auf einem Klebezettel zu hinterlassen. Als Lehrkraft moderieren Sie den Prozess und beobachten den Fortschritt.
Welche Vorteile bietet der Gallery Walk für Schüler?
Zu den Hauptvorteilen gehören die physische Aktivierung, verbesserte Kommunikationsfähigkeiten und die Chance, multiple Perspektiven zu einem Thema zu sehen. Schüler lernen, konstruktives Feedback zu geben und anzunehmen. Zudem unterstützt die Bewegung kinästhetische Lerntypen bei der Informationsverarbeitung.
Wie bewertet man Schüler während eines Gallery Walks?
Die Bewertung erfolgt am besten durch formative Beobachtung und das Sammeln von Ergebnissen wie „Exit-Tickets“ oder kommentierten Notizen. Lehrkräfte können die Qualität des Feedbacks oder die Vollständigkeit eines Reflexionsbogens bewerten, was unmittelbare Daten über den Lernstand liefert.
Wie steuert man das Verhalten während eines Gallery Walks?
Ein erfolgreiches Management basiert auf klaren Wechselsignalen, definierten Rollen in den Gruppen und festen Zeitlimits. Ein digitaler Timer und strukturierte Protokollbögen halten den Fokus auf der Aufgabe. Vorab festgelegte Regeln für Lautstärke und Bewegung sind essenziell.

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