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Kunst · Klasse 7 · Körper und Aktion: Performance Art · 2. Halbjahr

Körpersprache und Ausdruck

Die Schülerinnen und Schüler erforschen nonverbale Kommunikation und die Ausdrucksmöglichkeiten des eigenen Körpers.

KMK BildungsstandardsAktionBild des Menschen

Über dieses Thema

Die Körpersprache und Ausdruck thematisiert nonverbale Kommunikation und die vielfältigen Möglichkeiten, mit dem eigenen Körper zu kommunizieren. Schülerinnen und Schüler der Klasse 7 erkunden, wie Gesten, Haltungen und Bewegungen Emotionen und Absichten vermitteln. Sie lernen, eine Geschichte allein durch Körpersprache darzustellen und kulturelle Unterschiede zu analysieren. Dies knüpft an den KMK-Standards für Aktion und Bild des Menschen an und fördert Selbstwahrnehmung sowie Empathie.

Im Kontext der Unit 'Körper und Aktion: Performance Art' verbindet das Thema Kunst mit Alltagsbeobachtungen. Schülerinnen und Schüler üben, Körpersprache bewusst einzusetzen, um Intentionen klar zu machen, und reflektieren, wie nonverbale Signale Missverständnisse verursachen können. Kulturelle Varianten, wie der Daumen-hoch-Gruß in Deutschland versus anderen Ländern, sensibilisieren für globale Perspektiven und stärken interkulturelle Kompetenzen.

Aktives Lernen eignet sich hervorragend für dieses Thema, da Bewegungen und Interaktionen abstrakte Konzepte greifbar machen. Durch Rollenspiele und Gruppenimprovisationen internalisieren Schülerinnen und Schüler den Stoff nachhaltig und entwickeln Kreativität sowie soziale Fähigkeiten.

Leitfragen

  1. Erklären Sie, wie Körpersprache Emotionen und Absichten vermitteln kann.
  2. Gestalten Sie eine kurze Szene, die nur durch Körpersprache eine Geschichte erzählt.
  3. Analysieren Sie die kulturellen Unterschiede in der Körpersprache.

Lernziele

  • Erklären Sie, wie spezifische Gesten und Körperhaltungen Emotionen wie Freude, Trauer oder Wut in einer kurzen Pantomime darstellen.
  • Gestalten Sie eine Dialogszene mit zwei Personen, die ausschließlich nonverbale Kommunikation nutzt, um einen Konflikt zu inszenieren.
  • Analysieren Sie die Wirkung von drei verschiedenen Körperspracheelementen (z.B. Blickkontakt, Armhaltung) auf die Interpretation einer Botschaft durch Mitschüler.
  • Vergleichen Sie die Bedeutung von zwei unterschiedlichen Gesten (z.B. Nicken zum Bejahen in Deutschland versus Bulgarien) und begründen Sie mögliche Missverständnisse.

Bevor es losgeht

Grundlagen der nonverbalen Kommunikation

Warum: Ein grundlegendes Verständnis dafür, dass Kommunikation nicht nur aus Worten besteht, ist notwendig, um die spezifischen Aspekte der Körpersprache zu erfassen.

Emotionen und ihre Benennung

Warum: Schüler müssen grundlegende Emotionen benennen können, um diese dann gezielt durch Körpersprache ausdrücken und erkennen zu können.

Schlüsselvokabular

MimikDie Gesamtheit der Gesichtsausdrücke, die Gefühle und Absichten signalisieren.
GesteEine bewusste oder unbewusste Bewegung der Hände, Arme oder des Kopfes, die eine Bedeutung trägt.
HaltungDie Art und Weise, wie eine Person ihren Körper aufrecht hält oder positioniert, was innere Zustände widerspiegeln kann.
ProxemikDie Lehre vom räumlichen Verhalten und der Distanz zwischen Menschen in der Kommunikation, die kulturell variieren kann.
Nonverbale KommunikationDie Übermittlung von Informationen und Emotionen ohne den Einsatz von gesprochener oder geschriebener Sprache.

Vorsicht vor diesen Fehlvorstellungen

Häufige FehlvorstellungKörpersprache ist überall gleich und universell.

Was Sie stattdessen lehren sollten

Viele Gesten variieren kulturell, wie der OK-Zeichen, der in manchen Ländern beleidigend ist. Aktive Rollenspiele mit internationalen Szenarien helfen Schülerinnen und Schülern, diese Unterschiede durch Erleben zu entdecken und Vorurteile abzubauen.

Häufige FehlvorstellungNur das Gesicht zählt bei nonverbaler Kommunikation.

Was Sie stattdessen lehren sollten

Der gesamte Körper, inklusive Haltung und Gesten, trägt zur Botschaft bei. Gruppenübungen, bei denen Teile des Körpers isoliert genutzt werden, zeigen dies auf und fördern ganzheitliches Bewusstsein durch Bewegung.

Häufige FehlvorstellungKörpersprache verrät immer die wahren Gefühle.

Was Sie stattdessen lehren sollten

Bewusste Kontrolle kann Körpersprache manipulieren. Improvisationsspiele mit widersprüchlichen Signalen machen dies erlebbar und regen Diskussionen über Authentizität an.

Ideen für aktives Lernen

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Bezüge zur Lebenswelt

  • Schauspieler im Theater oder Film nutzen gezielt Körpersprache, um Charaktere darzustellen und Emotionen ohne Dialog zu vermitteln, wie beispielsweise in Stummfilmen oder bei der Darstellung komplexer Gefühle.
  • Verkehrspolizisten oder Ordner bei Großveranstaltungen verwenden eindeutige Handzeichen und Körperhaltungen, um Anweisungen zu geben und die Sicherheit zu gewährleisten, auch bei hohem Lärmpegel.
  • Diplomaten und Verhandlungsführer achten auf subtile Körpersignale ihres Gegenübers, um dessen wahre Absichten oder Reaktionen besser einschätzen zu können, was in internationalen Beziehungen entscheidend ist.

Ideen zur Lernstandserhebung

Lernstandskontrolle

Die Schülerinnen und Schüler erhalten eine Karte mit einer Emotion (z.B. Überraschung, Langeweile). Sie sollen diese Emotion mit ihrem Körper ausdrücken, ohne zu sprechen. Die Mitschüler erraten die Emotion und schreiben sie auf die Karte. Anschließend bewerten die Schüler, wie gut die Körpersprache die Emotion vermittelt hat.

Diskussionsfrage

Zeigen Sie ein kurzes Video ohne Ton, das eine alltägliche Interaktion zeigt (z.B. eine Verabschiedung, eine Meinungsverschiedenheit). Stellen Sie die Frage: 'Welche Geschichte erzählt die Körpersprache hier? Welche Gefühle oder Absichten erkennen Sie und woran machen Sie das fest?' Sammeln Sie die Beobachtungen der Schüler an der Tafel.

Kurze Überprüfung

Geben Sie den Schülern die Aufgabe, drei verschiedene Körperhaltungen einzunehmen: eine selbstbewusste, eine unsichere und eine wütende. Bitten Sie sie, für jede Haltung ein Stichwort aufzuschreiben, das die Haltung am besten beschreibt. Überprüfen Sie stichprobenartig die Stichwörter.

Häufig gestellte Fragen

Wie unterrichte ich Körpersprache in Klasse 7?
Beginnen Sie mit Beobachtungen aus Videos oder Alltagssituationen, dann wechseln Sie zu praktischen Übungen wie Spiegel- oder Improvisationsspielen. Integrieren Sie kulturelle Beispiele, um Vielfalt zu betonen. Abschließen Sie mit Reflexionen, damit Schülerinnen und Schüler ihre eigenen Muster erkennen. So wird das Thema lebendig und relevant. (62 Wörter)
Wie hilft aktives Lernen beim Verständnis von Körpersprache?
Aktives Lernen macht nonverbale Kommunikation erfahrbar: Durch Bewegen, Spiegeln und Performen lernen Schülerinnen und Schüler intuitiv, wie Gesten wirken. Paar- und Gruppenarbeit fördert Feedback und Empathie, während Improvisationen Kreativität wecken. Solche Methoden verbessern nicht nur das Verständnis, sondern auch die Selbstdarstellung und sozialen Kompetenzen langfristig. (72 Wörter)
Welche kulturellen Unterschiede in der Körpersprache gibt es?
Beispiele sind Augenkontakt: In Deutschland signalisiert er Offenheit, in manchen asiatischen Kulturen Respektlosigkeit. Oder Distanz beim Sprechen, die in südlichen Ländern geringer ist. Lassen Sie Schülerinnen und Schüler Gesten aus verschiedenen Kulturen ausprobieren, um Missverständnisse zu vermeiden und Toleranz zu fördern. (68 Wörter)
Wie gestalte ich eine stumme Szene mit Körpersprache?
Wählen Sie eine einfache Handlung wie 'Streit und Versöhnung'. Planen Sie in Gruppen Posen und Übergänge, üben Sie ohne Worte. Performen Sie und lassen Sie die Klasse die Geschichte raten. Diese Methode trainiert Ausdruckskraft und Teamarbeit effektiv. (58 Wörter)