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Kunst · Klasse 7 · Körper und Aktion: Performance Art · 2. Halbjahr

Performance Art: Geschichte und Beispiele

Die Schülerinnen und Schüler lernen wichtige Künstler und Werke der Performance Art kennen und analysieren deren Konzepte.

KMK BildungsstandardsAktionKunstgeschichte

Über dieses Thema

Performance Art entstand in den 1960er Jahren als Reaktion auf die Kommerzialisierung der Kunst und betont den Körper des Künstlers als Medium. Wichtige Vertreter wie Marina Abramović mit ihrer Arbeit 'Rhythm 0', Joseph Beuys mit 'Wie man Kunst besiegt' oder Carolee Schneemann zeigen, wie Aktionen gesellschaftliche Normen, Identität und Vergänglichkeit hinterfragen. In Klasse 7 lernen Schüler diese Werke kennen, analysieren die Absichten der Künstler und vergleichen die Rolle des Performers mit traditionellen Malern, wie in den KMK-Standards zu Aktion und Kunstgeschichte gefordert.

Das Thema fördert Kompetenzen im Analysieren, Vergleichen und Bewerten. Schüler entdecken, dass Performance Art ephemere Erlebnisse schafft, die nicht käuflich sind, und reflektieren über die Interaktion zwischen Künstler, Publikum und Raum. Dies verbindet Kunstgeschichte mit zeitgenössischen Ausdrucksformen und stärkt das Verständnis für Kunst im Wandel.

Aktives Lernen passt ideal, weil Schüler eigene Aktionen erproben und diskutieren können. So werden abstrakte Konzepte greifbar, die Schüler aktiv in Frage stellen und vertiefen, was das Lernen nachhaltig macht.

Leitfragen

  1. Analysieren Sie die Absicht hinter einer ausgewählten Performance.
  2. Vergleichen Sie die Rolle des Künstlers in der Performance Art mit der traditionellen Malerei.
  3. Bewerten Sie die Bedeutung von Vergänglichkeit in der Performance Art.

Lernziele

  • Analysieren Sie die Kernbotschaft und die künstlerische Absicht hinter mindestens zwei ausgewählten Performance-Kunstwerken.
  • Vergleichen Sie die Rolle des Künstlers und die Entstehung von Kunstwerken in der Performance Art mit denen der traditionellen Malerei.
  • Bewerten Sie die Bedeutung von Vergänglichkeit und ephemeren Momenten für die Wirkung und Interpretation von Performance Art.
  • Identifizieren Sie zentrale Merkmale der Performance Art, wie den Einsatz des Körpers, die Zeitlichkeit und die direkte Interaktion mit dem Publikum.

Bevor es losgeht

Grundlagen der Kunstgeschichte: Epochen und Stile

Warum: Ein grundlegendes Verständnis verschiedener Kunstrichtungen hilft den Schülern, die Entstehung und Einordnung der Performance Art im historischen Kontext zu verstehen.

Einführung in die Bildende Kunst: Materialien und Techniken

Warum: Grundkenntnisse über traditionelle künstlerische Medien und Techniken ermöglichen einen fundierten Vergleich mit den unkonventionellen Methoden der Performance Art.

Schlüsselvokabular

Performance ArtEine Kunstform, bei der der Künstler seinen eigenen Körper, seine Aktionen oder seine Anwesenheit als Medium einsetzt, oft vor einem Live-Publikum.
EphemeralBezeichnet etwas Vergängliches, das nur für kurze Zeit existiert und nicht dauerhaft erhalten oder kommerzialisiert werden kann, wie eine Performance.
AktionEine geplante oder spontane Handlung, die von einem Künstler als Teil eines Kunstwerks ausgeführt wird, oft im Zentrum der Performance Art.
Körper als MediumDie Verwendung des physischen Körpers des Künstlers als primäres Werkzeug oder Material zur Vermittlung von Ideen, Emotionen oder Botschaften in der Kunst.

Vorsicht vor diesen Fehlvorstellungen

Häufige FehlvorstellungPerformance Art ist nur Chaos ohne Plan.

Was Sie stattdessen lehren sollten

Viele Werke folgen präzisen Konzepten, wie Beuys' rituellen Aktionen. Durch Nachstellen in Gruppen erkennen Schüler die Struktur und Absicht, was Fehlvorstellungen abbaut und Analyse vertieft.

Häufige FehlvorstellungDer Künstler ist in Performance Art unwichtig, nur die Handlung zählt.

Was Sie stattdessen lehren sollten

Der Körper des Künstlers ist zentrales Medium, wie bei Abramović. Paararbeit mit Rollenspiel zeigt die persönliche Präsenz und hilft, die Unterschiede zu traditioneller Kunst zu verstehen.

Häufige FehlvorstellungPerformance Art ist eine moderne Erfindung ohne Geschichte.

Was Sie stattdessen lehren sollten

Sie wurzelt in Dadaismus und Fluxus der 1960er. Stationenlernen mit historischen Videos schafft Timeline-Verständnis und verbindet Epochen durch aktive Auseinandersetzung.

Ideen für aktives Lernen

Alle Aktivitäten ansehen

Bezüge zur Lebenswelt

  • Theaterregisseure und Choreographen nutzen Prinzipien der Performance Art, um immersive und interaktive Theatererlebnisse zu schaffen, die das Publikum direkt einbeziehen und zum Nachdenken anregen.
  • Street-Art-Künstler wie Banksy inszenieren oft Aktionen oder Interventionen im öffentlichen Raum, die temporär sind und durch ihre Vergänglichkeit und ihren provokativen Charakter eine starke Wirkung erzielen.

Ideen zur Lernstandserhebung

Lernstandskontrolle

Die Schüler erhalten eine Karte mit dem Namen eines Performance-Künstlers (z.B. Marina Abramović, Joseph Beuys). Sie notieren eine zentrale Absicht des Künstlers und ein Merkmal seiner Performance Art, das sie besonders beeindruckt.

Diskussionsfrage

Stellen Sie die Frage: 'Warum ist die Vergänglichkeit für die Performance Art wichtig?' Lassen Sie die Schüler in Kleingruppen diskutieren und anschließend ihre wichtigsten Argumente im Plenum vorstellen.

Kurze Überprüfung

Zeigen Sie ein kurzes Video oder eine Bilderserie einer Performance. Bitten Sie die Schüler, drei Adjektive aufzuschreiben, die ihrer Meinung nach die gezeigte Aktion am besten beschreiben, und begründen Sie kurz, warum.

Häufig gestellte Fragen

Wie analysieren Schüler die Absicht einer Performance?
Führen Sie geführte Fragen ein: Welche Botschaft vermittelt der Künstler? Welche Reaktion provoziert die Aktion? In kleinen Gruppen Videos anschauen, Notizen machen und plenum diskutieren. Das schult Beobachtung und Interpretation, passend zu KMK-Standards. Ergänzen Sie mit Künstlerzitate für Tiefe. (62 Wörter)
Welche Beispiele eignen sich für Klasse 7?
Wählen Sie zugängliche Werke wie Abramovićs 'Rhythm 0' (Publikumstests), Beuys' Honigaktion oder Onos 'Cut Piece'. Videos kürzen, Kontexte erklären. Vermeiden Sie zu explizite Inhalte. Diese Beispiele regen Diskussionen an und verbinden mit Themen wie Gesellschaft und Körper. (58 Wörter)
Wie setze ich aktives Lernen in Performance Art ein?
Lassen Sie Schüler Mini-Performances planen und aufführen: In Gruppen Konzepte entwickeln, Requisiten nutzen, reflektieren. Stationen mit Nachstellungen machen Geschichte erlebbar. Das fördert Kreativität, Zusammenarbeit und tiefes Verständnis von Vergänglichkeit, da eigene Aktionen vergehen. Diskussionen festigen Lernerfolge. (64 Wörter)
Warum ist Vergänglichkeit in Performance Art wichtig?
Sie kontrastiert mit dauerhaften Kunstwerken und betont den Moment. Schüler bewerten das durch Vergleich: Kein Objekt zum Verkauf, stattdessen Erlebnis. In Reflexionsrunden diskutieren: Wie wirkt das auf Zuschauer? Das stärkt Bewertungskompetenz und Sensibilität für Kunstformen. (59 Wörter)