Kostüm und Verwandlung
Die Schülerinnen und Schüler gestalten Masken oder Körpererweiterungen für eine Inszenierung und reflektieren Identitätsfragen.
Brauchen Sie einen Unterrichtsplan für Perspektiven und Ausdruck: Kunst im Wandel?
Leitfragen
- Wie verändert eine Maske unsere Identität und Wahrnehmung?
- Welche Materialien verfremden den menschlichen Körper am effektivsten?
- Wie beeinflusst das Kostüm die Bewegungsfreiheit und den Ausdruck?
KMK Bildungsstandards
Über dieses Thema
Das Thema „Kostüm und Verwandlung“ lädt Schülerinnen und Schüler der Klasse 7 ein, Masken oder Körpererweiterungen für eine Inszenierung zu gestalten. Sie experimentieren mit Materialien, die den menschlichen Körper verfremden, und reflektieren, wie Kostüme Identität, Wahrnehmung, Bewegungsfreiheit und Ausdruck beeinflussen. Praktische Arbeit mit Alltagsmaterialien wie Karton, Stoffen oder Draht macht die Verwandlung greifbar und verbindet künstlerische Produktion mit persönlicher Auseinandersetzung.
Im Rahmen der KMK-Standards zum Bild des Menschen und zur Produktion passt dieses Thema perfekt zur Unit „Körper und Aktion: Performance Art“. Es fördert das Verständnis, dass Kostüme nicht nur äußerlich wirken, sondern Verhalten und Interaktion verändern. Schülerinnen und Schüler diskutieren Schlüssel-fragen wie: Wie verändert eine Maske unsere Identität? Welche Materialien eignen sich am besten zur Verfremdung? So entsteht ein Bewusstsein für die performative Kraft von Kunst.
Aktives Lernen ist hier besonders wirksam, weil Schülerinnen und Schüler die Effekte ihrer Kreationen selbst erleben. Durch Anprobe, Bewegungstests und Peer-Feedback werden abstrakte Konzepte wie Identitätswandel konkret und nachhaltig.
Lernziele
- Entwerfen Sie eine Maske oder Körpererweiterung, die eine spezifische Charakteridentität darstellt.
- Analysieren Sie, wie verschiedene Materialien die Form und Textur des menschlichen Körpers verändern.
- Bewerten Sie die Auswirkungen eines Kostüms auf die Bewegungsfreiheit und den nonverbalen Ausdruck einer Figur.
- Erklären Sie die Beziehung zwischen Kostüm, Maske und der Veränderung der eigenen Wahrnehmung und des Verhaltens.
- Vergleichen Sie die Effektivität unterschiedlicher Verfremdungstechniken bei der Schaffung einer neuen Persona.
Bevor es losgeht
Warum: Ein Verständnis für grundlegende nonverbale Ausdrucksmittel ist notwendig, um deren Veränderung durch Kostüm und Maske zu analysieren.
Warum: Grundkenntnisse über Materialien wie Papier, Karton, Stoff und Draht erleichtern das Experimentieren und die Auswahl für die Gestaltung von Masken und Körpererweiterungen.
Schlüsselvokabular
| Persona | Eine künstlich geschaffene Identität oder Rolle, die eine Person annimmt, oft zur Darstellung in der Öffentlichkeit oder in einer Inszenierung. |
| Verfremdung | Der Prozess, etwas Bekanntes ungewohnt oder fremd erscheinen zu lassen, um eine neue Perspektive oder Wirkung zu erzielen. |
| Körpererweiterung | Objekte oder Strukturen, die an den Körper angebracht werden, um dessen Form, Größe oder Erscheinungsbild zu verändern und eine bestimmte Wirkung zu erzielen. |
| Performance Art | Eine Kunstform, bei der der Künstler seinen eigenen Körper und seine Handlungen als Medium nutzt, oft in einer Live-Situation vor Publikum. |
| Nonverbaler Ausdruck | Kommunikation ohne Worte, durch Körpersprache, Mimik, Gestik und Haltung, die durch Kostüm und Maske stark beeinflusst werden kann. |
Ideen für aktives Lernen
Alle Aktivitäten ansehenStationenrotation: Materialtests
Richten Sie vier Stationen ein: Karton für Masken, Stoffe für Körpererweiterungen, Draht für Verformungen, Klebebänder für Befestigungen. Gruppen testen 10 Minuten pro Station, notieren Veränderungen an Form und Bewegung, und präsentieren Favoriten. Abschließende Reflexion in Plenum.
Paararbeit: Maskenbau
In Paaren entwerfen Schüler eine Maske zu einem Thema wie „Tierverwandlung“. Sie bauen mit recycelten Materialien, probieren an und filmen Bewegungen. Partner reflektieren gegenseitig den Identitätswandel.
Gruppeninszenierung: Kostümprobe
Gruppen von vier erstellen Körpererweiterungen und proben eine kurze Performance. Sie testen Bewegungsfreiheit, passen an und performen vor der Klasse. Reflexionsrunde zu Wahrnehmungsveränderungen folgt.
Individuelle Reflexion: Identitätsjournal
Jede Schülerin und jeder Schüler trägt eine fertige Maske, notiert Veränderungen in Wahrnehmung und Bewegung. Zeichnungen ergänzen den Text. Teilen in Kleingruppen.
Bezüge zur Lebenswelt
Theater- und Filmproduktionen nutzen Masken und Kostüme, um Charaktere zu schaffen, die von den Schauspielern abweichen. Ein Beispiel ist die Arbeit von Kostümbildnern am Deutschen Theater Berlin, die Entwürfe für Bühnenstücke entwickeln, welche die Identität der Figuren transformieren.
In der Modebranche entwerfen Designer wie Iris van Herpen experimentelle Kleidung, die den Körper auf unerwartete Weise formt und verändert, oft inspiriert von Naturformen und neuen Materialien, um eine futuristische oder surreale Ästhetik zu schaffen.
Künstler im Bereich der Body-Art und Performance, wie Marina Abramović, verwenden oft Kostüme und Masken, um die Grenzen zwischen dem Selbst und der Rolle, die sie darstellen, zu verwischen und das Publikum zum Nachdenken über Identität anzuregen.
Vorsicht vor diesen Fehlvorstellungen
Häufige FehlvorstellungMasken verbergen nur das Gesicht und ändern nichts an der Identität.
Was Sie stattdessen lehren sollten
Masken beeinflussen Verhalten, Bewegung und wie andere uns wahrnehmen. Aktive Anproben und Peer-Beobachtungen zeigen, dass sie die gesamte Präsenz verändern. Diskussionen helfen, diese Effekte zu erkennen.
Häufige FehlvorstellungAlle Materialien sind gleich effektiv zur Verfremdung.
Was Sie stattdessen lehren sollten
Materialien wie Draht oder Volumenstoffe wirken stärker als flache Stoffe. Experimente in Stationen lassen Schüler die Unterschiede selbst testen und bewerten. So entsteht fundiertes Urteilsvermögen.
Häufige FehlvorstellungKostüme behindern immer die Bewegung.
Was Sie stattdessen lehren sollten
Manche Erweiterungen fördern sogar neue Bewegungen. Proben mit Anpassungen demonstrieren das. Gruppenfeedback unterstreicht kreative Potenziale.
Ideen zur Lernstandserhebung
Die Schülerinnen und Schüler präsentieren ihre Masken oder Körpererweiterungen in Kleingruppen. Jeder Schüler gibt Feedback zu zwei Aspekten: 1. Wie gut unterstützt das Objekt die dargestellte Identität? 2. Welche Bewegungseinschränkungen oder -möglichkeiten ergeben sich daraus?
Jeder Schüler erhält ein Blatt mit zwei Fragen: 1. Beschreiben Sie in einem Satz, wie sich das Tragen Ihrer Maske/Körpererweiterung auf Ihre Wahrnehmung ausgewirkt hat. 2. Nennen Sie ein Material, das Sie für zukünftige Projekte anders einsetzen würden und begründen Sie kurz warum.
Der Lehrer stellt während der Arbeitsphase gezielte Fragen an einzelne Schüler: 'Welche Idee steckt hinter dieser Form?' oder 'Wie beeinflusst dieses Material die Art, wie Sie sich bewegen?' Ziel ist es, den Denkprozess und die Materialwahl zu verstehen.
Vorgeschlagene Methoden
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Eigene Mission generierenHäufig gestellte Fragen
Wie gestaltet man Masken für Performance Art in Klasse 7?
Welche Materialien verfremden den Körper am effektivsten?
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