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Kunst · Klasse 7

Ideen für aktives Lernen

Kostüm und Verwandlung

Aktive Materialerfahrungen machen abstrakte Konzepte wie Identität und Wahrnehmung direkt erlebbar. Durch haptisches Arbeiten mit Alltagsmaterialien und sofortige Bewegungsprüfung verstehen Schülerinnen und Schüler, wie Kostüm und Raum zusammenwirken. Diese körperliche Auseinandersetzung fördert nachhaltiges Lernen und persönliche Reflexion über gesellschaftliche Rollenbilder.

KMK BildungsstandardsBild des MenschenProduktion
20–50 Min.Partnerarbeit → Ganze Klasse4 Aktivitäten

Aktivität 01

Ausstellungsmethode45 Min. · Kleingruppen

Stationenrotation: Materialtests

Richten Sie vier Stationen ein: Karton für Masken, Stoffe für Körpererweiterungen, Draht für Verformungen, Klebebänder für Befestigungen. Gruppen testen 10 Minuten pro Station, notieren Veränderungen an Form und Bewegung, und präsentieren Favoriten. Abschließende Reflexion in Plenum.

Wie verändert eine Maske unsere Identität und Wahrnehmung?

ModerationstippBei der Stationenrotation (Materialtests) weise explizit auf die Unterschiede zwischen flächigen und dreidimensionalen Materialien hin und halte die Schüler dazu an, ihre Beobachtungen direkt in Notizen festzuhalten.

Worauf zu achten istDie Schülerinnen und Schüler präsentieren ihre Masken oder Körpererweiterungen in Kleingruppen. Jeder Schüler gibt Feedback zu zwei Aspekten: 1. Wie gut unterstützt das Objekt die dargestellte Identität? 2. Welche Bewegungseinschränkungen oder -möglichkeiten ergeben sich daraus?

AnwendenAnalysierenErschaffenSelbststeuerungBeziehungsfähigkeit
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Aktivität 02

Ausstellungsmethode30 Min. · Partnerarbeit

Paararbeit: Maskenbau

In Paaren entwerfen Schüler eine Maske zu einem Thema wie „Tierverwandlung“. Sie bauen mit recycelten Materialien, probieren an und filmen Bewegungen. Partner reflektieren gegenseitig den Identitätswandel.

Welche Materialien verfremden den menschlichen Körper am effektivsten?

ModerationstippGib der Paararbeit (Maskenbau) klare Zeitlimits und strukturiere die Aufgabenstellung in drei Phasen: Skizze, Materialauswahl, Umsetzung, um Überforderung zu vermeiden.

Worauf zu achten istJeder Schüler erhält ein Blatt mit zwei Fragen: 1. Beschreiben Sie in einem Satz, wie sich das Tragen Ihrer Maske/Körpererweiterung auf Ihre Wahrnehmung ausgewirkt hat. 2. Nennen Sie ein Material, das Sie für zukünftige Projekte anders einsetzen würden und begründen Sie kurz warum.

AnwendenAnalysierenErschaffenSelbststeuerungBeziehungsfähigkeit
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Aktivität 03

Ausstellungsmethode50 Min. · Kleingruppen

Gruppeninszenierung: Kostümprobe

Gruppen von vier erstellen Körpererweiterungen und proben eine kurze Performance. Sie testen Bewegungsfreiheit, passen an und performen vor der Klasse. Reflexionsrunde zu Wahrnehmungsveränderungen folgt.

Wie beeinflusst das Kostüm die Bewegungsfreiheit und den Ausdruck?

ModerationstippBei der Gruppeninszenierung (Kostümprobe) halte die Schüler an, konkrete Szenen vorzuschlagen, in denen ihre Kostüme eine zentrale Rolle spielen, um die Relevanz der Gestaltung zu verdeutlichen.

Worauf zu achten istDer Lehrer stellt während der Arbeitsphase gezielte Fragen an einzelne Schüler: 'Welche Idee steckt hinter dieser Form?' oder 'Wie beeinflusst dieses Material die Art, wie Sie sich bewegen?' Ziel ist es, den Denkprozess und die Materialwahl zu verstehen.

AnwendenAnalysierenErschaffenSelbststeuerungBeziehungsfähigkeit
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Aktivität 04

Ausstellungsmethode20 Min. · Einzelarbeit

Individuelle Reflexion: Identitätsjournal

Jede Schülerin und jeder Schüler trägt eine fertige Maske, notiert Veränderungen in Wahrnehmung und Bewegung. Zeichnungen ergänzen den Text. Teilen in Kleingruppen.

Wie verändert eine Maske unsere Identität und Wahrnehmung?

ModerationstippFordere die Schüler beim Identitätsjournal auf, ihre Texte mit Skizzen oder Fotos der entstandenen Kostüme zu ergänzen, um die Verbindung zwischen Theorie und Praxis sichtbar zu machen.

Worauf zu achten istDie Schülerinnen und Schüler präsentieren ihre Masken oder Körpererweiterungen in Kleingruppen. Jeder Schüler gibt Feedback zu zwei Aspekten: 1. Wie gut unterstützt das Objekt die dargestellte Identität? 2. Welche Bewegungseinschränkungen oder -möglichkeiten ergeben sich daraus?

AnwendenAnalysierenErschaffenSelbststeuerungBeziehungsfähigkeit
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Einige Hinweise zum Unterrichten dieser Einheit

Erfahrene Lehrkräfte setzen auf iterative Prozesse: Zuerst experimentieren die Schüler frei mit Materialien, dann werden gezielte Fragen gestellt, die zur Reflexion anregen. Wichtig ist, den Fokus auf den Prozess zu legen, nicht auf das perfekte Endergebnis. Materialien sollten bewusst ausgewählt werden, um technische Herausforderungen (z.B. Stabilität von Drahtkonstruktionen) zu integrieren und Problemlösungsstrategien zu fördern.

Erfolgreiches Lernen zeigt sich darin, dass Schülerinnen und Schüler Materialien gezielt auswählen, um eine gewünschte Wirkung zu erzielen. Sie erkennen, wie Kostüme nicht nur äußerlich, sondern auch im Verhalten und in der sozialen Interaktion wirken. Ihre Reflexionen verbinden künstlerische Entscheidungen mit persönlichen Erfahrungen.


Vorsicht vor diesen Fehlvorstellungen

  • Während der Stationenrotation (Materialtests) könnten Schüler annehmen, dass alle Materialien gleich gut zur Verfremdung geeignet sind.

    Gib den Schülern konkrete Aufgaben: Sie sollen testen, wie sich die Materialien auf ihre Mimik, Gestik und Bewegung auswirken, und ihre Beobachtungen in einer Tabelle festhalten. So erkennen sie selbst, dass Volumenstoffe und Draht andere Effekte erzielen als flache Stoffe.

  • Während der Paararbeit (Maskenbau) könnte die Annahme entstehen, dass eine Maske nur das Gesicht verdeckt und keine weitere Wirkung hat.

    Fordere die Schüler auf, die Masken anzuprobieren und in einem Spiegel zu betrachten. Beobachte, wie sie ihre Haltung und Bewegungen anpassen, und halte sie an, diese Veränderungen zu dokumentieren. So wird sichtbar, wie die Maske die gesamte Präsenz verändert.

  • Während der Gruppeninszenierung (Kostümprobe) könnte die Meinung entstehen, dass Kostüme immer die Bewegung einschränken.

    Gib den Schülern die Aufgabe, ihre Kostüme so anzupassen, dass sie trotz Erweiterung frei agieren können. Beobachte, welche Ideen sie entwickeln, um Bewegungseinschränkungen auszugleichen, und diskutiere mit ihnen, wie man kreativ mit solchen Herausforderungen umgeht.


In dieser Übersicht verwendete Methoden