
Ausstellungsmethode
Gruppen gestalten interaktive Exponate mit Ausstellungsführung
Auf einen Blick
Dauer
40–60 min
Gruppengröße
12–36 Schüler:innen
Raumgestaltung
Tische oder Arbeitsplätze, die als Ausstellungsstationen im Raum verteilt sind
Materialien
- Planungsvorlage für die Ausstellung
- Bastelmaterial für die Exponate
- Beschriftungskarten und Hinweisschilder
- Feedbackbogen für Besucher
Bloom’sche Taxonomie
Kompetenzen für Soziales und Emotionales Lernen
Was ist Ausstellungsmethode?
Die Methode „Museumsausstellung“ ist eine hochgradig aktivierende Lernstrategie, bei der Lernende ihren Klassenraum in eine kuratierte Galerie verwandeln, um ein tiefes konzeptionelles Verständnis zu demonstrieren. Indem die Schülerinnen und Schüler von passiven Konsumenten zu aktiven Kuratoren werden, nutzt dieser Ansatz den Sozialkonstruktivismus und das Peer-to-Peer-Learning, um die langfristige Behaltensleistung und die Synthese komplexer Informationen zu verbessern. Die Methode ist deshalb so effektiv, weil sie von den Lernenden verlangt, abstrakte Konzepte in visuelle und haptische Repräsentationen zu übersetzen, was eine höhere kognitive Verarbeitungstiefe erfordert als das traditionelle Mitschreiben. Dieser pädagogische Rollenwechsel fördert das Verantwortungsbewusstsein und die öffentliche Rechenschaftspflicht, da die Lernenden darauf vorbereitet sein müssen, ihre „Exponate“ einem authentischen Publikum zu erklären. Über die fachliche Beherrschung hinaus entwickelt die Methode kritische Soft Skills wie visuelle Kompetenz, Rhetorik und konstruktives Feedback. Sie als Lehrkraft fungieren dabei als Moderatoren, die sich durch das „Museum“ bewegen, um den fachlichen Dialog und die Korrektheit der kuratierten Materialien zu bewerten. Diese Strategie ist besonders wirksam für interdisziplinäre Projekte, bei denen disparate Ideen zu einer schlüssigen Erzählung verknüpft werden müssen, was sie zu einem Eckpfeiler projektorientierter Lernumgebungen macht.
Ideal für
Anwendungszeitpunkt
Altersstufen
Eignung nach Fach
Durchführung von Ausstellungsmethode
Lernziele und Themen definieren
Identifizieren Sie die Kernkonzepte, die abgedeckt werden sollen, und unterteilen Sie diese in klare, überschaubare Unterthemen, die von den Kleingruppen recherchiert werden.
Kuratorische Kriterien festlegen
Erstellen Sie ein Bewertungsraster (Rubric), das die Anforderungen an das Exponat festlegt, wie z. B. ein obligatorisches visuelles Hilfsmittel, drei Kernfakten und ein interaktives Element oder eine Reflexionsfrage.
Recherche und Gestaltung begleiten
Geben Sie den Lernenden Zeit, Informationen zu sammeln und ihr physisches oder digitales Display zu entwerfen. Der Fokus sollte darauf liegen, wie man das Konzept einem Laien verständlich vermittelt.
Galerieraum einrichten
Gestalten Sie den Klassenraum so um, dass die Exponate weit genug auseinander stehen, um einen reibungslosen Besucherfluss und genügend Platz für kleine Gruppen an jeder Station zu gewährleisten.
Museumseröffnung durchführen
Teilen Sie die Klasse in „Museumsführer“ (Präsentierende) und „Besucher“ auf. Lassen Sie die Besucher alle 5–7 Minuten die Stationen wechseln, während die Museumsführer ihre Ergebnisse präsentieren.
Rollenwechsel und Wiederholung
Tauschen Sie die Gruppen, sodass die bisherigen Präsentierenden zu Besuchern werden. So erhält jeder die Gelegenheit, sowohl zu lehren als auch zu lernen.
Synthese und Nachbereitung
Leiten Sie eine Diskussion mit der gesamten Klasse, um die verschiedenen Exponate miteinander zu verknüpfen und eventuelle Missverständnisse zu klären, die während der Rundgänge beobachtet wurden.
Forschungsergebnisse
Prince, M.
2004 · Journal of Engineering Education, 93(3), 223-231
Diese Meta-Analyse bestätigt, dass Strategien des aktiven Lernens, einschließlich Peer-Teaching und kollaborativer Aktivitäten, das Engagement der Lernenden und die Lernergebnisse im Vergleich zu traditionellen Vorlesungen signifikant verbessern.
Hmelo-Silver, C. E.
2004 · Educational Psychology Review, 16(3), 235-266
Die Forschung unterstreicht, dass schülerzentrierte Lernumgebungen, wie kuratierte Ausstellungen, Lernenden dabei helfen, flexibles Wissen, effektive Problemlösungsfähigkeiten und Strategien für selbstgesteuertes Lernen zu entwickeln.
Chi, M. T. H., Wylie, R.
2014 · Educational Psychologist, 49(4), 219-243
Diese Studie zeigt, dass „konstruktive“ und „interaktive“ Aktivitäten, wie das Erstellen und Erklären von Exponaten, zu besseren Lernergebnissen führen als rein „passive“ oder „aktive“ (bloßes Ausführen) Tätigkeiten.
Themen, die gut zu Ausstellungsmethode passen
Durchsuchen Sie Lehrplanthemen, für die Ausstellungsmethode als aktive Lernstrategie empfohlen wird.

Belege für die Evolution
Klasse 10 · Biologie 10: Leben, Erbe und Verantwortung

Evolution des Menschen
Klasse 11 · Biologie der Oberstufe: Von der Zelle zur Biosphäre

Hominisation - Die Evolution des Menschen
Klasse 12 · Biologie der Oberstufe: Von den Molekülen zur Biosphäre

Evolution des Menschen
Klasse 13 · Biologie der Oberstufe: Von der Molekulargenetik zur globalen Ökologie

Das Skelett: Unser inneres Gerüst
Klasse 5 · Biologie 5: Die Wunderwelt des Lebendigen entdecken

Stockwerkbau des Waldes
Klasse 6 · Die Wunderwelt des Lebens: Biologie entdecken

Stockwerkbau des Waldes
Klasse 7 · Biologie 7: Die Welt des Lebendigen erforschen

Stammesgeschichte des Menschen
Klasse 8 · Biologie 8: Systeme des Lebens und Grundlagen der Vererbung

Postdramatisches Theater und Performance
Klasse 12 · Literatur und Sprache im Wandel: Von der Klassik bis zur Postmoderne
Häufig gestellte Fragen
Was ist die Unterrichtsmethode „Museumsausstellung“?
Wie setze ich die Museumsausstellung im Unterricht ein?
Was sind die Vorteile der Museumsmethode?
Wie bewertet man eine Museumsausstellung?
Was ist der Unterschied zwischen einer Museumsausstellung und einem Gallery Walk?
Eine Mission mit Ausstellungsmethode erstellen
Nutzen Sie Flip Education, um einen vollständigen Ausstellungsmethode-Unterrichtsentwurf zu erstellen – abgestimmt auf Ihren Lehrplan und bereit für den Einsatz in der Klasse.