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Politik · Klasse 12

Ideen für aktives Lernen

Globale Governance und die Suche nach Weltordnung

Aktive Lernformate ermöglichen es den Schülerinnen und Schülern, die komplexen Strukturen der Global Governance konkret zu erleben und zu hinterfragen. Durch Rollenspiele, Analysen und Diskussionen entwickeln sie ein tieferes Verständnis für die Dynamiken zwischen Akteuren, Machtverhältnissen und Reformbedarfen.

KMK BildungsstandardsKMK: Sekundarstufe II - GlobalisierungKMK: Sekundarstufe II - Handlungskompetenz
20–45 Min.Partnerarbeit → Ganze Klasse4 Aktivitäten

Aktivität 01

Rollenspiel45 Min. · Kleingruppen

Rollenspiel: UN-Sicherheitsrat

Schülerinnen und Schüler verkörpern Vertreter verschiedener Nationen und debattieren über eine Klimakrise. Sie recherchieren Positionen im Voraus und formulieren Kompromisse. Am Ende reflektieren sie die Ergebnisse.

Analysieren Sie das Konzept der Global Governance und identifizieren Sie die wichtigsten Akteure und Herausforderungen.

ModerationstippBeobachten Sie während des Rollenspiels die Rollenverteilung und Machtausübung im UN-Sicherheitsrat, um Machtasymmetrien sichtbar zu machen.

Worauf zu achten istTeilen Sie die Klasse in Kleingruppen auf. Geben Sie jeder Gruppe eine spezifische globale Herausforderung (z.B. Pandemiebekämpfung, Flüchtlingskrise, Cybersicherheit). Bitten Sie sie, die Rolle der UN und der G20 bei der Bewältigung dieser Herausforderung zu analysieren und zwei konkrete Reformvorschläge zu entwickeln. Diskutieren Sie die Ergebnisse im Plenum.

AnwendenAnalysierenBewertenSozialbewusstseinSelbstwahrnehmung
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Aktivität 02

Fallstudienanalyse30 Min. · Kleingruppen

Fallstudienanalyse: G20-Gipfel

In Gruppen bewerten die Schülerinnen und Schüler Protokolle eines G20-Gipfels hinsichtlich Effektivität. Sie identifizieren Erfolge und Versäumnisse. Eine Präsentation fasst die Erkenntnisse zusammen.

Bewerten Sie die Effektivität bestehender globaler Institutionen (z.B. UN, G7/G20) bei der Bewältigung von Problemen wie Klimawandel und Migration.

ModerationstippFordern Sie die Schülerinnen und Schüler beim G20-Gipfel auf, nicht nur Beschlüsse zu zitieren, sondern deren Umsetzung kritisch zu hinterfragen.

Worauf zu achten istJeder Schüler erhält ein Blatt Papier. Auf der einen Seite soll er/sie das Konzept der Global Governance in eigenen Worten definieren und einen zentralen Akteur nennen. Auf der anderen Seite soll er/sie eine Frage formulieren, die eine aktuelle Herausforderung für eine effektive Weltordnung aufzeigt.

AnalysierenBewertenErschaffenEntscheidungsfähigkeitSelbststeuerung
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Aktivität 03

Fishbowl-Diskussion40 Min. · Partnerarbeit

Fishbowl-Diskussion: Reformvorschläge

Die Klasse diskutiert in Paaren mögliche Reformen für globale Institutionen. Jede Paarung präsentiert einen Vorschlag. Gemeinsam voten sie über die besten Ideen.

Diskutieren Sie, welche Reformen und neuen Ansätze erforderlich sind, um eine gerechtere und effektivere Weltordnung zu schaffen.

ModerationstippLenken Sie die Diskussion zu Reformvorschlägen gezielt auf konkrete Hindernisse wie Vetorechte oder Finanzierungsfragen.

Worauf zu achten istStellen Sie eine Reihe von Aussagen über die Funktionsweise internationaler Organisationen (z.B. 'Die UN kann verbindliche Gesetze für alle Mitgliedstaaten erlassen.'). Lassen Sie die Schüler mit 'stimme zu' oder 'stimme nicht zu' antworten und bitten Sie anschließend einige Schüler, ihre Wahl zu begründen.

AnalysierenBewertenSozialbewusstseinSelbstwahrnehmung
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Aktivität 04

Planspiel20 Min. · Einzelarbeit

Mindmap: Akteure und Herausforderungen

Individuell erstellen Schülerinnen und Schüler eine Mindmap zu Global Governance. Im Plenum erweitern sie sie kollektiv. Dies visualisiert Zusammenhänge.

Analysieren Sie das Konzept der Global Governance und identifizieren Sie die wichtigsten Akteure und Herausforderungen.

Worauf zu achten istTeilen Sie die Klasse in Kleingruppen auf. Geben Sie jeder Gruppe eine spezifische globale Herausforderung (z.B. Pandemiebekämpfung, Flüchtlingskrise, Cybersicherheit). Bitten Sie sie, die Rolle der UN und der G20 bei der Bewältigung dieser Herausforderung zu analysieren und zwei konkrete Reformvorschläge zu entwickeln. Diskutieren Sie die Ergebnisse im Plenum.

AnwendenAnalysierenBewertenErschaffenSozialbewusstseinEntscheidungsfähigkeit
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Vorlagen

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Einige Hinweise zum Unterrichten dieser Einheit

Erfahrene Lehrkräfte setzen bei diesem Thema auf eine Balance zwischen Faktenvermittlung und kritischer Reflexion. Sie vermeiden eine zu abstrakte Darstellung und arbeiten stattdessen mit aktuellen Fallbeispielen. Wichtig ist, dass die Schülerinnen und Schüler die Ambivalenz zwischen globaler Zusammenarbeit und nationalem Eigennutz erkennen. Gruppenarbeiten fördern dabei die Auseinandersetzung mit unterschiedlichen Perspektiven.

Am Ende der Einheit sollen die Lernenden die zentralen Akteure der Global Governance benennen, deren Handlungsmöglichkeiten und Grenzen analysieren und konkrete Reformvorschläge formulieren können. Erfolg zeigt sich in der Fähigkeit, Zusammenhänge zwischen globalen Problemen und Governance-Strukturen herzustellen.


Vorsicht vor diesen Fehlvorstellungen

  • Während der Diskussion zu Reformvorschlägen wird oft angenommen, dass eine stärkere Zentralisierung der Global Governance möglich sei.

    Nutzen Sie die Diskussion, um die Schülerinnen und Schüler auf die Materialien zum Rollenspiel UN-Sicherheitsrat zurückgreifen zu lassen und die Rolle von Konsens und Souveränität herauszuarbeiten.

  • Während der Analyse des G20-Gipfels wird die UN als alleinige Lösungsinstanz für globale Probleme dargestellt.

    Fordern Sie die Lernenden auf, die Ergebnisse der G20-Analyse mit den Beschränkungen der UN aus dem Rollenspiel zu vergleichen und Unterschiede zu benennen.

  • Während der Erstellung der Mindmap wird angenommen, dass nur Staaten eine Rolle in der Global Governance spielen.

    Verweisen Sie auf die Mindmap-Materialien und bitten Sie die Schülerinnen und Schüler, nichtstaatliche Akteure wie NGOs und Unternehmen systematisch einzutragen.


In dieser Übersicht verwendete Methoden