Mensch als Mängelwesen: Scheler und Plessner
Die Schülerinnen und Schüler analysieren die Konzepte des Menschen als 'Mängelwesen' bei Scheler und Plessner und vergleichen ihre anthropologischen Ansätze.
Leitfragen
- Differentiieren Sie die Kernideen von Schelers 'Sonderstellung' und Plessners 'exzentrischer Positionalität'.
- Erklären Sie, wie das Konzept des 'Mängelwesens' die Notwendigkeit von Kultur und Technik begründet.
- Beurteilen Sie die Relevanz dieser klassischen Positionen für das moderne Verständnis des Menschen.
KMK Bildungsstandards
Über dieses Thema
Dieses Thema beleuchtet das Spannungsfeld zwischen der etablierten repräsentativen Ordnung des Grundgesetzes und dem Ruf nach mehr direkter Mitbestimmung. Im Zentrum steht die Frage, wie stabil und effizient politische Entscheidungen in einer komplexen Welt sein müssen und ob plebiszitäre Elemente auf Bundesebene die Legitimität des Systems stärken oder durch Populismus gefährden könnten. Die Schülerschaft setzt sich mit den historischen Lehren aus der Weimarer Republik auseinander, die das Misstrauen der Mütter und Väter des Grundgesetzes gegenüber Volksentscheiden begründeten.
Im Rahmen der KMK-Standards zur politischen Urteilskompetenz analysieren die Lernenden die Funktionsweise des Parlamentarismus und vergleichen ihn mit Modellen aus der Schweiz oder deutschen Bundesländern. Es geht dabei nicht nur um institutionelle Fragen, sondern auch um den Schutz von Minderheitenrechten vor einer möglichen Tyrannei der Mehrheit. Dieses Thema gewinnt massiv an Tiefe, wenn Schüler in simulierten Entscheidungsprozessen selbst erleben, wie schwierig die Abwägung zwischen Expertenwissen und Mehrheitswillen in der Praxis ist.
Ideen für aktives Lernen
Debatte: Volksentscheide auf Bundesebene
Die Klasse wird in Pro- und Contra-Teams eingeteilt, die Argumente für und gegen eine Grundgesetzänderung zur Einführung bundesweiter Plebiszite vorbereiten. Eine neutrale Jury bewertet die Argumente nach Kriterien wie Sachkenntnis und Überzeugungskraft.
Planspiel: Der Ethikrat vs. Das Volk
In Kleingruppen übernehmen Schüler Rollen von Fachexperten und Bürgervertretern, um über eine komplexe Frage wie die Organspende-Regelung zu entscheiden. Sie müssen aushandeln, ob eine Fachlösung oder ein einfaches Mehrheitsvotum das bessere Ergebnis liefert.
Ich-Du-Wir (Denken-Austauschen-Vorstellen): Minderheitenschutz
Einzeln reflektieren die Lernenden über ein Szenario, in dem eine Mehrheit ein Grundrecht einer Minderheit einschränken will. Nach dem Austausch mit einem Partner werden im Plenum Mechanismen gesammelt, die den Rechtsstaat vor reinem Mehrheitswillen schützen.
Vorsicht vor diesen Fehlvorstellungen
Häufige FehlvorstellungDirekte Demokratie ist immer demokratischer als Repräsentation.
Was Sie stattdessen lehren sollten
Demokratie definiert sich auch über den Schutz von Minderheiten und das Rechtsstaatsprinzip. Durch Rollenspiele erkennen Schüler, dass eine einfache Mehrheit fundamentale Rechte verletzen kann, was die Bedeutung parlamentarischer Filter unterstreicht.
Häufige FehlvorstellungDas Grundgesetz verbietet Volksentscheide komplett.
Was Sie stattdessen lehren sollten
Artikel 20 GG nennt Abstimmungen explizit als Form der Staatsgewalt, sie sind lediglich auf Bundesebene (außer bei Neugliederung des Bundesgebietes) nicht durch einfache Gesetze vorgesehen. Peer-Diskussionen über Verfassungstexte helfen, diese rechtliche Nuance zu klären.
Vorgeschlagene Methoden
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Häufig gestellte Fragen
Warum ist direkte Demokratie in Deutschland auf Bundesebene so selten?
Wie unterscheiden sich Volksbegehren und Volksentscheid?
Welche Rolle spielt die politische Bildung bei Volksabstimmungen?
Wie hilft aktives Lernen beim Verständnis von Demokratieformen?
Mehr in Das Rätsel Mensch: Philosophische Anthropologie
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