Concept-Mapping

Concept-Mapping

Visuelle Darstellung von Begriffsbeziehungen erstellen

2040 min1035 Schüler:innenTische für große Papierformate oder Wandflächen

Auf einen Blick

Dauer

2040 min

Gruppengröße

1035 Schüler:innen

Raumgestaltung

Tische für große Papierformate oder Wandflächen

Materialien

  • Begriffskarten oder Haftnotizen
  • Plakatpapier
  • Marker
  • Beispiel für eine Concept Map

Bloom’sche Taxonomie

VerstehenAnalysierenErschaffen

Kompetenzen für Soziales und Emotionales Lernen

SelbstwahrnehmungSelbstmanagement

Was ist Concept-Mapping?

Concept-Mapping ist eine visuelle pädagogische Strategie, bei der Lernende ihre mentalen Modelle externalisieren, indem sie verwandte Begriffe mit beschrifteten, gerichteten Pfeilen verbinden. Die Methode ist effektiv, da sie sinnvolles Lernen erleichtert – den Prozess der Verankerung neuer Informationen in bestehenden kognitiven Strukturen – anstatt bloßes Auswendiglernen zu fördern. Durch die explizite Definition von Beziehungen zwischen Ideen mittels Verbindungskonzepten betreiben Lernende eine anspruchsvolle Synthese und Wissensorganisation. Diese Methodik dient sowohl als Werkzeug für die formative Leistungsbewertung als auch als metakognitive Übung, die es Lehrkräften ermöglicht, Fehlvorstellungen und Wissenslücken sofort zu erkennen. Über einfaches Brainstorming hinaus erzwingt Concept-Mapping eine hierarchische Struktur, die der Speicherung komplexer Informationen im Gehirn entspricht. Studien zeigen, dass das Erstellen dieser Maps die langfristige Behaltensleistung und den Wissenstransfer verbessert. Besonders wirksam ist dies in den MINT- und Sozialwissenschaften, wo Systemdenken und Ursache-Wirkungs-Beziehungen zentral sind. Letztlich macht Concept-Mapping Lernende zu Architekten ihres eigenen Wissens, da sie die Logik hinter jeder Verbindung begründen müssen.

Ideal für

Ursache-Wirkungs-Zusammenhänge verstehenThemen über verschiedene Epochen hinweg verknüpfenVorbereitung von Aufsätzen (Pre-Writing)Wissenslücken identifizieren

Anwendungszeitpunkt

Altersstufen

Kl. 1–2Kl. 3–5Kl. 6–8Kl. 9–12

Eignung nach Fach

MathematikDeutschNaturwissenschaftenGeschichte/SozialkundeSoziales und Emotionales LernenKunst

Durchführung von Concept-Mapping

1

Die Fokusfrage definieren

Identifizieren Sie ein spezifisches Problem oder Wissensgebiet, das kartiert werden soll, wie etwa: „Wie beeinflusst der Wasserkreislauf das lokale Wetter?“

2

Einen „Parkplatz“ erstellen

Geben Sie eine Liste von 10 bis 20 Schlüsselbegriffen vor oder lassen Sie die Lernenden diese sammeln, die für die Fokusfrage relevant sind.

3

Hierarchie etablieren

Weisen Sie die Lernenden an, die allgemeinsten und umfassendsten Konzepte oben in der Map und die spezifischeren weiter unten zu platzieren.

4

Konzepte mit Verbindungswörtern verknüpfen

Lassen Sie Linien zwischen den Begriffen ziehen und diese mit Verben oder kurzen Phrasen (z. B. „führt zu“, „besteht aus“, „erfordert“) beschriften, um Aussagen zu bilden.

5

Querverbindungen identifizieren

Fordern Sie die Lernenden auf, Verbindungen zwischen Konzepten aus verschiedenen Bereichen der Map zu finden und zu benennen, um komplexe Wechselbeziehungen aufzuzeigen.

6

Überprüfen und Verfeinern

Lassen Sie die Lernenden ihre Maps präsentieren, um Feedback zu erhalten, den logischen Fluss zu prüfen und ungenaue Aussagen zu korrigieren.

Forschungsergebnisse

Novak, J. D., Cañas, A. J.

2008 · Florida Institute for Human and Machine Cognition, Technical Report IHMC CmapTools 2006-01 Rev 01-2008

Concept-Maps erleichtern sinnvolles Lernen, indem sie neue Konzepte durch hierarchische Organisation und Querverbindungen in bestehende kognitive Strukturen integrieren.

Nesbit, J. C., Adesope, O. O.

2006 · Review of Educational Research, 76(3), 413–448

Eine Meta-Analyse von 55 Studien ergab, dass Concept-Mapping für die Wissensretention effektiver ist als das Lesen von Texten, das Hören von Vorträgen oder die Teilnahme an Klassendiskussionen.

Schroeder, N. L., Nesbit, J. C., Anguiano, C. J., Adesope, O. O.

2018 · Educational Psychology Review, 30(2), 431–455

Die Studie bestätigte, dass sowohl das Studium von Experten-Maps als auch das Erstellen eigener Maps die Lernergebnisse über verschiedene Bildungsstufen hinweg signifikant verbessert.

Häufig gestellte Fragen

Was ist der Unterschied zwischen einer Mind-Map und einer Concept-Map?
Concept-Maps konzentrieren sich auf die Beziehungen zwischen mehreren Begriffen mittels beschrifteter Linien, während Mind-Maps meist von einer zentralen Idee ausgehen. Mind-Maps eignen sich gut für Brainstorming, Concept-Maps besser für komplexe Systeme und hierarchisches Wissen.
Wie setze ich Concept-Mapping im Unterricht ein?
Beginnen Sie mit einer Fokusfrage und einer Liste von 10-15 Fachbegriffen. Lassen Sie die Lernenden paarweise Verbindungen ziehen und – ganz wichtig – Verbindungswörter auf die Linien schreiben, um die Beziehung zu erklären.
Welche Vorteile bietet Concept-Mapping für Lernende?
Es fördert das kritische Denken, da Informationen synthetisiert statt nur auswendig gelernt werden. Als metakognitives Werkzeug hilft es Lernenden zudem zu erkennen, was sie an einem Thema bereits verstanden haben und was nicht.
Kann Concept-Mapping zur Leistungsbewertung genutzt werden?
Ja, Concept-Maps können mit Rastern bewertet werden, welche die Korrektheit der Aussagen, die Tiefe der Hierarchie und die Qualität der Querverbindungen prüfen. Sie bieten ein differenzierteres Bild des Verständnisses als Multiple-Choice-Tests.
Wie unterstützt Concept-Mapping heterogene Lerngruppen?
Es bietet ein visuelles Gerüst, das die sprachliche Hürde für Lernende mit geringeren Sprachkenntnissen oder Lernschwierigkeiten senkt. Durch den Fokus auf räumliche Beziehungen und Schlüsselwörter können komplexe Zusammenhänge ohne lange Texte dargestellt werden.

Eine Mission mit Concept-Mapping erstellen

Nutzen Sie Flip Education, um einen vollständigen Concept-Mapping-Unterrichtsentwurf zu erstellen – abgestimmt auf Ihren Lehrplan und bereit für den Einsatz in der Klasse.