Das Betriebspraktikum ist für viele Achtklässler der erste reale Kontakt mit der Arbeitswelt. In diesem Thema bereiten sie sich intensiv auf den Bewerbungsprozess vor. Sie lernen, einen tabellarischen Lebenslauf zu erstellen und ein Anschreiben zu verfassen, das ihre Motivation und Eignung für den gewählten Praktikumsplatz überzeugend darstellt.
KMK BildungsstandardsLehrplanPLUS WiK 8.8: BewerbungsverfahrenBO-Erlass: Vorbereitung von Praxiserfahrungen
Die Klasse wird in 'Arbeitgeber' und 'Bewerber' geteilt. In 3-Minuten-Intervallen führen sie kurze Gespräche. Die Arbeitgeber geben kurzes Feedback, was im ersten Eindruck besonders positiv oder negativ auffiel.
In Kleingruppen prüfen die Schüler anonymisierte Lebensläufe auf Fehler und Lücken. Sie nutzen Checklisten, um Layout, Struktur und Vollständigkeit zu bewerten und erstellen daraus ein 'Best-of'-Muster für die Klasse.
Worauf achten Arbeitgeber bei einem Bewerbungsanschreiben?
Ich-Du-Wir (Denken-Austauschen-Vorstellen): Meine Fragen an den Betrieb
Schüler überlegen sich drei Fragen, die sie im Vorstellungsgespräch stellen könnten. In Paaren prüfen sie, ob die Fragen Interesse zeigen (z.B. zu Aufgaben) oder eher negativ wirken (z.B. nur nach Pausen fragen).
Wie verhalte ich mich in einem Vorstellungsgespräch?
Ein Lebenslauf muss nur einmal geschrieben werden.
Schüler denken oft, eine Vorlage passe für alles. Sie lernen, dass ein Lebenslauf (und besonders das Anschreiben) immer individuell auf den jeweiligen Betrieb und die Stelle zugeschnitten werden muss.
Im Vorstellungsgespräch darf man keine Angst zeigen.
Viele Schüler setzen sich unter enormen Druck. Im Unterricht lernen sie, dass Nervosität normal ist und dass es sympathischer wirkt, ehrlich zu sein, als eine unnatürliche Rolle zu spielen.