Skip to content
Politik · Klasse 12

Ideen für aktives Lernen

Nachhaltige Entwicklung und die SDGs

Aktive Lernformen eignen sich besonders, weil die Schülerinnen und Schüler die drei Säulen der Nachhaltigkeit nicht nur theoretisch verstehen, sondern in konkreten Kontexten erleben. Durch Handlungsorientierung wird der abstrakte Begriff der nachhaltigen Entwicklung greifbar und die komplexen Zusammenhänge zwischen ökologischen, ökonomischen und sozialen Aspekten werden begreifbar.

KMK BildungsstandardsKMK: Sekundarstufe II - Nachhaltige EntwicklungKMK: Sekundarstufe II - Globalisierung
30–60 Min.Partnerarbeit → Ganze Klasse4 Aktivitäten

Aktivität 01

Lernen an Stationen45 Min. · Kleingruppen

Lernen an Stationen: Drei Säulen der Nachhaltigkeit

Richten Sie drei Stationen ein: Ökologie (Ressourcenmodelle ausbauen), Ökonomie (Budgetsimulationen), Soziales (Ungleichheitsdiagramme analysieren). Gruppen rotieren alle 10 Minuten, notieren Beispiele und Beziehungen. Abschließende Plenumdiskussion synthetisiert Erkenntnisse.

Erklären Sie das Konzept der nachhaltigen Entwicklung und differenzieren Sie zwischen ökologischer, ökonomischer und sozialer Nachhaltigkeit.

ModerationstippBei der Stationenarbeit zu den drei Säulen der Nachhaltigkeit achten Sie darauf, dass jede Station klare Materialien und Leitfragen enthält, die zur aktiven Auseinandersetzung anregen.

Worauf zu achten istTeilen Sie die Klasse in drei Gruppen auf, die jeweils eine Säule der Nachhaltigkeit (ökologisch, ökonomisch, sozial) repräsentieren. Geben Sie jeder Gruppe eine Fallstudie (z.B. Bau eines neuen Flughafens). Lassen Sie die Gruppen diskutieren, wie ihre jeweilige Säule durch das Projekt beeinflusst wird und welche Kompromisse eingegangen werden müssen.

ErinnernVerstehenAnwendenAnalysierenSelbststeuerungBeziehungsfähigkeit
Komplette Unterrichtsstunde erstellen

Aktivität 02

Concept-Mapping30 Min. · Partnerarbeit

SDG-Kartensortierung: Prioritäten setzen

Verteilen Sie Karten mit den 17 SDGs. Paare sortieren sie nach lokaler Relevanz, begründen Entscheidungen und präsentieren. Die Klasse stimmt über Top-5 ab und diskutiert Konflikte zwischen Zielen.

Analysieren Sie die Ziele für nachhaltige Entwicklung (SDGs) der UN und bewerten Sie deren Bedeutung für globale Entwicklungspolitik.

ModerationstippWährend der SDG-Kartensortierung geben Sie den Gruppen genügend Zeit für den Austausch und fordern Sie sie auf, ihre Entscheidungen regelmäßig zu begründen.

Worauf zu achten istBitten Sie die Schülerinnen und Schüler, auf einer Karteikarte die 17 SDGs in drei Kategorien einzuteilen: primär ökologisch, primär sozial und primär ökonomisch. Fordern Sie sie auf, eine Begründung für die Zuordnung eines SDGs zu geben, das ihrer Meinung nach am schwierigsten zu erreichen ist.

VerstehenAnalysierenErschaffenSelbstwahrnehmungSelbststeuerung
Komplette Unterrichtsstunde erstellen

Aktivität 03

Rollenspiel50 Min. · Kleingruppen

Rollenspiel: Akteure der Umsetzung

Weisen Sie Rollen zu (Individuum, Staat, UN). Gruppen entwickeln Strategien zur SDG-Umsetzung, spielen Szenarien nach und evaluieren Erfolge. Reflexion in Kleingruppen schließt ab.

Diskutieren Sie, welche Rolle Individuen, Staaten und internationale Organisationen bei der Umsetzung der SDGs spielen können.

ModerationstippBeim Rollenspiel zu den Akteuren der Umsetzung stellen Sie sicher, dass alle Rollen klar beschrieben sind und die Schülerinnen und Schüler konkrete Handlungsoptionen entwickeln.

Worauf zu achten istStellen Sie eine konkrete Maßnahme vor, z.B. die Einführung einer Plastiktütensteuer. Fragen Sie: 'Welche drei SDGs werden durch diese Maßnahme direkt oder indirekt gefördert und warum?' Sammeln Sie die Antworten und besprechen Sie kurz die unterschiedlichen Perspektiven.

AnwendenAnalysierenBewertenSozialbewusstseinSelbstwahrnehmung
Komplette Unterrichtsstunde erstellen

Aktivität 04

Concept-Mapping60 Min. · Partnerarbeit

Projektplanung: Lokales SDG-Engagement

Individuen oder Paare wählen ein SDG, recherchieren lokalen Kontext und planen ein Schulprojekt. Präsentationen im Plenum mit Feedbackrunde fördern Machbarkeit.

Erklären Sie das Konzept der nachhaltigen Entwicklung und differenzieren Sie zwischen ökologischer, ökonomischer und sozialer Nachhaltigkeit.

ModerationstippBei der Projektplanung zum lokalen SDG-Engagement unterstützen Sie die Gruppen gezielt bei der Suche nach passenden Ansprechpartnerinnen und Partnern in der Region.

Worauf zu achten istTeilen Sie die Klasse in drei Gruppen auf, die jeweils eine Säule der Nachhaltigkeit (ökologisch, ökonomisch, sozial) repräsentieren. Geben Sie jeder Gruppe eine Fallstudie (z.B. Bau eines neuen Flughafens). Lassen Sie die Gruppen diskutieren, wie ihre jeweilige Säule durch das Projekt beeinflusst wird und welche Kompromisse eingegangen werden müssen.

VerstehenAnalysierenErschaffenSelbstwahrnehmungSelbststeuerung
Komplette Unterrichtsstunde erstellen

Vorlagen

Vorlagen, die zu diesen Politik-Aktivitäten passen

Nutzen, bearbeiten, drucken oder teilen.

Einige Hinweise zum Unterrichten dieser Einheit

Erfahrene Lehrkräfte setzen bei diesem Thema auf multiperspektivisches Lernen, um die Komplexität der Nachhaltigkeit zu vermitteln. Vermeiden Sie es, die SDGs isoliert zu betrachten. Nutzen Sie stattdessen konkrete Beispiele aus dem Lebensumfeld der Schülerinnen und Schüler. Eine gute Mischung aus Einzel-, Partner- und Gruppenarbeit fördert die aktive Auseinandersetzung und den Austausch über unterschiedliche Perspektiven. Forschung zeigt, dass handlungsorientierte Methoden wie Rollenspiele oder Projektarbeit das Verständnis nachhaltiger Entwicklung nachhaltig stärken.

Am Ende sollten die Lernenden die drei Säulen der Nachhaltigkeit klar definieren und ihre Wechselwirkungen beschreiben können. Sie analysieren die SDGs strukturiert, setzen Prioritäten begründet und erkennen die globale wie lokale Relevanz. Zudem verstehen sie die Rolle verschiedener Akteure bei der Umsetzung.


Vorsicht vor diesen Fehlvorstellungen

  • Während der Stationenarbeit zu den drei Säulen der Nachhaltigkeit beobachten Sie, dass einige Schülerinnen und Schüler ökologische Themen überbetonen.

    Nutzen Sie die Stationenarbeit, um gezielt Beispiele aus den ökonomischen und sozialen Bereichen einzubauen, z.B. durch Fallstudien zu fairen Lieferketten oder sozialer Unternehmensverantwortung. Fordern Sie die Schülerinnen und Schüler auf, Verbindungen zwischen den Stationen herzustellen und diese im Plenum zu diskutieren.

  • Während der SDG-Kartensortierung hören Sie Äußerungen wie: 'Das ist doch nur für arme Länder relevant.'

    Nutzen Sie die Kartensortierung, um die Schülerinnen und Schüler gezielt lokale Beispiele finden zu lassen, z.B. SDG 13 durch Klimaschutzinitiativen in der eigenen Stadt. Fordern Sie die Gruppen auf, ihre Zuordnungen zu präsentieren und zu begründen, warum die Ziele auch für Deutschland relevant sind.

  • Während des Rollenspiels zu den Akteuren der Umsetzung hören Sie Sätze wie: 'Staat und Unternehmen müssen sich darum kümmern, wir können nichts bewirken.'

    Nutzen Sie die Rollenbeschreibungen, um konkrete Handlungsmöglichkeiten für Individuen aufzuzeigen, z.B. nachhaltiger Konsum oder Engagement in lokalen Initiativen. Lassen Sie die Schülerinnen und Schüler im Anschluss reflektieren, wie ihr eigenes Handeln die Umsetzung der SDGs beeinflusst.


In dieser Übersicht verwendete Methoden