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Kunst · Klasse 7

Ideen für aktives Lernen

Die Geste als Kunstwerk

Aktive Lernformen eignen sich hier besonders, weil die Schülerinnen und Schüler die Transformation von Alltagsbewegungen in künstlerische Gesten selbst erleben. Durch körperliche Erfahrung verstehen sie, wie Kontext, Tempo und Wiederholung Bedeutung erzeugen. Das fördert nachhaltig das Verständnis für die Wirkung von Gesten in Kunst und Kommunikation.

KMK BildungsstandardsAktionBildnerische Mittel
20–45 Min.Partnerarbeit → Ganze Klasse3 Aktivitäten

Aktivität 01

Planspiel30 Min. · Ganze Klasse

Planspiel: Die Zeitlupen-Aktion

Schüler führen eine alltägliche Handlung (z.B. eine Jacke anziehen) extrem langsam aus (über 3 Minuten). Die Mitschüler beobachten, wie sich die Wahrnehmung der Bewegung und die Bedeutung der Handlung dadurch verändert.

Kann eine einfache Bewegung Kunst sein?

ModerationstippBei der Zeitlupen-Aktion achten Sie darauf, dass die Schülerinnen und Schüler die Bewegungen mindestens fünfmal wiederholen, bevor sie sie verlangsamen.

Worauf zu achten istDie Schüler erhalten eine Karte mit einer einfachen Alltagsgeste (z.B. Winken, Kopfschütteln). Sie sollen auf der Rückseite notieren: 1. Wie könnte diese Geste in einer Performance eine neue Bedeutung bekommen? 2. Welche zwei Wörter beschreiben die Wirkung dieser veränderten Geste?

AnwendenAnalysierenBewertenErschaffenSozialbewusstseinEntscheidungsfähigkeit
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Aktivität 02

Erfahrungsorientiertes Lernen45 Min. · Kleingruppen

Kollaborative Investigation: Raum-Linien

In Kleingruppen entwickeln Schüler eine kurze Sequenz von Bewegungen, die den Raum 'zeichnen' (z.B. nur Ecken ablaufen oder Kreise bilden). Sie führen dies synchron aus und analysieren die Wirkung auf den Betrachter.

Wie kommunizieren wir ohne Worte nur durch Präsenz?

ModerationstippIn der Raum-Linien-Investigation lassen Sie die Schülerinnen und Schüler ihre Linien zunächst mit Kreide auf den Boden zeichnen, bevor sie die Bewegungen ausführen.

Worauf zu achten istNach einer kurzen Gruppenperformance fragt die Lehrkraft: 'Welche Geste war für euch am ausdrucksstärksten und warum? Wie hat die Art, wie die Bewegung im Raum ausgeführt wurde, die Botschaft verändert? Nennt ein Beispiel, wie das Publikum auf die Performance reagiert hat.'

AnwendenAnalysierenBewertenSelbstwahrnehmungSelbststeuerungSozialbewusstsein
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Aktivität 03

Ich-Du-Wir (Denken-Austauschen-Vorstellen): Die stumme Botschaft

Ein Schüler führt eine einzige, klare Geste aus. Der Partner muss interpretieren, welche Emotion oder Anweisung dahintersteckt. Danach tauschen sie die Rollen und variieren die Intensität der Geste.

Welche Rolle spielt das Publikum bei einer Performance?

ModerationstippBeim Think-Pair-Share geben Sie vor dem Austausch in der Klasse einen klaren Zeitrahmen von zwei Minuten pro Partner vor.

Worauf zu achten istZwei Schüler führen nacheinander eine vorbereitete Geste vor. Der andere Schüler gibt Feedback anhand von zwei Fragen: 1. Konnte ich die beabsichtigte Emotion oder Idee erkennen? 2. Was hätte die Bewegung im Raum noch deutlicher machen können? (z.B. Tempo, Größe, Wiederholung)

VerstehenAnwendenAnalysierenSelbstwahrnehmungBeziehungsfähigkeit
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Einige Hinweise zum Unterrichten dieser Einheit

Unterrichten Sie dieses Thema durch konkrete Übungen, die den Körper als Medium erfahrbar machen. Vermeiden Sie lange theoretische Einführungen, sondern starten Sie direkt mit praktischen Aufgaben. Nutzen Sie Fragen wie 'Was passiert, wenn du diese Geste fünfmal wiederholst?' oder 'Wie verändert sich die Bedeutung, wenn du sie rückwärts ausführst?' um die Schülerinnen und Schüler zum Reflektieren anzuregen. Forschung zeigt, dass aktives Ausprobieren und gemeinsame Reflexion zu tieferem Verständnis führen als frontale Erklärungen.

Erfolgreiches Lernen zeigt sich, wenn die Schülerinnen und Schüler einfache Bewegungen bewusst verändern und deren neue Bedeutung erklären können. Sie erkennen, dass Performance Art kein spontanes 'Herumalbern' ist, sondern eine geplante, reflektierte Handlung. Ihre Gesten werden klarer und ausdrucksstärker durch präzise Ausführung und Raumwahrnehmung.


Vorsicht vor diesen Fehlvorstellungen

  • Während der Zeitlupen-Aktion halten einige Schülerinnen und Schüler die Bewegung einfach nur länger aus, ohne eine bewusste Veränderung der Bedeutung vorzunehmen.

    Fordern Sie die Schülerinnen und Schüler auf, die Wiederholung der Bewegung bewusst zu nutzen, um eine neue Bedeutung zu erzeugen. Fragen Sie: 'Wie verändert sich die Wirkung, wenn du die Geste nicht nur langsamer, sondern auch größer ausführst?'

  • In der Raum-Linien-Investigation wird die Bewegung oft nur mechanisch ausgeführt, ohne dass die Schülerinnen und Schüler den Raum als Teil der Performance begreifen.

    Lassen Sie die Schülerinnen und Schüler zunächst ihre Linien mit Kreide auf den Boden zeichnen und fragen Sie: 'Wie verändert sich die Bedeutung der Geste, wenn du sie entlang dieser Linie ausführst?'


In dieser Übersicht verwendete Methoden