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Kunst · Klasse 7

Ideen für aktives Lernen

Körpersprache und Ausdruck

Körpersprache ist greifbar und erlebbar, weil sie direkt mit dem eigenen Körper verbunden ist. Durch Bewegung und spielerische Übungen verinnerlichen Schülerinnen und Schüler nonverbale Kommunikation auf eine Weise, die theoretische Erklärungen allein nicht leisten können. Die Aktivitäten fördern nicht nur das Verständnis für Gesten und Haltungen, sondern stärken auch das Selbstbewusstsein im Umgang mit dem eigenen Ausdruck.

KMK BildungsstandardsAktionBild des Menschen
20–45 Min.Partnerarbeit → Ganze Klasse4 Aktivitäten

Aktivität 01

Rollenspiel20 Min. · Partnerarbeit

Spiegelübung: Emotionen nachahmen

Teilen Sie die Klasse in Paare ein. Eine Person zeigt eine Emotion durch Körpersprache, die Partnerin spiegelt sie nach. Wechseln Sie nach 30 Sekunden die Rollen und Emotionen. Abschließend besprechen Paare, welche Signale am wirksamsten waren.

Erklären Sie, wie Körpersprache Emotionen und Absichten vermitteln kann.

ModerationstippBei der Spiegelübung achten Sie darauf, dass die Partner in kurzen Intervallen wechseln, um Abwechslung und Vielfalt in den Emotionen zu fördern.

Worauf zu achten istDie Schülerinnen und Schüler erhalten eine Karte mit einer Emotion (z.B. Überraschung, Langeweile). Sie sollen diese Emotion mit ihrem Körper ausdrücken, ohne zu sprechen. Die Mitschüler erraten die Emotion und schreiben sie auf die Karte. Anschließend bewerten die Schüler, wie gut die Körpersprache die Emotion vermittelt hat.

AnwendenAnalysierenBewertenSozialbewusstseinSelbstwahrnehmung
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Aktivität 02

Rollenspiel45 Min. · Kleingruppen

Gruppenimpro: Stumme Geschichte

In kleinen Gruppen gestalten Schülerinnen und Schüler eine 1-minütige Szene, die eine Geschichte ohne Worte erzählt. Jede Gruppe performt vor der Klasse, die anderen raten die Handlung. Reflektieren Sie gemeinsam über genutzte Körpersprache.

Gestalten Sie eine kurze Szene, die nur durch Körpersprache eine Geschichte erzählt.

ModerationstippWeisen Sie bei der Gruppenimpro: Stumme Geschichte darauf hin, dass die Darsteller nach jeder Szene kurz innehalten, um die Wirkung zu besprechen.

Worauf zu achten istZeigen Sie ein kurzes Video ohne Ton, das eine alltägliche Interaktion zeigt (z.B. eine Verabschiedung, eine Meinungsverschiedenheit). Stellen Sie die Frage: 'Welche Geschichte erzählt die Körpersprache hier? Welche Gefühle oder Absichten erkennen Sie und woran machen Sie das fest?' Sammeln Sie die Beobachtungen der Schüler an der Tafel.

AnwendenAnalysierenBewertenSozialbewusstseinSelbstwahrnehmung
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Aktivität 03

Rollenspiel35 Min. · Kleingruppen

Gesten-Karussell: Kulturelle Varianten

Richten Sie Stationen mit Gesten aus verschiedenen Kulturen ein, z. B. Begrüßung in Japan oder Italien. Gruppen rotieren, probieren aus und notieren Unterschiede. Schließen Sie mit einer Plenumdiskussion ab.

Analysieren Sie die kulturellen Unterschiede in der Körpersprache.

ModerationstippLegen Sie beim Gesten-Karussell klare Zeitlimits fest, damit die Schüler sich auf wenige, aussagekräftige Gesten pro Kultur konzentrieren können.

Worauf zu achten istGeben Sie den Schülern die Aufgabe, drei verschiedene Körperhaltungen einzunehmen: eine selbstbewusste, eine unsichere und eine wütende. Bitten Sie sie, für jede Haltung ein Stichwort aufzuschreiben, das die Haltung am besten beschreibt. Überprüfen Sie stichprobenartig die Stichwörter.

AnwendenAnalysierenBewertenSozialbewusstseinSelbstwahrnehmung
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Aktivität 04

Rollenspiel30 Min. · Einzelarbeit

Selbstanalyse: Video-Rückblick

Schülerinnen und Schüler filmen sich selbst bei der Darstellung von Emotionen. Im Einzelarbeit analysieren sie ihre Aufnahmen und notieren Verbesserungsvorschläge. Teilen Sie Highlights im Plenum.

Erklären Sie, wie Körpersprache Emotionen und Absichten vermitteln kann.

ModerationstippBitten Sie die Schüler beim Selbstanalyse: Video-Rückblick, sich auf Teilaspekte zu fokussieren, z.B. nur die Haltung oder nur die Gesten, um die Analyse zu vertiefen.

Worauf zu achten istDie Schülerinnen und Schüler erhalten eine Karte mit einer Emotion (z.B. Überraschung, Langeweile). Sie sollen diese Emotion mit ihrem Körper ausdrücken, ohne zu sprechen. Die Mitschüler erraten die Emotion und schreiben sie auf die Karte. Anschließend bewerten die Schüler, wie gut die Körpersprache die Emotion vermittelt hat.

AnwendenAnalysierenBewertenSozialbewusstseinSelbstwahrnehmung
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Einige Hinweise zum Unterrichten dieser Einheit

Erfahrung zeigt, dass Körpersprache am besten durch Nachahmung und Reflexion gelernt wird. Vermeiden Sie zu lange theoretische Einleitungen, sondern starten Sie direkt mit den Aktivitäten. Nutzen Sie die Gruppe als Spiegel und Feedbackquelle, um den Schülerinnen und Schülern zu zeigen, wie ihre Körpersprache wahrgenommen wird. Forschung betont, dass bewusste Wahrnehmung der eigenen nonverbalen Signale die Empathiefähigkeit stärkt.

Erfolgreiches Lernen zeigt sich darin, dass Schülerinnen und Schüler nonverbale Signale bewusst einsetzen und interpretieren können. Sie erkennen kulturelle Unterschiede in Gesten und verstehen, wie Haltung und Bewegung Emotionen präzise vermitteln. Zudem reflektieren sie ihre eigene Körpersprache und passen sie situationsangemessen an.


Vorsicht vor diesen Fehlvorstellungen

  • Körpersprache ist überall gleich und universell.

    Während der Aktivität Gesten-Karussell achten Sie darauf, dass die Schüler die Unterschiede zwischen den Kulturen bewusst erleben. Bitten Sie sie, eine Geste aus einer anderen Kultur nachzuahmen und zu beschreiben, wie sie in Deutschland interpretiert würde. So wird der kulturelle Relativismus greifbar.

  • Nur das Gesicht zählt bei nonverbaler Kommunikation.

    In der Spiegelübung Emotionen nachahmen sollen die Schüler gezielt die Rolle des Gesichts und des Körpers getrennt betrachten. Weisen Sie sie an, eine Emotion zunächst nur mit dem Gesicht und dann nur mit dem Körper darzustellen, um den Unterschied bewusst zu machen.

  • Körpersprache verrät immer die wahren Gefühle.

    Während der Gruppenimpro: Stumme Geschichte achten Sie darauf, dass die Schüler widersprüchliche Signale bewusst einsetzen. Fordern Sie sie auf, eine Figur zu spielen, deren Körpersprache und Mimik nicht übereinstimmen, um die Kontrolle über nonverbale Kommunikation zu thematisieren.


In dieser Übersicht verwendete Methoden