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Kunst · Klasse 6 · Mensch und Proportion: Figur im Fokus · 1. Halbjahr

Selbstporträt und Identität

Gestaltung eines Selbstporträts unter Berücksichtigung individueller Merkmale und Ausdrucksformen.

KMK BildungsstandardsBildnerische ProduktionRezeption

Über dieses Thema

In diesem Thema gestalten Schülerinnen und Schüler ein Selbstporträt, das ihre Persönlichkeit und Emotionen widerspiegelt. Sie berücksichtigen individuelle Merkmale wie Gesichtszüge, Körpersprache und Farbwahl, um innere Zustände nach außen zu tragen. Die Arbeit knüpft an die KMK-Standards für bildnerische Produktion und Rezeption an. Zentrale Fragen lauten: Wie drücke ich meine Persönlichkeit aus? Welche Rolle spielt das Selbstporträt für Selbsterkenntnis und Außendarstellung? Durch Vergleich mit Werken bekannter Künstler wie Frida Kahlo oder Vincent van Gogh lernen die Schüler, Ausdrucksformen zu analysieren.

Praktisch setzen Sie das um, indem Sie mit Skizzen aus dem Spiegel beginnen und schrittweise zu ausdrucksstarken Porträts übergehen. Materialien wie Aquarell, Pastell oder Collagen erlauben Experimente. Diskussionen in der Klasse vertiefen das Verständnis: Welche Symbole stehen für mich? Die Auseinandersetzung mit Proportionen der Figur aus der Unit "Mensch und Proportion" wird hier lebendig.

Active Learning nutzen, indem Schüler aktiv malen und reflektieren, stärkt die Selbsterkenntnis. Es fördert emotionale Intelligenz und kritisches Denken, da sie ihre Werke präsentieren und Feedback geben.

Leitfragen

  1. Gestalten Sie ein Selbstporträt, das Ihre Persönlichkeit und Emotionen ausdrückt.
  2. Analysieren Sie die Bedeutung des Selbstporträts für die Selbsterkenntnis und die Darstellung nach außen.
  3. Vergleichen Sie Ihr Selbstporträt mit dem eines bekannten Künstlers und analysieren Sie die Unterschiede im Ausdruck.

Lernziele

  • Analysieren Sie die Verwendung von Farbe und Komposition in Selbstporträts zur Darstellung von Emotionen und Persönlichkeit.
  • Vergleichen Sie die Techniken und Ausdrucksformen von zwei verschiedenen Künstlern in ihren Selbstporträts.
  • Entwerfen Sie ein Selbstporträt, das bewusst individuelle Merkmale und eine gewählte emotionale Haltung integriert.
  • Bewerten Sie die Wirkung eines Selbstporträts auf den Betrachter hinsichtlich der vermittelten Botschaft und des Ausdrucks.

Bevor es losgeht

Grundlagen der figürlichen Darstellung

Warum: Grundlegende Kenntnisse über menschliche Proportionen und einfache Zeichentechniken sind notwendig, um ein Selbstporträt zu beginnen.

Farblehre: Primär- und Sekundärfarben

Warum: Ein Verständnis für Grundfarben und deren Mischung ist hilfreich für die bewusste Farbwahl im Selbstporträt.

Schlüsselvokabular

ProportionDas Verhältnis der Größe verschiedener Körperteile zueinander, wichtig für eine realistische Darstellung im Selbstporträt.
MimikDer Ausdruck des Gesichts, der Gefühle und Stimmungen wie Freude, Trauer oder Nachdenklichkeit vermittelt.
KörperspracheDie Haltung und Gestik des Körpers, die ebenfalls zur Darstellung von Emotionen und Persönlichkeit im Selbstporträt beiträgt.
FarbkompositionDie bewusste Auswahl und Anordnung von Farben im Bild, um eine bestimmte Stimmung oder Aussage zu erzeugen.
SymbolikDie Verwendung von Objekten oder Farben, die eine tiefere Bedeutung haben und die persönliche Identität im Selbstporträt unterstreichen können.

Vorsicht vor diesen Fehlvorstellungen

Häufige FehlvorstellungEin Selbstporträt muss fotorealistisch sein.

Was Sie stattdessen lehren sollten

Es geht primär um den Ausdruck von Persönlichkeit und Emotionen durch Farbe, Form und Symbole, nicht um exakte Nachahmung.

Häufige FehlvorstellungIdentität ist festgelegt und ändert sich nicht.

Was Sie stattdessen lehren sollten

Identität entwickelt sich dynamisch; Selbstporträts zeigen Momentaufnahmen und laden zu Reflexion über Veränderungen ein.

Häufige FehlvorstellungNur berühmte Künstler malen gute Porträts.

Was Sie stattdessen lehren sollten

Jedes Porträt ist wertvoll, wenn es authentisch die eigene Identität einfängt; Vergleiche dienen der Lerninspiration.

Ideen für aktives Lernen

Alle Aktivitäten ansehen

Bezüge zur Lebenswelt

  • Fotografen, die sich auf Porträts spezialisieren, nutzen ihr Verständnis von Mimik und Körpersprache, um die Persönlichkeit ihrer Kunden authentisch einzufangen, sei es für Bewerbungsfotos oder künstlerische Projekte.
  • Schauspieler und Bühnenbildner arbeiten intensiv mit Mimik und Körpersprache, um Charaktere überzeugend darzustellen und Emotionen auf der Bühne oder vor der Kamera zu transportieren.
  • Illustratoren für Kinderbücher gestalten Charaktere oft mit übertriebenen Gesichtsausdrücken und Körpersprache, um Geschichten lebendig zu machen und die Gefühle der Figuren für junge Leser verständlich zu machen.

Ideen zur Lernstandserhebung

Lernstandskontrolle

Die Schüler erhalten eine Karte mit der Frage: 'Welche zwei individuellen Merkmale (z.B. Mimik, Farbe, Symbol) haben Sie in Ihrem Selbstporträt bewusst eingesetzt, um Ihre Persönlichkeit auszudrücken? Beschreiben Sie kurz, warum Sie diese gewählt haben.'

Gegenseitige Bewertung

Die Schüler hängen ihre Selbstporträts auf. Jeder Schüler erhält zwei Haftnotizen. Eine Notiz ist für positives Feedback ('Was gefällt mir besonders an diesem Selbstporträt und warum?'), die andere für eine konstruktive Frage ('Was würde ich gerne noch mehr über die dargestellte Person erfahren?').

Kurze Überprüfung

Der Lehrer zeigt beispielhaft Ausschnitte von Selbstporträts bekannter Künstler (z.B. Frida Kahlo, Egon Schiele). Die Schüler identifizieren anhand der Mimik und Farbgebung, welche Emotionen oder Haltungen der Künstler darstellen möchte, und begründen ihre Einschätzung kurz.

Häufig gestellte Fragen

Wie integriere ich die Key Questions in den Unterricht?
Beginnen Sie mit der Frage zur Gestaltung durch eine Einstiegsübung am Spiegel. Die Analyse der Selbsterkenntnis folgt in Reflexionsrunden nach dem Malen. Den Künstlervergleich schließen Sie mit Partnerarbeit ab, bei der Unterschiede notiert werden. So werden die Fragen schrittweise bearbeitet und Standards erfüllt. (62 Wörter)
Welche Materialien eignen sich am besten?
Verwenden Sie Bleistift, Aquarellfarben, Pastellkreiden und Collagenmaterialien. Diese erlauben Vielfalt in Ausdruck und Textur. Für Anfänger reichen einfache Blätter und Marker. Passen Sie an den Schulhaushalt an, ergänzen Sie recycelte Materialien für Nachhaltigkeit. (58 Wörter)
Warum ist Active Learning hier besonders wirksam?
Active Learning lässt Schüler durch eigenes Gestalten und Reflektieren ihre Identität entdecken. Sie experimentieren mit Ausdrucksformen, erhalten Feedback und vergleichen Werke, was Selbsterkenntnis vertieft. Im Gegensatz zu passivem Zuschauen fördert es emotionale Bindung und kritisches Denken nachhaltig. (64 Wörter)
Wie bewerte ich die Arbeiten?
Bewerten Sie nach Kriterien wie Ausdruck von Emotionen, Nutzung individueller Merkmale und Reflexion. Verwenden Sie Rubriken mit Stufen für Technik und Kreativität. Fördern Sie Peer-Feedback für intrinsische Motivation. Dokumentieren Sie Prozesse in Portfolios. (56 Wörter)