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Selbstporträt und IdentitätAktivitäten & Unterrichtsstrategien

Aktives Gestalten fördert bei Schülerinnen und Schülern die Verbindung zwischen innerer Reflexion und äußerem Ausdruck. Gerade beim Selbstporträt wird theoretisches Wissen über Identität und Emotionen durch das eigene Handeln greifbar und nachvollziehbar. Die körperliche Auseinandersetzung mit Spiegel und Materialien schafft Zugänge, die reine Theorie nicht bieten kann.

Klasse 6Perspektiven und Ausdruck: Die Welt mit neuen Augen sehen4 Aktivitäten25 Min.40 Min.

Lernziele

  1. 1Analysieren Sie die Verwendung von Farbe und Komposition in Selbstporträts zur Darstellung von Emotionen und Persönlichkeit.
  2. 2Vergleichen Sie die Techniken und Ausdrucksformen von zwei verschiedenen Künstlern in ihren Selbstporträts.
  3. 3Entwerfen Sie ein Selbstporträt, das bewusst individuelle Merkmale und eine gewählte emotionale Haltung integriert.
  4. 4Bewerten Sie die Wirkung eines Selbstporträts auf den Betrachter hinsichtlich der vermittelten Botschaft und des Ausdrucks.

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30 Min.·Einzelarbeit

Individuelle Arbeit: Spiegel-Skizze

Schüler zeichnen ihr Gesicht vor einem Spiegel und notieren emotionale Merkmale. Sie wählen Farben, die Stimmungen ausdrücken. Abschließend reflektieren sie in einem Journal.

Vorbereitung & Details

Gestalten Sie ein Selbstporträt, das Ihre Persönlichkeit und Emotionen ausdrückt.

Moderationstipp: Fordern Sie die Schülerinnen und Schüler während der Spiegel-Skizze auf, nicht nur äußere Merkmale zu zeichnen, sondern auch innere Zustände wie Unsicherheit oder Freude durch unruhige oder fließende Linien auszudrücken.

Setup: Flexible Lernumgebung mit Zugang zu Materialien und moderner Technik

Materials: Project Brief mit einer Leitfrage, Planungsvorlage und Zeitplan, Bewertungsraster (Rubric) mit Meilensteinen, Präsentationsmaterialien

AnwendenAnalysierenBewertenErschaffenSelbststeuerungBeziehungsfähigkeitEntscheidungsfähigkeit
25 Min.·Partnerarbeit

Pärchenarbeit: Künstler-Vergleich

In Paaren vergleichen Schüler ihr Porträt mit einem Kunstwerk, z. B. von van Gogh. Sie besprechen Unterschiede in Ausdruck und Technik. Gemeinsam skizzieren sie eine hybride Version.

Vorbereitung & Details

Analysieren Sie die Bedeutung des Selbstporträts für die Selbsterkenntnis und die Darstellung nach außen.

Moderationstipp: Legen Sie bei der Künstler-Vergleichsarbeit Wert darauf, dass die Schülerinnen und Schüler nicht nur stilistische Unterschiede beschreiben, sondern auch überlegen, welche Emotionen die Künstler ausdrücken wollten und warum.

Setup: Flexible Lernumgebung mit Zugang zu Materialien und moderner Technik

Materials: Project Brief mit einer Leitfrage, Planungsvorlage und Zeitplan, Bewertungsraster (Rubric) mit Meilensteinen, Präsentationsmaterialien

AnwendenAnalysierenBewertenErschaffenSelbststeuerungBeziehungsfähigkeitEntscheidungsfähigkeit
40 Min.·Ganze Klasse

Klassenrunde: Präsentation

Jeder Schüler präsentiert sein Porträt und erklärt Symbolik. Die Klasse gibt konstruktives Feedback. Abschluss mit gemeinsamer Mindmap zu Identitätsaspekten.

Vorbereitung & Details

Vergleichen Sie Ihr Selbstporträt mit dem eines bekannten Künstlers und analysieren Sie die Unterschiede im Ausdruck.

Moderationstipp: In der Klassenrunde sollten die Schülerinnen und Schüler ihre Selbstporträts mit einer konkreten Frage an die Klasse vorstellen, z.B. 'Was sagt meine Körperhaltung über mich aus?'

Setup: Flexible Lernumgebung mit Zugang zu Materialien und moderner Technik

Materials: Project Brief mit einer Leitfrage, Planungsvorlage und Zeitplan, Bewertungsraster (Rubric) mit Meilensteinen, Präsentationsmaterialien

AnwendenAnalysierenBewertenErschaffenSelbststeuerungBeziehungsfähigkeitEntscheidungsfähigkeit
35 Min.·Kleingruppen

Gruppenarbeit: Collagen-Porträt

In kleinen Gruppen erstellen Schüler Collagen-Porträts mit Magazinausschnitten. Sie integrieren persönliche Symbole und diskutieren kulturelle Einflüsse.

Vorbereitung & Details

Gestalten Sie ein Selbstporträt, das Ihre Persönlichkeit und Emotionen ausdrückt.

Moderationstipp: Bei der Collagen-Porträt-Arbeit achten Sie darauf, dass die Schülerinnen und Schüler bewusst Materialien auswählen, die ihre Identität oder aktuelle Lebenssituation symbolisieren, nicht nur willkürlich kombinieren.

Setup: Flexible Lernumgebung mit Zugang zu Materialien und moderner Technik

Materials: Project Brief mit einer Leitfrage, Planungsvorlage und Zeitplan, Bewertungsraster (Rubric) mit Meilensteinen, Präsentationsmaterialien

AnwendenAnalysierenBewertenErschaffenSelbststeuerungBeziehungsfähigkeitEntscheidungsfähigkeit

Dieses Thema unterrichten

Erfahrene Lehrkräfte wissen, dass der Einstieg über den eigenen Körper und Emotionen die Motivation der Schülerinnen und Schüler steigert. Vermeiden Sie zu frühe Vorgaben zu 'richtigen' oder 'falschen' Darstellungen. Stattdessen sollte die Reflexion über den Entstehungsprozess im Vordergrund stehen. Forschungsergebnisse zeigen, dass Schülerinnen und Schüler durch den Vergleich mit Künstlern lernen, dass Identität vielschichtig ist und sich in der Kunst unterschiedlich interpretieren lässt.

Was Sie erwartet

Erfolgreiches Lernen zeigt sich darin, dass die Schülerinnen und Schüler ihr Selbstporträt nicht nur technisch umsetzen, sondern gezielt Farben, Formen und Symbole wählen, um Persönlichkeit und Emotionen sichtbar zu machen. Sie können ihre Entscheidungen begründen und Bezüge zu Künstlerwerken herstellen sowie Feedback konstruktiv nutzen.

Diese Aktivitäten sind ein Ausgangspunkt. Die vollständige Mission ist das Erlebnis.

  • Vollständiges Moderationsskript mit Lehrkraft-Dialogen
  • Druckfertige Schülermaterialien, bereit für den Unterricht
  • Differenzierungsstrategien für jeden Lerntyp
Mission erstellen

Vorsicht vor diesen Fehlvorstellungen

Häufige FehlvorstellungWährend der Spiegel-Skizze höre ich häufig: 'Mein Selbstporträt sieht nicht aus wie ich.'

Was Sie stattdessen lehren sollten

Führen Sie dann ein kurzes Gespräch: 'Welche Teile deines Gesichts oder deiner Mimik möchtest du betonen? Welche Farben oder Formen könnten diese Teile besonders hervorheben?' Lenken Sie den Fokus auf Ausdruck statt auf Realismus.

Häufige FehlvorstellungWährend der Collagen-Porträt-Arbeit wählen Schülerinnen und Schüler nur zufällige Bilder aus Zeitschriften.

Was Sie stattdessen lehren sollten

Fragen Sie gezielt: 'Welche Bilder oder Farben in deiner Collage spiegeln deine aktuelle Stimmung oder deine Wünsche für die Zukunft wider? Erkläre deine Wahl.'

Häufige FehlvorstellungWährend der Künstler-Vergleichsarbeit wird Identität als unveränderlich dargestellt.

Was Sie stattdessen lehren sollten

Nutzen Sie die Gelegenheit: 'Vergleicht die Selbstporträts verschiedener Lebensphasen eines Künstlers. Wie hat sich seine Darstellung von Identität verändert? Was sagt das über Identität generell aus?'

Ideen zur Lernstandserhebung

Lernstandskontrolle

Nach der Spiegel-Skizze erhalten die Schülerinnen und Schüler eine Karte mit der Frage: 'Welche zwei individuellen Merkmale (z.B. Mimik, Farbe, Symbol) hast du in deiner Skizze bewusst eingesetzt, um deine Persönlichkeit auszudrücken? Beschreibe kurz, warum du diese gewählt hast.'

Gegenseitige Bewertung

Nach der Collagen-Porträt-Arbeit hängen die Schülerinnen und Schüler ihre Werke auf. Jeder Schüler erhält zwei Haftnotizen. Eine Notiz ist für positives Feedback ('Was gefällt mir besonders an diesem Selbstporträt und warum?'), die andere für eine konstruktive Frage ('Welche Emotion oder Eigenschaft würdest du gerne noch deutlicher im Porträt erkennen können?').

Kurze Überprüfung

Während der Künstler-Vergleichsarbeit zeigt der Lehrer Ausschnitte von Selbstporträts bekannter Künstler. Die Schülerinnen und Schüler identifizieren in Partnerarbeit, welche Emotionen oder Haltungen die Künstler darstellen wollten, und begründen ihre Einschätzung kurz.

Erweiterungen & Unterstützung

  • Challenge: Fordern Sie die Schülerinnen und Schüler auf, ihr Selbstporträt in einer zweiten Version zu überarbeiten, nachdem sie Feedback von Mitschülerinnen und -schülern erhalten haben.
  • Scaffolding: Geben Sie Schablonen mit vorgezeichneten Gesichtern vor, auf denen die Schülerinnen und Schüler nur noch Emotionen und Symbole einzeichnen müssen.
  • Deeper: Die Schülerinnen und Schüler recherchieren weitere Selbstporträts von Künstlerinnen und Künstlern und erstellen eine Präsentation über die Entwicklung des Selbstporträts in der Kunstgeschichte.

Schlüsselvokabular

ProportionDas Verhältnis der Größe verschiedener Körperteile zueinander, wichtig für eine realistische Darstellung im Selbstporträt.
MimikDer Ausdruck des Gesichts, der Gefühle und Stimmungen wie Freude, Trauer oder Nachdenklichkeit vermittelt.
KörperspracheDie Haltung und Gestik des Körpers, die ebenfalls zur Darstellung von Emotionen und Persönlichkeit im Selbstporträt beiträgt.
FarbkompositionDie bewusste Auswahl und Anordnung von Farben im Bild, um eine bestimmte Stimmung oder Aussage zu erzeugen.
SymbolikDie Verwendung von Objekten oder Farben, die eine tiefere Bedeutung haben und die persönliche Identität im Selbstporträt unterstreichen können.

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