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Geschichte · Klasse 12

Ideen für aktives Lernen

Aufstieg der NSDAP: Propaganda und Wählerschaft

Aktives Lernen funktioniert hier besonders gut, weil Propaganda und Wähleranalyse abstrakte Prozesse greifbar machen. Schülerinnen und Schüler erkennen durch konkrete Quellenarbeit, wie politische Meinungen gezielt geformt wurden. Das fördert kritisches Denken und historische Empathie gleichzeitig.

KMK BildungsstandardsLehrplanPLUS Bayern G9: Lernbereich 12.1: Die Weimarer Republik (Zerstörung der Republik)Kernlehrplan NRW GOSt: Inhaltsfeld 6: Die Weimarer Republik (Aufstieg der NSDAP)KMK Bildungsstandards: Inhaltsfeld 8: Nationalsozialismus und Zweiter Weltkrieg (Aufstieg der NSDAP)
25–45 Min.Partnerarbeit → Ganze Klasse4 Aktivitäten

Aktivität 01

Debatte45 Min. · Kleingruppen

Quellenstationen: Propaganda-Analyse

Richten Sie fünf Stationen ein: Plakate, Reden-Transkripte, Flugblätter, Filme und Symbole. Gruppen rotieren alle 10 Minuten, notieren Zielgruppen, Appelle und Methoden. Abschließend teilen sie Erkenntnisse im Plenum.

Analysieren Sie, wie die NSDAP moderne Wahlkampfmethoden nutzte.

ModerationstippLassen Sie bei den Quellenstationen unterschiedliche Propagandamedien rotieren, damit alle Schüler dieselben Analysefähigkeiten trainieren.

Worauf zu achten istTeilen Sie die Klasse in kleine Gruppen auf und geben Sie jeder Gruppe ein anderes Propagandamedium der NSDAP (z.B. ein Plakat, einen Auszug aus einer Rede, einen Zeitungsartikel). Fordern Sie die Schüler auf, die Hauptbotschaft, die Zielgruppe und die verwendeten emotionalen Appelle zu identifizieren und ihre Ergebnisse der Klasse vorzustellen.

AnalysierenBewertenErschaffenSelbststeuerungEntscheidungsfähigkeit
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Aktivität 02

Debatte30 Min. · Kleingruppen

Wählerprofil-Gruppenarbeit

Teilen Sie Wahldaten von 1928 bis 1933 aus. Gruppen erstellen Diagramme, identifizieren Trends bei Berufsgruppen und diskutieren Anfälligkeit für NS-Versprechen. Präsentation mit Begründung.

Erklären Sie, welche Wählerschichten besonders anfällig für NS-Versprechen waren.

ModerationstippGeben Sie den Wählerprofil-Gruppen klare Rollen vor, zum Beispiel Recherche, Visualisierung oder Präsentation, um Teamarbeit zu strukturieren.

Worauf zu achten istBitten Sie die Schüler, auf einer Karteikarte zwei Sätze zu schreiben, die erklären, warum das Kleinbürgertum eine wichtige Wählergruppe für die NSDAP war, und einen Satz, der die Rolle der konservativen Eliten bei Hitlers Machtergreifung beschreibt.

AnalysierenBewertenErschaffenSelbststeuerungEntscheidungsfähigkeit
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Aktivität 03

Rollenspiel40 Min. · Kleingruppen

Rollenspiel: Eliten-Debatte

Schüler übernehmen Rollen von Industriellen, Offizieren und Politikern 1933. Sie debattieren Hitlers Risiken und Chancen. Moderator notiert Argumente für eine abschließende Reflexion.

Beurteilen Sie, warum die konservativen Eliten Hitler unterschätzten.

ModerationstippSteuern Sie das Rollenspiel zur Eliten-Debatte mit gezielten Impulsfragen, damit die Schüler die strategischen Fehleinschätzungen selbst erkennen.

Worauf zu achten istStellen Sie den Schülern eine Multiple-Choice-Frage: 'Welche der folgenden Gruppen war NICHT eine primäre Zielwählerschaft der NSDAP in den frühen 1930er Jahren?' Optionen könnten sein: a) Arbeitslose, b) Großindustrielle, c) Kleinbürger, d) Landbevölkerung. Besprechen Sie die richtige Antwort und die Gründe dafür.

AnwendenAnalysierenBewertenSozialbewusstseinSelbstwahrnehmung
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Aktivität 04

Debatte25 Min. · Partnerarbeit

Zeitstrahl-Konstruktion

Individuell oder in Paaren bauen Schüler einen interaktiven Zeitstrahl mit Propaganda-Events und Wahlergebnissen. Ergänzen Sie Karten mit regionalen Unterschieden.

Analysieren Sie, wie die NSDAP moderne Wahlkampfmethoden nutzte.

ModerationstippKontrollieren Sie beim Zeitstrahl-Konstruktion Schritt für Schritt die Quellenangaben, damit die Schüler die chronologische Genauigkeit üben.

Worauf zu achten istTeilen Sie die Klasse in kleine Gruppen auf und geben Sie jeder Gruppe ein anderes Propagandamedium der NSDAP (z.B. ein Plakat, einen Auszug aus einer Rede, einen Zeitungsartikel). Fordern Sie die Schüler auf, die Hauptbotschaft, die Zielgruppe und die verwendeten emotionalen Appelle zu identifizieren und ihre Ergebnisse der Klasse vorzustellen.

AnalysierenBewertenErschaffenSelbststeuerungEntscheidungsfähigkeit
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Vorlagen

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Einige Hinweise zum Unterrichten dieser Einheit

Erfahrene Lehrkräfte setzen hier auf eine Kombination aus Quellenarbeit und Perspektivwechsel, um Abstraktes zu konkretisieren. Wichtig ist, dass die Schüler nicht nur Fakten reproduzieren, sondern manipulative Strategien selbst analysieren. Vermeiden Sie reine Frontalunterrichtsphasen, da die emotionale und strategische Dimension der Propaganda sonst verloren geht.

Am Ende der Einheit können die Schülerinnen und Schüler Propaganda-Methoden systematisch einordnen und Wählergruppen mit regionalen Mustern verknüpfen. Sie begründen auch, warum konservative Eliten strategisch scheiterten. Erfolg zeigt sich in präzisen Analysen und reflektierten Debattenbeiträgen.


Vorsicht vor diesen Fehlvorstellungen

  • Während der Wählerprofil-Gruppenarbeit achten Sie darauf, dass Schüler nicht pauschal von 'Arbeiterstimmen' sprechen, sondern die Daten genau auswerten.

    Nutzen Sie die Visualisierungen der Wählerprofile, um regionale und soziale Muster zu vergleichen. Weisen Sie die Gruppen an, konkrete Wahlkreise mit hohen NSDAP-Ergebnissen zu benennen und zu erklären.

  • Bei den Quellenstationen hören Sie häufig, Propaganda sei 'einfach nur plump' gewesen.

    Fordern Sie die Schüler auf, rhetorische Mittel wie Wiederholung, Emotionalisierung und Feindbilder in den Quellen konkret zu benennen. Die Peer-Diskussion nach der Station hilft, den manipulativen Charakter zu entlarven.

  • Im Rollenspiel zur Eliten-Debatte wird oft behauptet, die konservativen Eliten hätten Hitler 'absichtlich' unterstützt.

    Lenken Sie die Debatte mit der Frage: 'Warum unterschätzten sie Hitler taktisch?' und lassen Sie die Schüler eigene strategische Fehleinschätzungen formulieren.


In dieser Übersicht verwendete Methoden