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Politik · Klasse 7

Ideen für aktives Lernen

Was ist Identität? Persönliche und kollektive Merkmale

Aktive Lernformen passen perfekt zu diesem Thema, weil Identität kein abstraktes Konzept bleibt, sondern durch Handeln, Reflektieren und Vergleichen erfahrbar wird. Die Schülerinnen und Schüler brauchen Gelegenheiten, ihre eigenen Gedanken und Erfahrungen mit denen anderer zu verknüpfen, um die Komplexität von Identität zu begreifen. Erst durch aktives Tun wird aus abstrakten Fragen wie 'Wer bin ich?' ein greifbares Verständnis für sich selbst und die Welt um sie herum.

KMK BildungsstandardsKMK: Sekundarstufe I - AnalysekompetenzKMK: Sekundarstufe I - Politische Urteilskompetenz
30–45 Min.Partnerarbeit → Ganze Klasse3 Aktivitäten

Aktivität 01

Ich-Du-Wir (Denken-Austauschen-Vorstellen): Meine Identitäts-Torte

Schüler zeichnen ein Kreisdiagramm und teilen es in Stücke auf, die verschiedene Teile ihrer Identität repräsentieren (Hobbys, Herkunft, Rolle in der Familie). Sie vergleichen ihre 'Torten' und entdecken Gemeinsamkeiten und Unterschiede.

Analysieren Sie, was Sie zu dem macht, der Sie sind.

ModerationstippBei 'Meine Identitäts-Torte' darauf achten, dass die Schülerinnen und Schüler konkrete Beispiele nennen und nicht nur vage Beschreibungen verwenden.

Worauf zu achten istDie Schüler erhalten eine Karte mit zwei Spalten: 'Persönliche Merkmale' und 'Kollektive Merkmale'. Sie sollen jeweils drei Beispiele eintragen, die sie persönlich betreffen. Anschließend beantworten sie die Frage: 'Welches Merkmal beeinflusst Sie aktuell am stärksten und warum?'

VerstehenAnwendenAnalysierenSelbstwahrnehmungBeziehungsfähigkeit
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Aktivität 02

Museumsgang45 Min. · Ganze Klasse

Museumsgang: Stereotype dekonstruieren

An Stationen hängen Bilder von Menschen aus verschiedenen Gruppen. Schüler notieren anonym ihre ersten Assoziationen. Danach wird gemeinsam analysiert, woher diese Bilder kommen und wie sie die Wahrnehmung verzerren.

Erklären Sie, wie man mehrere Heimaten oder Identitäten gleichzeitig haben kann.

ModerationstippBeim 'Gallery Walk: Stereotype dekonstruieren' die Schülerinnen und Schüler explizit auffordern, ihre eigenen Annahmen zu hinterfragen und nicht nur oberflächliche Kommentare zu äußern.

Worauf zu achten istLehrerin/Lehrer gibt das Szenario vor: 'Stellen Sie sich vor, Sie ziehen in ein neues Land. Welche drei Dinge würden Sie mitnehmen, um Ihre Identität zu bewahren, und warum?' Die Schüler diskutieren in Kleingruppen ihre Auswahl und die dahinterliegenden Gründe.

VerstehenAnwendenAnalysierenErschaffenBeziehungsfähigkeitSozialbewusstsein
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Aktivität 03

Forschungskreis40 Min. · Kleingruppen

Forschungskreis: Vorbilder und Idole

In Kleingruppen untersuchen die Schüler, welche Personen (Influencer, Sportler, Politiker) ihre Generation prägen. Sie analysieren, welche Werte diese Vorbilder vermitteln und wie das die Identität der Jugendlichen beeinflusst.

Vergleichen Sie persönliche Identitätsmerkmale mit kollektiven Identitäten.

ModerationstippBei der 'Collaborative Investigation: Vorbilder und Idole' gezielt nachfragen, warum bestimmte Personen als Vorbilder gewählt werden und welche Werte dahinterstehen.

Worauf zu achten istDie Lehrkraft nennt verschiedene Gruppen (z.B. 'Schüler der 7b', 'Fans von FC Bayern', 'Menschen, die gerne lesen'). Die Schüler zeigen mit den Fingern an, wie stark sie sich mit der jeweiligen Gruppe identifizieren (1 = gar nicht, 5 = sehr stark) und begründen kurz ihre Wahl für eine Gruppe.

AnalysierenBewertenErschaffenSelbststeuerungSelbstwahrnehmung
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Vorlagen

Vorlagen, die zu diesen Politik-Aktivitäten passen

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Einige Hinweise zum Unterrichten dieser Einheit

Erfahrene Lehrkräfte beginnen mit der persönlichen Identität, um eine stabile Basis zu schaffen, bevor sie zu kollektiven Identitäten überleiten. Wichtig ist, Vorurteile nicht zu moralisieren, sondern durch konkrete Beispiele und Reflexion zu hinterfragen. Medienkompetenz spielt eine zentrale Rolle, da Schülerinnen und Schüler lernen müssen, wie Identitätsbilder in sozialen Medien konstruiert und vermittelt werden. Vermeiden Sie es, Identität als etwas Einmaliges und Unveränderliches darzustellen – stattdessen betonen Sie die Vielfalt und Dynamik.

Erfolgreiches Lernen zeigt sich darin, dass die Schülerinnen und Schüler erkennen, dass Identität aus vielen Facetten besteht und sich ständig weiterentwickelt. Sie können persönliche und kollektive Merkmale benennen und erklären, wie diese durch ihr Umfeld geprägt werden. Zudem hinterfragen sie Vorurteile kritisch und verstehen, dass Identitäten nicht starr, sondern dynamisch sind.


Vorsicht vor diesen Fehlvorstellungen

  • Während der Aktivität 'Meine Identitäts-Torte' beachten Sie, dass einige Schülerinnen und Schüler denken, sie hätten nur eine einzige, feste Identität und versuchen, ihre 'Torte' auf eine Scheibe zu reduzieren.

    Fordern Sie die Schülerinnen und Schüler explizit auf, mindestens fünf verschiedene Identitätsmerkmale zu benennen und zu erklären, warum diese Merkmale je nach Situation unterschiedlich stark ausgeprägt sein können.

  • Während des 'Gallery Walk: Stereotype dekonstruieren' kommt es vor, dass Schülerinnen und Schüler Vorurteile als Problem anderer Personen darstellen und nicht als etwas, das auch in ihnen selbst verankert sein könnte.

    Lenken Sie die Aufmerksamkeit auf die eigenen Kategorisierungen der Schülerinnen und Schüler, indem Sie sie auffordern, Beispiele aus ihrem eigenen Umfeld zu nennen, in denen sie ähnliche Denkmuster erkannt haben.


In dieser Übersicht verwendete Methoden