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Politik · Klasse 7

Ideen für aktives Lernen

Schülervertretung (SV): Aufbau und Einfluss

Aktives Lernen funktioniert hier besonders gut, weil die Schüler durch konkrete Rollen und Entscheidungsprozesse die Wirkung von Politik auf ihre Lebenswelt unmittelbar erleben. Die Simulation und die Analyse lokaler Beispiele machen abstrakte Strukturen greifbar und motivieren zur eigenen Initiative.

KMK BildungsstandardsKMK: Sekundarstufe I - Politische HandlungskompetenzKMK: Sekundarstufe I - Methodenkompetenz
25–60 Min.Partnerarbeit → Ganze Klasse3 Aktivitäten

Aktivität 01

Planspiel60 Min. · Ganze Klasse

Planspiel: Der Jugendstadtrat

Die Klasse simuliert eine Sitzung, in der über die Verteilung eines Budgets von 50.000 Euro für Jugendprojekte entschieden wird. Verschiedene Gruppen reichen Anträge ein (z.B. WLAN im Park, Sanierung des Sportplatzes) und müssen Mehrheiten für ihren Vorschlag gewinnen.

Vergleichen Sie die Aufgaben eines Klassensprechers mit denen eines SV-Mitglieds.

ModerationstippLegen Sie in der Simulation 'Der Jugendstadtrat' klare Rollenbeschreibungen und Entscheidungsregeln fest, damit die Schüler den Prozess der Mehrheitsfindung und Kompromissbildung nachvollziehen.

Worauf zu achten istDie Schüler erhalten eine Karte mit den Begriffen 'Klassensprecher' und 'SV-Mitglied'. Sie sollen jeweils zwei konkrete Aufgaben aufschreiben, die typisch für die jeweilige Rolle sind und sich voneinander unterscheiden.

AnwendenAnalysierenBewertenErschaffenSozialbewusstseinEntscheidungsfähigkeit
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Aktivität 02

Museumsgang40 Min. · Kleingruppen

Museumsgang: Engagement in meiner Stadt

Schüler recherchieren im Vorfeld lokale Vereine, Jugendfeuerwehren oder Parteijugendorganisationen. Sie erstellen Steckbriefe, die im Klassenraum aufgehängt werden, und bewerten gegenseitig die Einflussmöglichkeiten dieser Organisationen.

Beurteilen Sie, wie die SV effektiv die Interessen aller Schüler vertreten kann.

ModerationstippBeim Gallery Walk 'Engagement in meiner Stadt' achten Sie darauf, dass die Schüler nicht nur Beispiele sammeln, sondern auch die Unterschiede zwischen formellen und informellen Beteiligungsformen herausarbeiten.

Worauf zu achten istLehrerfrage: 'Stellen Sie sich vor, die SV möchte eine neue Regelung für die Nutzung von Handys in den Pausen einführen. Welche Schritte müsste die SV unternehmen, um diese Regelung erfolgreich durchzusetzen und wie könnten sie sicherstellen, dass die Interessen aller Schüler berücksichtigt werden?'

VerstehenAnwendenAnalysierenErschaffenBeziehungsfähigkeitSozialbewusstsein
Komplette Unterrichtsstunde erstellen

Aktivität 03

Ich-Du-Wir (Denken-Austauschen-Vorstellen): Mein Anliegen an das Rathaus

Jeder Schüler notiert ein konkretes Problem in seinem Wohnort. In Paaren wird geprüft, wer dafür zuständig sein könnte (Bürgermeister, Stadtwerke, Verein), bevor im Plenum die effektivsten Wege der Kontaktaufnahme besprochen werden.

Entwickeln Sie Strategien, um die Beteiligung an SV-Projekten zu erhöhen.

ModerationstippFühren Sie beim Think-Pair-Share 'Mein Anliegen an das Rathaus' eine klare Zeitvorgabe ein, damit die Diskussion fokussiert bleibt und alle Schüler zu Wort kommen.

Worauf zu achten istDie Schüler erhalten eine Liste mit potenziellen SV-Aufgaben (z.B. Organisation eines Schulfestes, Vertretung bei Konflikten mit Lehrern, Verwaltung des SV-Budgets). Sie sollen für jede Aufgabe kurz begründen, ob und wie die SV darauf Einfluss nehmen kann.

VerstehenAnwendenAnalysierenSelbstwahrnehmungBeziehungsfähigkeit
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Vorlagen

Vorlagen, die zu diesen Politik-Aktivitäten passen

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Einige Hinweise zum Unterrichten dieser Einheit

Erfahrene Lehrkräfte setzen hier auf handlungsorientierte Methoden, um die Distanz der Schüler zu politischen Prozessen abzubauen. Wichtig ist, dass die Schüler verstehen, dass Politik nicht nur in Berlin stattfindet, sondern auch vor der eigenen Haustür. Vermeiden Sie rein theoretische Erklärungen – stattdessen lernen die Schüler durch eigenes Handeln und Reflexion.

Erfolgreich ist die Umsetzung, wenn die Schüler den Unterschied zwischen formaler und informeller Beteiligung erkennen und konkrete Schritte zur Durchsetzung eines Anliegens benennen können. Die Aktivitäten sollen ihnen zeigen, dass sie als Jugendliche bereits jetzt Einfluss nehmen können.


Vorsicht vor diesen Fehlvorstellungen

  • Während der Simulation 'Der Jugendstadtrat' beobachten Sie, ob Schüler annehmen, dass der Bürgermeister allein entscheidet. Lenken Sie ihre Aufmerksamkeit auf die Rollenkarten und Gemeinderatsprotokolle, um zu zeigen, dass Beschlüsse nur mit Mehrheit und unter Einbindung des Rates erfolgen.

    Während der Simulation 'Der Jugendstadtrat' nutzen Sie die Gemeinderatsprotokolle, um den Schülern zu verdeutlichen, dass der Bürgermeister an die Beschlüsse des Rates gebunden ist und Mehrheiten für seine Pläne benötigt. Die Schüler sollen während der Abstimmungen auf die Diskussionsbeiträge und Kompromissfindung achten.

  • Während des Gallery Walks 'Engagement in meiner Stadt' hören Sie Schüler sagen, dass Jugendliche in der Stadtpolitik keine Chance haben. Weisen Sie sie auf die gesetzlichen Grundlagen in den Jugendparlamentsprotokollen hin und lassen Sie sie konkrete Beteiligungsmöglichkeiten benennen.

    Während des Gallery Walks 'Engagement in meiner Stadt' verweisen Sie die Schüler auf die Jugendparlamentsprotokolle oder Gemeindeordnungen, die sie vor Ort einsehen können. Bitten Sie sie, nach Beispielen zu suchen, in denen Jugendliche offiziell gehört wurden, und zu beschreiben, wie diese Beteiligung zustande kam.


In dieser Übersicht verwendete Methoden