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Politik · Klasse 7

Ideen für aktives Lernen

Politische Parteien: Vielfalt der Meinungen

Aktives Lernen funktioniert besonders gut bei diesem Thema, weil die Schülerinnen und Schüler Demokratie nicht nur theoretisch verstehen, sondern durch Simulationen und Debatten direkt erleben können. Die Auseinandersetzung mit echten Wahlprozessen und Entscheidungen macht abstrakte Konzepte greifbar und fördert die politische Urteilsfähigkeit.

KMK BildungsstandardsKMK: Sekundarstufe I - AnalysekompetenzKMK: Sekundarstufe I - Politische Urteilskompetenz
25–60 Min.Partnerarbeit → Ganze Klasse3 Aktivitäten

Aktivität 01

Planspiel60 Min. · Ganze Klasse

Planspiel: Die Juniorwahl

Die Klasse führt eine realitätsgetreue Wahl durch. Es gibt Wahlkabinen, Stimmzettel mit Erst- und Zweitstimme und einen Wahlvorstand. Nach der Auszählung wird analysiert, wie sich Überhang- und Ausgleichsmandate (vereinfacht) auswirken könnten.

Begründen Sie, warum Parteien für eine funktionierende Demokratie notwendig sind.

ModerationstippWährend der Juniorwahl sollten Sie gezielt beobachten, ob die Schüler die Unterschiede zwischen Erst- und Zweitstimme in ihren Wahlbenachrichtigungen erkennen und anwenden.

Worauf zu achten istStellen Sie die Frage: 'Warum sind Parteien für eine funktionierende Demokratie notwendig?' Lassen Sie die Schüler in Kleingruppen Argumente sammeln und dann im Plenum die wichtigsten Funktionen von Parteien diskutieren und festhalten.

AnwendenAnalysierenBewertenErschaffenSozialbewusstseinEntscheidungsfähigkeit
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Aktivität 02

Debatte45 Min. · Ganze Klasse

Debatte: Wählen mit 16?

Schüler sammeln in Gruppen Argumente für und gegen die Senkung des Wahlalters. In einer formalen Debatte treten Vertreter beider Seiten gegeneinander an, während der Rest der Klasse als Jury die Überzeugungskraft bewertet.

Vergleichen Sie die Grundwerte und Ziele der großen Volksparteien in Deutschland.

ModerationstippIn der Debatte 'Wählen mit 16' achten Sie darauf, dass beide Seiten ihre Argumente mit konkreten Beispielen aus dem deutschen Wahlsystem stützen.

Worauf zu achten istGeben Sie den Schülern eine Tabelle mit den Namen der großen deutschen Parteien und leeren Feldern für 'Grundwerte' und 'Ziele'. Bitten Sie sie, diese Felder basierend auf den Unterrichtsinhalten oder kurzen Rechercheaufträgen auszufüllen und dann die Unterschiede zu benennen.

AnalysierenBewertenErschaffenSelbststeuerungEntscheidungsfähigkeit
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Aktivität 03

Ich-Du-Wir (Denken-Austauschen-Vorstellen): Die Wahlgrundsätze

Jeder Schüler erhält einen der fünf Wahlgrundsätze und überlegt sich ein Beispiel, was passieren würde, wenn dieser verletzt würde (z.B. nicht geheim). Partner tauschen sich aus und präsentieren ihre 'Horrorszenarien' der Klasse.

Beurteilen Sie, ob Parteien verboten werden sollten, wenn sie die Demokratie ablehnen.

ModerationstippBeim Think-Pair-Share zu den Wahlgrundsätzen wiederholen Sie die Begriffe nach jeder Runde, um Missverständnisse sofort zu klären.

Worauf zu achten istLassen Sie die Schüler auf einem Zettel eine kurze Antwort auf die Frage geben: 'Sollten Parteien, die die Demokratie ablehnen, verboten werden? Begründen Sie Ihre Meinung mit einem Argument.' Sammeln Sie die Antworten zur Überprüfung des Verständnisses der Urteilskompetenz.

VerstehenAnwendenAnalysierenSelbstwahrnehmungBeziehungsfähigkeit
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Vorlagen

Vorlagen, die zu diesen Politik-Aktivitäten passen

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Einige Hinweise zum Unterrichten dieser Einheit

Erfahrene Lehrkräfte beginnen mit einer klaren Visualisierung des Wahlsystems, etwa durch ein selbst erstelltes Schaubild an der Tafel. Vermeiden Sie es, die Parteien zu bewerten oder zu vereinfachen, um Neutralität zu wahren. Nutzen Sie aktuelle Wahlergebnisse oder Beispiele aus dem Schulort, um Bezüge zur Lebenswelt der Schüler herzustellen. Die Forschung zeigt, dass Diskussionen über Wahlbeteiligung und Nichtwähler besonders wirksam sind, wenn sie mit lokalen Daten verbunden werden.

Am Ende der Einheit sollten die Schülerinnen und Schüler die Wahlgrundsätze erklären und ihre Bedeutung für die Stabilität der Demokratie begründen können. Sie erkennen die Unterschiede zwischen Erst- und Zweitstimme und verstehen, wie eine Wahlbeteiligung die Machtverteilung beeinflusst.


Vorsicht vor diesen Fehlvorstellungen

  • Während der Juniorwahl beobachten viele Schüler, dass die Erststimme stärker zählt als die Zweitstimme.

    Nutzen Sie die Auszählphase der Juniorwahl, um gemeinsam mit der Klasse zu berechnen, wie viele Mandate eine Partei durch die Zweitstimmen erhält. Zeigen Sie dabei konkret, dass die Zweitstimme die Sitzverteilung im Bundestag bestimmt.

  • Während der Debatte 'Wählen mit 16' argumentieren einige Schüler, dass Nichtwählen ein legitimer Protest sei.

    Verwenden Sie die Debattenstruktur, um die Klasse zu einer Simulation zu führen: Berechnen Sie, wie sich die Sitzverteilung im Bundestag ändert, wenn nur 60% der Wahlberechtigten wählen. Zeigen Sie so, dass Nichtwählen die Stimmen der extremen Parteien indirekt stärkt.


In dieser Übersicht verwendete Methoden