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Politik · Klasse 13

Ideen für aktives Lernen

Grundlagen des Klimawandels und seine Folgen

Aktive Lernformen eignen sich besonders, weil die Schülerinnen und Schüler komplexe Zusammenhänge des Klimawandels durch eigenes Handeln verstehen. Durch Experimente, Diskussionen und Datenanalysen werden abstrakte Konzepte greifbar, was nachhaltiges Lernen fördert und Missverständnisse reduziert.

KMK BildungsstandardsKMK: Sekundarstufe II - Nachhaltige EntwicklungKMK: Sekundarstufe II - Analysekompetenz
35–60 Min.Partnerarbeit → Ganze Klasse4 Aktivitäten

Aktivität 01

Concept-Mapping50 Min. · Kleingruppen

Stationenrotation: Ursachen und Folgen

Richten Sie fünf Stationen ein: CO₂-Quellen (Modelle fossiler Brennstoffe), Treibhauseffekt (Plastikflaschen-Experiment), globale Folgen (IPCC-Karten), regionale Beispiele (Deutschlandkarten) und Maßnahmen (Infografiken). Gruppen rotieren alle 10 Minuten, notieren Beobachtungen und diskutieren in Plenum.

Erklären Sie die Ursachen des anthropogenen Klimawandels.

ModerationstippStellen Sie bei der Stationenrotation sicher, dass jede Station eine klare Aufgabenstellung und Materialien enthält, die auch ohne Vorwissen bearbeitet werden können.

Worauf zu achten istDie Schüler erhalten eine Karte mit einem der Haupttreibhausgase (CO₂, Methan, Lachgas). Sie sollen eine kurze Erklärung schreiben, wie dieses Gas zur Erwärmung beiträgt und welche menschliche Aktivität hauptsächlich dafür verantwortlich ist.

VerstehenAnalysierenErschaffenSelbstwahrnehmungSelbststeuerung
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Aktivität 02

Concept-Mapping45 Min. · Partnerarbeit

Datenanalyse: IPCC-Berichte

Teilen Sie Auszüge aus IPCC-Berichten aus. Schüler extrahieren in Paaren Daten zu Temperaturtrends und Folgen, erstellen Diagramme und interpretieren Trends. Abschließende Klassendiskussion bewertet Dringlichkeit.

Analysieren Sie die regionalen und globalen Folgen des Klimawandels.

ModerationstippFordern Sie die Schülerinnen und Schüler beim Datenanalyse-Projekt auf, zunächst Hypothesen zu formulieren, bevor sie die IPCC-Daten interpretieren.

Worauf zu achten istStellen Sie die Frage: 'Welche drei globalen Folgen des Klimawandels halten Sie für am dringlichsten und warum?' Die Schüler diskutieren in Kleingruppen und präsentieren ihre Top-3-Liste mit Begründung.

VerstehenAnalysierenErschaffenSelbstwahrnehmungSelbststeuerung
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Aktivität 03

Rollenspiel60 Min. · Kleingruppen

Rollenspiel: Klimagipfel

Schüler verkörpern Ländervertreter, NGOs oder Wissenschaftler. Sie verhandeln Schutzmaßnahmen basierend auf Folgenanalysen. Protokollierung führt zu einer Klassenresolution.

Bewerten Sie die Dringlichkeit von Klimaschutzmaßnahmen.

ModerationstippAchten Sie beim Rollenspiel darauf, dass die Rollenkarten nicht nur Positionen, sondern auch konkrete Interessen und Argumente enthalten.

Worauf zu achten istZeigen Sie eine Grafik, die die globale Durchschnittstemperatur und die CO₂-Konzentration über die letzten 100 Jahre darstellt. Fragen Sie die Schüler: 'Beschreiben Sie die Beziehung zwischen diesen beiden Kurven und erklären Sie, was sie wissenschaftlich bedeutet.'

AnwendenAnalysierenBewertenSozialbewusstseinSelbstwahrnehmung
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Aktivität 04

Concept-Mapping35 Min. · Einzelarbeit

Experiment: CO₂-Messung

Verwenden Sie Sensoren, um CO₂-Emissionen bei Alltagsaktivitäten zu messen. Schüler vergleichen Werte, berechnen Beiträge zum Klimawandel und schlagen Reduktionsideen vor.

Erklären Sie die Ursachen des anthropogenen Klimawandels.

ModerationstippLassen Sie beim CO₂-Experiment die Schülerinnen und Schüler eigenständig Messprotokolle erstellen, um die Auswertung zu üben.

Worauf zu achten istDie Schüler erhalten eine Karte mit einem der Haupttreibhausgase (CO₂, Methan, Lachgas). Sie sollen eine kurze Erklärung schreiben, wie dieses Gas zur Erwärmung beiträgt und welche menschliche Aktivität hauptsächlich dafür verantwortlich ist.

VerstehenAnalysierenErschaffenSelbstwahrnehmungSelbststeuerung
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Vorlagen

Vorlagen, die zu diesen Politik-Aktivitäten passen

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Einige Hinweise zum Unterrichten dieser Einheit

Erfahrungsgemäß gelingt der Unterricht am besten, wenn Sie wissenschaftliche Inhalte mit Alltagsbezug verknüpfen und Raum für kontroverse Diskussionen schaffen. Vermeiden Sie es, Klimawandel als moralisches Thema zu behandeln, sondern betonen Sie die naturwissenschaftlichen Grundlagen. Nutzen Sie aktuelle Daten und lokale Beispiele, um die globale Problematik greifbar zu machen. Forschung zeigt, dass projektbasiertes Lernen hier besonders wirksam ist.

Am Ende sollen die Schülerinnen und Schüler die anthropogenen Ursachen des Klimawandels benennen, regionale Folgen erklären und wissenschaftliche Evidenz nutzen können, um Fehlvorstellungen zu korrigieren. Erfolg zeigt sich in präzisen Erklärungen, datenbasierten Argumenten und der Fähigkeit, Ursachen-Wirkungs-Zusammenhänge darzustellen.


Vorsicht vor diesen Fehlvorstellungen

  • Während der Stationenrotation zur Ursachenanalyse wird oft behauptet, der Klimawandel sei rein eine natürliche Schwankung.

    Nutzen Sie die Station mit historischen und aktuellen CO₂-Kurven: Lassen Sie die Schülerinnen und Schüler die Kurven vergleichen und mit Isotopenanalysen abgleichen, um den menschlichen Einfluss sichtbar zu machen.

  • Beim Experiment zur CO₂-Messung wird fälschlicherweise angenommen, dass das Ozonloch den Klimawandel verursacht.

    Verweisen Sie auf die Stationenexperimente zu Ozonabbau und Treibhauseffekt: Die Schülerinnen und Schüler sollen beide Phänomene direkt vergleichen und Unterschiede in ihren Wirkungen herausarbeiten.

  • Im Rollenspiel zum Klimagipfel wird behauptet, Pflanzen könnten alle CO₂-Emissionen kompensieren.

    Nutzen Sie die Modellierungsphase im Rollenspiel: Die Schülerinnen und Schüler sollen mithilfe von Daten zu Waldverlusten und Emissionskurven die Grenzen der Kompensation quantitativ analysieren.


In dieser Übersicht verwendete Methoden