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Mathematik · Klasse 6 · Ganze Zahlen und Koordinatensystem · 2. Halbjahr

Multiplikation und Division ganzer Zahlen

Die Schülerinnen und Schüler lernen die Regeln für die Multiplikation und Division ganzer Zahlen kennen und wenden sie an.

KMK BildungsstandardsKMK: Sekundarstufe I - Zahlen und OperationenKMK: Sekundarstufe I - Mathematisch argumentieren

Über dieses Thema

In diesem Thema lernen Schülerinnen und Schüler die Regeln für Multiplikation und Division ganzer Zahlen kennen. Sie üben Vorzeichenregeln und wenden sie in Rechenaufgaben an. Der Fokus liegt auf dem Verständnis, warum das Produkt zweier negativer Zahlen positiv ist und wie Division mit Vorzeichen funktioniert. Bezugnehmend auf KMK-Standards zu Zahlen und Operationen sowie mathematischem Argumentieren, fördert das Thema rechentechnische Sicherheit und Begründungsfähigkeit.

Praktische Übungen kombinieren alle Grundrechenarten mit ganzen Zahlen. Schülerinnen und Schüler lösen Sachaufgaben, die reale Kontexte wie Temperaturdifferenzen oder Finanzberechnungen abbilden. Sie argumentieren über Regeln und entdecken Muster durch Beispiele. Lehrerinnen und Lehrer können visuelle Hilfsmittel wie Zahlstrahlen oder Temperaturmodelle einsetzen, um abstrakte Regeln greifbar zu machen.

Aktives Lernen nutzt hier Paar- oder Gruppenarbeit, um Schülerinnen und Schüler zum Erklären und Diskutieren der Vorzeichenregeln anzuregen. Das stärkt das Verständnis nachhaltig, da sie Regeln selbst entdecken und anwenden, statt sie nur auswendig zu lernen.

Leitfragen

  1. Warum ist das Produkt zweier negativer Zahlen positiv?
  2. Erkläre die Vorzeichenregeln bei der Division ganzer Zahlen.
  3. Entwirf eine Aufgabe, die alle vier Grundrechenarten mit ganzen Zahlen kombiniert.

Lernziele

  • Berechne das Produkt und den Quotienten zweier ganzer Zahlen unter Anwendung der korrekten Vorzeichenregeln.
  • Erkläre die Regel für das Vorzeichen des Produkts zweier negativer ganzer Zahlen mithilfe von Beispielen.
  • Entwirf eine Rechengeschichte, die die Multiplikation und Division ganzer Zahlen in einem realistischen Kontext verwendet.
  • Vergleiche die Ergebnisse von Multiplikations- und Divisionsaufgaben mit unterschiedlichen Vorzeichenkombinationen.

Bevor es losgeht

Grundrechenarten mit natürlichen Zahlen

Warum: Die Schülerinnen und Schüler müssen die grundlegenden Operationen der Addition, Subtraktion, Multiplikation und Division mit positiven Zahlen beherrschen.

Einführung in ganze Zahlen

Warum: Ein Verständnis des Konzepts negativer Zahlen und ihrer Position auf dem Zahlenstrahl ist notwendig, um Operationen damit durchführen zu können.

Schlüsselvokabular

ganze ZahlenUmfassen alle natürlichen Zahlen (1, 2, 3, ...), ihre negativen Gegenstücke (-1, -2, -3, ...) sowie die Null (0).
ProduktDas Ergebnis der Multiplikation zweier oder mehrerer Zahlen.
QuotientDas Ergebnis der Division einer Zahl durch eine andere Zahl.
VorzeichenregelnRegeln, die bestimmen, welches Vorzeichen das Ergebnis einer Rechenoperation hat, wenn ganze Zahlen mit unterschiedlichen oder gleichen Vorzeichen multipliziert oder dividiert werden.

Vorsicht vor diesen Fehlvorstellungen

Häufige FehlvorstellungDas Produkt zweier negativer Zahlen ist negativ.

Was Sie stattdessen lehren sollten

Das Produkt ist positiv, da negatives mal negatives positiv ergibt. Beide Vorzeichen heben sich auf.

Häufige FehlvorstellungBei Division gilt die Vorzeichenregel nicht.

Was Sie stattdessen lehren sollten

Die Regel gilt: Minus geteilt durch Minus ergibt Plus, Plus durch Minus ergibt Minus.

Häufige FehlvorstellungDivision ganzer Zahlen führt immer zu Brüchen.

Was Sie stattdessen lehren sollten

Bei ganzen Zahlen ergibt Division oft ganze Zahlen, wenn teilbar; sonst Dezimalzahlen.

Ideen für aktives Lernen

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Bezüge zur Lebenswelt

  • Ein Thermometer zeigt die täglichen Höchst- und Tiefsttemperaturen. Die Differenz zwischen einer Tiefsttemperatur von -5°C und einer Höchsttemperatur von 3°C kann mithilfe von Subtraktion ganzer Zahlen berechnet werden, was die Anwendung in der Meteorologie verdeutlicht.
  • Bei Finanztransaktionen können Schulden als negative Zahlen dargestellt werden. Wenn beispielsweise ein Konto jeden Monat 50 € im Minus ist, kann die Gesamtsumme nach 4 Monaten durch Multiplikation (-50 € * 4) berechnet werden, was für Banken und Buchhalter relevant ist.

Ideen zur Lernstandserhebung

Lernstandskontrolle

Geben Sie jeder Schülerin und jedem Schüler eine Karte mit einer Aufgabe, z.B. "Berechne (-7) * 4" oder "Dividiere 24 durch (-3)". Bitten Sie sie, die Lösung aufzuschreiben und kurz zu erklären, welche Vorzeichenregel sie angewendet haben.

Kurze Überprüfung

Stellen Sie eine Reihe von Aufgaben an die Tafel, die alle vier Grundrechenarten mit ganzen Zahlen beinhalten. Lassen Sie die Schülerinnen und Schüler die Ergebnisse auf ihren Whiteboards zeigen. Fragen Sie gezielt: "Warum ist das Ergebnis hier positiv/negativ?"

Diskussionsfrage

Lassen Sie die Schülerinnen und Schüler in Kleingruppen diskutieren: "Erfindet eine kurze Geschichte, in der sowohl Multiplikation als auch Division mit negativen Zahlen vorkommt. Stellt eure Geschichte der Klasse vor und erklärt die Rechenschritte."

Häufig gestellte Fragen

Warum ist das Produkt zweier negativer Zahlen positiv?
Das ergibt sich aus der schrittweisen Multiplikation. Negativ mal positiv ist negativ, dann negativ mal negativ kehrt das Vorzeichen um. Praktisch: Schulden verdoppeln (negativ) zweimal führt zu positivem Guthaben. Schülerinnen und Schüler entdecken dies durch Beispiele wie (-2) x (-3) = 6. Das fördert intuitives Verständnis der Regeln und verhindert Auswendiglernen.
Wie erklärt man Vorzeichenregeln bei der Division?
Division folgt denselben Regeln wie Multiplikation: Gleichzeichen ergeben Plus, ungleiche Minus. Beispiel: -12 / -4 = 3, da Kehrwert der Multiplikation. Verwenden Sie Modelle wie Geld oder Temperatur, um es greifbar zu machen. Schülerinnen und Schüler üben mit Tabellen, um Muster zu erkennen und anzuwenden.
Warum ist aktives Lernen bei diesem Thema vorteilhaft?
Aktives Lernen lässt Schülerinnen und Schüler Regeln durch Experimentieren entdecken, z. B. in Paaren mit Karten. Sie erklären sich gegenseitig und korrigieren Fehler sofort. Das vertieft das Verständnis der Vorzeichenregeln und macht Mathematik lebendig. Im Vergleich zum reinen Vortrag bleibt Wissen länger haften, da emotionale Beteiligung und Peer-Feedback wirken.
Wie kombiniert man alle Grundrechenarten mit ganzen Zahlen?
Entwerfen Sie Aufgaben wie: Berechne ( -5 + 3 ) x ( -2 ) / 1. Schülerinnen und Schüler lösen schrittweise und begründen Vorzeichen. Nutzen Sie Alltagskontexte wie Budgetplanung. Das trainiert Reihenfolge und Regeln gleichzeitig.

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