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Kunst · Klasse 7 · Kunst und Identität: Selbstporträt und Rollenbilder · 2. Halbjahr

Das expressive Selbstporträt

Die Schülerinnen und Schüler gestalten Selbstporträts, die innere Gefühle und Stimmungen ausdrücken, nicht nur äußere Ähnlichkeit.

KMK BildungsstandardsBild des MenschenProduktion

Über dieses Thema

Das expressive Selbstporträt lädt Schülerinnen und Schüler der Klasse 7 ein, ihre inneren Gefühle und Stimmungen durch Farben, Formen und Kompositionen darzustellen, statt nur äußere Züge nachzuahmen. Sie experimentieren mit kräftigen Rot- und Orangetönen für Energie oder gedämpften Blautönen für Melancholie und lernen, wie verzerrte Proportionen emotionale Intensität verstärken. Dies entspricht den KMK-Standards zum 'Bild des Menschen' und 'Produktion' und verbindet persönliche Reflexion mit künstlerischem Schaffen.

In der Einheit 'Kunst und Identität: Selbstporträt und Rollenbilder' vergleichen Lernende Werke aus verschiedenen Epochen, etwa Rembrandts introspektive Schatten mit Frida Kahlos symbolischer Selbstinszenierung. Sie analysieren, wie Künstler Facetten ihrer Persönlichkeit hervorheben, und diskutieren kulturelle Einflüsse auf Rollenbilder. Solche Vergleiche schärfen das Auge für Kunstgeschichte und fördern ein nuanciertes Verständnis von Identität.

Aktives Lernen eignet sich besonders gut für dieses Thema, weil Schülerinnen und Schüler ihre Emotionen direkt ausprobieren und durch Peer-Feedback verfeinern können. Hands-on-Experimente mit Materialien machen abstrakte Gefühle konkret, steigern die Motivation und bauen Selbstwirksamkeit im kreativen Prozess auf.

Leitfragen

  1. Wie kann man innere Gefühle durch Farben und Formen im Selbstporträt darstellen?
  2. Vergleichen Sie die Darstellung des Selbst in verschiedenen Epochen der Kunstgeschichte.
  3. Gestalten Sie ein Selbstporträt, das eine bestimmte Facette Ihrer Persönlichkeit hervorhebt.

Lernziele

  • Analysieren, wie Künstler wie Käthe Kollwitz oder Edvard Munch durch Linienführung und Farbgebung Emotionen wie Angst oder Trauer in ihren Selbstporträts darstellen.
  • Vergleichen Sie die Techniken und die emotionale Wirkung von Selbstporträts aus der Romantik mit denen des Expressionismus.
  • Entwerfen Sie ein Selbstporträt, das bewusst eine bestimmte Farbe oder Form nutzt, um eine spezifische innere Stimmung oder ein Gefühl zu kommunizieren.
  • Erklären Sie, wie die Verzerrung von Gesichtszügen in einem Selbstporträt die Intensität eines Gefühls wie Wut oder Freude verstärken kann.
  • Bewerten Sie die Wirksamkeit eines Selbstporträts bei der Vermittlung eines bestimmten Gefühls, basierend auf den Kriterien der Farbgebung und Komposition.

Bevor es losgeht

Grundlagen der Farblehre (Primär-, Sekundärfarben, Farbkontraste)

Warum: Schüler müssen die Grundlagen der Farbwirkung verstehen, um gezielt expressive Farben einsetzen zu können.

Grundlegende Zeichentechniken (Linienführung, einfache Formen)

Warum: Ein Verständnis für Linien und Formen ist notwendig, um diese gezielt für den Ausdruck von Emotionen verzerren oder einsetzen zu können.

Schlüsselvokabular

Expressive FarbenFarben, die nicht die Wirklichkeit abbilden, sondern dazu dienen, Gefühle und Stimmungen auszudrücken, wie z.B. leuchtendes Rot für Leidenschaft oder dunkles Blau für Melancholie.
FormverzerrungDie bewusste Veränderung von Proportionen oder Formen in einer Darstellung, um eine emotionale Wirkung zu erzielen oder eine innere Realität zu verdeutlichen.
KompositionDie Anordnung von Elementen wie Linien, Formen und Farben innerhalb eines Kunstwerks, um eine bestimmte Wirkung oder Botschaft zu erzielen.
SymbolikDie Verwendung von Bildern oder Objekten, die eine tiefere, oft abstrakte Bedeutung haben und Gefühle oder Ideen repräsentieren, wie z.B. eine Rose für Liebe.

Vorsicht vor diesen Fehlvorstellungen

Häufige FehlvorstellungEin Selbstporträt muss immer fotorealistisch ähnlich sein.

Was Sie stattdessen lehren sollten

Viele Schülerinnen und Schüler glauben, Ähnlichkeit sei das Hauptziel, doch expressive Porträts priorisieren Emotionen. Aktive Experimente mit Verzerrungen und Farben zeigen, wie Abstraktion Gefühle verstärkt. Peer-Diskussionen klären diesen Unterschied und machen den expressiven Ansatz greifbar.

Häufige FehlvorstellungFarben drücken keine Gefühle aus, nur Formen.

Was Sie stattdessen lehren sollten

Lernende unterschätzen oft die emotionale Wirkung von Farben. Durch Farbexperimente in Paaren entdecken sie Kontraste wie Warm-Kalt. Kollaboratives Feedback hilft, subjektive Wahrnehmungen zu teilen und die Vielfalt zu verstehen.

Häufige FehlvorstellungHistorische Porträts zeigen immer die reale Persönlichkeit.

Was Sie stattdessen lehren sollten

Schülerinnen und Schüler sehen Epochenporträts als reine Abbilder. Vergleichsstationen enthüllen Inszenierungen und Rollen. Gruppenanalysen fördern kritisches Denken und verbinden Vergangenheit mit eigenem Schaffen.

Ideen für aktives Lernen

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Bezüge zur Lebenswelt

  • Theater- und Filmschauspieler nutzen ihr Wissen über Mimik und Körpersprache, um Emotionen authentisch darzustellen. Sie üben oft vor dem Spiegel, um ihre Gesichtsausdrücke zu verfeinern und so die Gefühle ihrer Charaktere für das Publikum glaubhaft zu machen.
  • Grafikdesigner und Illustratoren erstellen visuelle Darstellungen für Bücher, Websites und Werbung. Sie wählen Farben, Formen und Stile bewusst aus, um beim Betrachter bestimmte Stimmungen oder Reaktionen hervorzurufen, beispielsweise ein fröhliches Design für ein Kinderbuch.

Ideen zur Lernstandserhebung

Lernstandskontrolle

Die Schülerinnen und Schüler erhalten ein Blatt mit drei Feldern: 'Farbe', 'Form', 'Gefühl'. Sie sollen für jedes Feld ein Beispiel aus ihrem eigenen Selbstporträt nennen und kurz erklären, warum sie diese Wahl getroffen haben.

Gegenseitige Bewertung

Zwei Schüler tauschen ihre unfertigen Selbstporträts. Jeder Schüler gibt dem anderen zwei spezifische Rückmeldungen: Eine positive Bemerkung zur emotionalen Wirkung und eine Frage zur weiteren Verbesserung der Ausdruckskraft.

Diskussionsfrage

Lehrerin: 'Betrachtet eure Selbstporträts. Welches Gefühl wolltet ihr am stärksten ausdrücken? Nennt eine konkrete künstlerische Entscheidung (Farbe, Linie, Form), die euch geholfen hat, dieses Gefühl zu zeigen. Nennt eine andere Entscheidung, die ihr vielleicht noch anpassen würdet.'

Häufig gestellte Fragen

Wie stellt man innere Gefühle in einem Selbstporträt dar?
Verwenden Sie Farben symbolisch, etwa Rot für Zorn oder Blau für Ruhe, und verzerren Sie Formen, um Stimmungen zu betonen: wellige Linien für Unruhe, gerade für Stabilität. Komposition zählt: Ein großes Auge signalisiert Introspektion. Lassen Sie Schülerinnen und Schüler Stimmungslisten erstellen und iterativ umsetzen, um Authentizität zu gewährleisten. Dies schult den expressiven Blick nachhaltig. (62 Wörter)
Wie hilft aktives Lernen beim expressiven Selbstporträt?
Aktives Lernen macht Gefühle durch Experimente mit Materialien erfahrbar: Schülerinnen und Schüler mischen Farben, testen Formen und erhalten Peer-Feedback. Paar- oder Gruppenarbeit fördert Reflexion und Vielfalt der Ausdrucksweisen. Iterationen bauen Selbstvertrauen auf, da Fehlschläge als Lernschritte gelten. Solche Methoden verbinden Emotionen mit Kunstfertigkeiten effektiver als reine Beobachtung. (71 Wörter)
Vergleich von Selbstporträts in der Kunstgeschichte?
Vergleichen Sie Michelangelos idealisierte Renaissance-Porträts mit Van Goghs expressiven Wirbeln oder Kahlos surrealen Symbolen. Fragen Sie: Welche Gefühle dominieren? Welche Techniken dienen dem? Schülerinnen und Schüler kartieren Parallelen in Tabellen und beziehen sich darauf in eigenen Werken. Dies verankert historisches Wissen und inspiriert Kreativität. (68 Wörter)
Materialien für expressive Selbstporträts in Klasse 7?
Aquarell- und Temperafarben für fließende Übergänge, Pastellstifte für Weichheit, Acryl für Intensität. Ergänzen Sie mit Collagen für Symbole. Fordern Sie Mischtechniken, um Schichten aufzubauen. Testen Sie vorab auf Verfügbarkeit und Sicherheit. Diese Vielfalt passt zu individuellen Stilen und ermöglicht differenziertes Lernen. (65 Wörter)