Skip to content
Kunst · Klasse 7

Ideen für aktives Lernen

Das expressive Selbstporträt

Aktives Lernen funktioniert hier besonders gut, weil das expressive Selbstporträt emotionale Tiefe erfordert. Durch Handeln und Experimentieren mit Farben und Formen verankern sich Gefühle und künstlerische Entscheidungen besser als durch reine Theorie. Die Schülerinnen und Schüler erleben sofort, wie ihre künstlerischen Mittel ihre Stimmungen transportieren.

KMK BildungsstandardsBild des MenschenProduktion
30–50 Min.Partnerarbeit → Ganze Klasse4 Aktivitäten

Aktivität 01

Erfahrungsorientiertes Lernen30 Min. · Partnerarbeit

Paararbeit: Emotionale Farbpalette

Paare notieren drei persönliche Gefühle und erstellen dazugehörige Farbpaletten mit Aquarellfarben. Sie wenden diese auf schnelle Skizzen an und erklären einander die Auswahl. Abschließend entsteht ein gemeinsames Porträtfragment.

Wie kann man innere Gefühle durch Farben und Formen im Selbstporträt darstellen?

ModerationstippStellen Sie in der Paararbeit klare Zeitlimits, um Diskussionen zu fokussieren und sicherzustellen, dass beide Partner aktiv einbezogen werden.

Worauf zu achten istDie Schülerinnen und Schüler erhalten ein Blatt mit drei Feldern: 'Farbe', 'Form', 'Gefühl'. Sie sollen für jedes Feld ein Beispiel aus ihrem eigenen Selbstporträt nennen und kurz erklären, warum sie diese Wahl getroffen haben.

AnwendenAnalysierenBewertenSelbstwahrnehmungSelbststeuerungSozialbewusstsein
Komplette Unterrichtsstunde erstellen

Aktivität 02

Erfahrungsorientiertes Lernen45 Min. · Kleingruppen

Stationenrotation: Epoche-Vergleiche

Richten Sie Stationen mit Reproduktionen ein: Renaissance, Expressionismus, Moderne. Gruppen analysieren je 10 Minuten ein Porträt auf Gefühlsausdruck, notieren Parallelen zum eigenen Selbst und rotieren. Plenum diskutiert Gemeinsamkeiten.

Vergleichen Sie die Darstellung des Selbst in verschiedenen Epochen der Kunstgeschichte.

ModerationstippBereiten Sie für die Stationenrotation eine klare Aufgabenstellung pro Epoche vor, damit die Schülerinnen und Schüler gezielt nach Inszenierungsmerkmalen suchen.

Worauf zu achten istZwei Schüler tauschen ihre unfertigen Selbstporträts. Jeder Schüler gibt dem anderen zwei spezifische Rückmeldungen: Eine positive Bemerkung zur emotionalen Wirkung und eine Frage zur weiteren Verbesserung der Ausdruckskraft.

AnwendenAnalysierenBewertenSelbstwahrnehmungSelbststeuerungSozialbewusstsein
Komplette Unterrichtsstunde erstellen

Aktivität 03

Erfahrungsorientiertes Lernen50 Min. · Einzelarbeit

Individuell: Iteratives Selbstporträt

Jede Schülerin und jeder Schüler skizziert ein Porträt, wählt eine Persönlichkeitsfacette und überarbeitet es dreimal mit Fokus auf Farbe und Form. Fotodokumentation zeigt den Prozess.

Gestalten Sie ein Selbstporträt, das eine bestimmte Facette Ihrer Persönlichkeit hervorhebt.

ModerationstippFordern Sie beim iterativen Selbstporträt regelmäßige Zwischenreflexionen ein, um den Entwicklungsprozess sichtbar zu machen.

Worauf zu achten istLehrerin: 'Betrachtet eure Selbstporträts. Welches Gefühl wolltet ihr am stärksten ausdrücken? Nennt eine konkrete künstlerische Entscheidung (Farbe, Linie, Form), die euch geholfen hat, dieses Gefühl zu zeigen. Nennt eine andere Entscheidung, die ihr vielleicht noch anpassen würdet.'

AnwendenAnalysierenBewertenSelbstwahrnehmungSelbststeuerungSozialbewusstsein
Komplette Unterrichtsstunde erstellen

Aktivität 04

Erfahrungsorientiertes Lernen40 Min. · Ganze Klasse

Whole Class: Gefühls-Galerie

Schülerinnen und Schüler präsentieren Porträts in einer Galerie-Runde. Die Klasse räumt Emotionen ein und gibt konstruktives Feedback. Gemeinsam entsteht eine Mindmap zu Ausdrucksstrategien.

Wie kann man innere Gefühle durch Farben und Formen im Selbstporträt darstellen?

ModerationstippGestalten Sie die Gefühls-Galerie mit einer klaren Präsentationsstruktur, damit alle Porträts gleichwertig betrachtet und besprochen werden können.

Worauf zu achten istDie Schülerinnen und Schüler erhalten ein Blatt mit drei Feldern: 'Farbe', 'Form', 'Gefühl'. Sie sollen für jedes Feld ein Beispiel aus ihrem eigenen Selbstporträt nennen und kurz erklären, warum sie diese Wahl getroffen haben.

AnwendenAnalysierenBewertenSelbstwahrnehmungSelbststeuerungSozialbewusstsein
Komplette Unterrichtsstunde erstellen

Einige Hinweise zum Unterrichten dieser Einheit

Geben Sie den Schülerinnen und Schülern Raum, ihre eigenen emotionalen Landkarten zu zeichnen. Vermeiden Sie zu frühe Korrekturen, sondern lenken Sie durch gezielte Fragen wie: 'Welche Farbe fühlt sich für Wut richtig an?' oder 'Wo würden Sie Ihre Traurigkeit im Bild platzieren?'. Forschung zeigt, dass narrative Ansätze die emotionale Verbindung zum Thema stärken. Nutzen Sie die Kreativität als Brücke zwischen persönlicher Reflexion und künstlerischer Technik.

Erfolg zeigt sich darin, dass die Lernenden ihre Gefühle bewusst in Farben, Formen und Kompositionen übersetzen. Sie begründen ihre Entscheidungen und erkennen, wie Verzerrungen oder Farbkontraste ihre Aussagekraft steigern. Die Ergebnisse sind individuell und emotional, nicht fotorealistisch.


Vorsicht vor diesen Fehlvorstellungen

  • Während der Paararbeit zur emotionalen Farbpalette beobachten Sie, dass Schülerinnen und Schüler fotorealistische Farben wählen.

    Lenken Sie die Diskussion gezielt auf abstrakte Farbwirkungen: 'Wie würde ein warmes Rot auf euch wirken? Welche Farbe steht für Energie, ohne ein konkretes Objekt zu zeigen?'

  • Während der Stationenrotation zu Epoche-Vergleichen wird angenommen, dass historische Porträts immer die Wahrheit abbilden.

    Fordern Sie die Gruppen auf, nach Inszenierungsmerkmalen zu suchen: 'Welche Elemente wirken übertrieben oder stilisiert? Warum könnte das sein?'

  • Während des iterativen Selbstporträts wird Farbe oder Form als zufällig oder willkürlich gewählt wahrgenommen.

    Fragen Sie gezielt nach Entscheidungsprozessen: 'Warum hast du diese Farbe für deine Traurigkeit gewählt? Wie verstärkt die gewählte Form deine Aussage?'


In dieser Übersicht verwendete Methoden