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Kunst · Klasse 7 · Kunst und Identität: Selbstporträt und Rollenbilder · 2. Halbjahr

Identität und Maske

Die Schülerinnen und Schüler gestalten Masken, die verschiedene Aspekte der Identität oder eine neue Rolle verkörpern.

KMK BildungsstandardsBild des MenschenProduktion

Über dieses Thema

In diesem Thema gestalten Schülerinnen und Schüler Masken, die Aspekte ihrer Identität ausdrücken oder neue Rollen verkörpern. Es verbindet die KMK-Standards 'Bild des Menschen' und 'Produktion' und lädt zu einer Auseinandersetzung mit künstlerischen Ausdrucksformen ein. Die Schüler experimentieren mit Formen, Farben und Materialien, um zu verstehen, wie Masken Identitäten formen oder verbergen.

Die Leitfragen fokussieren darauf, wie Masken neue Identitäten schaffen, welche Materialien bestimmte Wirkungen erzielen und wie das Tragen einer Maske das Verhalten beeinflusst. Durch Gestalten und Reflexion entsteht ein Bewusstsein für die kulturelle und persönliche Bedeutung von Masken in Kunst und Alltag. Dies fördert Kreativität, Selbstwahrnehmung und kritisches Denken.

Active Learning bringt hier großen Nutzen, weil es die Schüler direkt in den kreativen Prozess einbindet, emotionale und sensorische Erfahrungen schafft und das Wissen durch Handeln und Diskussion vertieft.

Leitfragen

  1. Wie kann eine Maske eine neue Identität schaffen oder eine bestehende verbergen?
  2. Welche Materialien eignen sich am besten, um eine bestimmte Wirkung der Maske zu erzielen?
  3. Reflektieren Sie, wie das Tragen einer Maske das eigene Verhalten beeinflusst.

Lernziele

  • Gestalten Sie eine Maske, die eine spezifische Emotion oder Rolle verkörpert, indem Sie verschiedene Materialien und Techniken anwenden.
  • Analysieren Sie die Wirkung von Form, Farbe und Textur auf die Aussagekraft einer Maske im Hinblick auf Identität.
  • Vergleichen Sie die Funktion von Masken in verschiedenen kulturellen Kontexten und deren Bezug zur Selbstdarstellung.
  • Bewerten Sie die Eignung ausgewählter Materialien für die Darstellung einer bestimmten Identität oder Rolle auf der Maske.
  • Erklären Sie, wie das Tragen einer selbst gestalteten Maske das eigene Verhalten und die Wahrnehmung durch andere beeinflussen könnte.

Bevor es losgeht

Grundlagen der Gestaltung: Form und Farbe

Warum: Schüler müssen grundlegende Kenntnisse über Formen und Farben haben, um diese gezielt für die Gestaltung einer Maske einsetzen zu können.

Einführung in das Selbstporträt

Warum: Ein Verständnis für die Darstellung des eigenen Ichs ist eine wichtige Grundlage, um die Komplexität von Identität und deren künstlerische Umsetzung zu erfassen.

Schlüsselvokabular

IdentitätDie Gesamtheit der persönlichen Merkmale, die eine Person von anderen unterscheiden und ihr Selbstverständnis prägen.
MaskeEine Verkleidung für das Gesicht, die dazu dient, eine andere Person, ein Wesen oder eine Rolle darzustellen oder die eigene Identität zu verbergen.
VerkörperungDie Darstellung einer Rolle, einer Emotion oder einer Idee durch physische Präsenz und Ausdruck, hier durch die Maskengestaltung.
MaterialitätDie Beschaffenheit und die Eigenschaften der verwendeten Materialien, die maßgeblich die Wirkung und Aussage der Maske beeinflussen.
SelbstdarstellungDie Art und Weise, wie eine Person sich selbst präsentiert und wahrgenommen werden möchte, hier durch die Gestaltung der Maske.

Vorsicht vor diesen Fehlvorstellungen

Häufige FehlvorstellungMasken dienen nur der Verbergung der wahren Identität.

Was Sie stattdessen lehren sollten

Masken können Identitäten verstärken, neue Rollen schaffen oder innere Aspekte sichtbar machen, wie in der Kunsttradition üblich.

Häufige FehlvorstellungNur spezielle Künstlerwerkzeuge eignen sich für Masken.

Was Sie stattdessen lehren sollten

Alltägliche Materialien wie Papier, Stoff oder Naturfunde erzeugen oft starke Wirkungen und fördern Kreativität.

Häufige FehlvorstellungDas Tragen einer Maske ändert das Verhalten nicht wirklich.

Was Sie stattdessen lehren sollten

Masken beeinflussen durch Rollenerwartungen und visuelle Signale das Verhalten, wie psychologische Studien und Theaterpraxis zeigen.

Ideen für aktives Lernen

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Bezüge zur Lebenswelt

  • Theater und Film: Maskenbildner gestalten Gesichtsmasken und Spezialeffekte, um Charaktere mit spezifischen Identitäten oder übernatürlichen Eigenschaften für Bühnenstücke oder Filme zu erschaffen, wie beispielsweise bei der Inszenierung von 'Cats' am Theater des Westens in Berlin.
  • Karneval und Festivals: In Köln oder Venedig werden aufwendige Masken getragen, um für eine begrenzte Zeit eine andere Identität anzunehmen, soziale Normen zu brechen oder bestimmte Figuren darzustellen.
  • Therapie und Coaching: In der Kunsttherapie können Masken als Werkzeug dienen, um unbewusste Aspekte der Persönlichkeit oder verborgene Emotionen sichtbar zu machen und zu bearbeiten, beispielsweise in Beratungsstellen für Jugendliche.

Ideen zur Lernstandserhebung

Gegenseitige Bewertung

Die Schülerinnen und Schüler präsentieren ihre Masken gegenseitig. Sie geben sich gegenseitig Feedback anhand folgender Fragen: Welche Rolle oder Identität verkörpert die Maske? Welche Materialien wurden besonders wirkungsvoll eingesetzt? Was könnte man noch verbessern, um die Aussage zu verstärken?

Lernstandskontrolle

Jeder Schüler erhält ein Kärtchen und beantwortet zwei Fragen: 1. Beschreiben Sie in einem Satz, welche Identität oder Rolle Ihre Maske darstellt. 2. Nennen Sie ein Material, das Sie bewusst gewählt haben, und erklären Sie kurz dessen Wirkung.

Kurze Überprüfung

Der Lehrer zeigt verschiedene Masken (Fotos oder reale Beispiele) und fragt: Welche Emotion wird hier dargestellt? Welche Materialien könnten verwendet worden sein? Wie könnte sich das Tragen dieser Maske auf die Person auswirken?

Häufig gestellte Fragen

Welche Materialien sind für den Maskenbau geeignet?
Für Klasse 7 eignen sich günstige, leicht verfügbare Materialien wie Karton, Zeitungspapier, Acrylfarben, Federn, Wolle, Alufolie und Kleber. Diese erlauben Experimente mit Texturen und Formen, ohne hohe Kosten. Ermutigen Sie zu Upcycling, z. B. mit Verpackungsmaterialien, um Nachhaltigkeit zu thematisieren. So entstehen vielfältige Masken, die Wirkungen wie Mysterium oder Fröhlichkeit erzeugen. Vorbereiten Sie eine Materialstation, damit alle fair zugreifen können. (72 Wörter)
Wie passe ich das Thema an unterschiedliche Begabungen an?
Differenzieren Sie durch Aufgabenstufen: Einfache Masken mit Basismaterialien für alle, erweiterte mit komplexen Techniken für Fortgeschrittene. Bieten Sie Vorlagen für Struktur an. In der Reflexion lassen Sie mündlich oder schriftlich arbeiten. Paararbeiten stärken gegenseitige Hilfe. So bleibt jeder erfolgreich und reflektiert Identität individuell. Beobachten Sie Prozesse und geben Sie gezieltes Feedback. (68 Wörter)
Warum ist Active Learning in diesem Thema besonders wirksam?
Active Learning aktiviert bei 'Identität und Maske' mehrere Sinne: Gestalten fördert Feinmotorik und Kreativität, Tragen und Rollenspiele erzeugen emotionale Einsichten. Schüler lernen durch Tun, wie Masken Verhalten formen, was abstrakte Konzepte greifbar macht. Diskussionen vertiefen Reflexion und soziales Lernen. Studien zeigen, dass handlungsorientiertes Lernen Wissen langfristig sichert und Motivation steigert. Es passt perfekt zu den Standards und macht Kunst lebendig. (74 Wörter)
Wie verbinde ich das Thema mit der Unit 'Kunst und Identität'?
Dieses Thema baut auf Selbstporträts auf, indem Masken als Erweiterung dienen: Von innerer zu äußerer Darstellung. Verknüpfen Sie mit früheren Rollenbildern durch Vergleichsausstellungen. Die Leitfragen laden zu Unit-übergreifender Reflexion ein. Schließen Sie mit einem Portfolio-Eintrag ab, der Fortschritt zeigt. So entsteht Kohärenz im Halbjahr und Schüler sehen Kunst als Ganzes. (65 Wörter)