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Kunst · Klasse 5

Ideen für aktives Lernen

Masken und Verwandlung

Aktive Gestaltung und Bewegung verankern das Thema Masken und Verwandlung nachhaltig im Gedächtnis der Kinder. Durch das Begreifen und Erproben im Tun begreifen sie, wie eine Maske nicht nur ein Gesicht bedeckt, sondern eine neue Identität entstehen lässt. Die Verbindung von handwerklichem Gestalten und performativem Spiel fördert gleichzeitig feinmotorische Fertigkeiten und Ausdrucksfähigkeit.

KMK BildungsstandardsKMK-BS-BK-V-6.1KMK-BS-BK-P-6.2
45–120 Min.Partnerarbeit → Ganze Klasse3 Aktivitäten

Aktivität 01

Ausstellungsmethode120 Min. · Einzelarbeit

Stationen-Rotation: Masken-Werkstatt

An verschiedenen Stationen werden Techniken erprobt: 1. Gipsbinden-Abformung (optional), 2. Pappmaché-Modellierung, 3. Bemalung mit Charakterfarben. Jedes Kind entscheidet sich für eine Technik und baut seine individuelle Maske.

Erklären Sie, wie eine Maske die Art, wie wir uns bewegen, verändert.

ModerationstippStellen Sie während der Stationen-Rotation sicher, dass jede Station klare Anleitungen und Beispielmaterialien bereitstellt, damit die Kinder selbstständig experimentieren können.

Worauf zu achten istDie Schülerinnen und Schüler erhalten eine Karte mit einer Emotion (z.B. Freude, Wut, Trauer). Sie schreiben auf die Rückseite: 1. Welche Art von Maske (Form, Material) würde diese Emotion am besten darstellen? 2. Welche zwei Körperbewegungen würden diese Emotion ohne Mimik zeigen?

AnwendenAnalysierenErschaffenSelbststeuerungBeziehungsfähigkeit
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Aktivität 02

Rollenspiel45 Min. · Partnerarbeit

Rollenspiel: Die stumme Begegnung

Zwei Kinder mit unterschiedlichen Masken (z.B. 'der Stolze' und 'der Ängstliche') begegnen sich auf der Bühne. Ohne Worte müssen sie allein durch ihre Körperhaltung eine kleine Situation darstellen, die die Klasse danach interpretiert.

Analysieren Sie, warum Menschen seit Jahrtausenden Masken in ihrer Kunst nutzen.

ModerationstippFordern Sie die Kinder in der stummen Begegnung auf, bewusst langsame und übertriebene Bewegungen zu wählen, um die Wirkung der starren Maske zu betonen.

Worauf zu achten istNachdem die Masken fertiggestellt sind, präsentieren die Schülerinnen und Schüler ihre Masken kurz. Die Mitschülerinnen und Mitschüler bewerten anhand eines einfachen Bogens: 1. Welche Emotion oder welcher Charakter wird durch die Maske dargestellt? 2. Welche Bewegung hat die Darstellung unterstützt? Die Lehrkraft sammelt die Bögen zur Dokumentation.

AnwendenAnalysierenBewertenSozialbewusstseinSelbstwahrnehmung
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Aktivität 03

Forschungskreis60 Min. · Kleingruppen

Forschungskreis: Masken der Welt

In Kleingruppen untersuchen die Kinder Masken aus verschiedenen Kulturen (z.B. afrikanische Ritualmasken, venezianische Masken). Sie finden heraus, welche Materialien genutzt wurden und welchen Zweck die Masken hatten, und präsentieren dies der Klasse.

Beurteilen Sie, welche Emotionen sich durch starre Masken besonders gut darstellen lassen.

ModerationstippLegen Sie bei der Untersuchung von Masken aus aller Welt Wert auf den Vergleich der Materialien und ihrer symbolischen Bedeutung, um kulturelle Vielfalt sichtbar zu machen.

Worauf zu achten istLehrkraft fragt in die Runde: 'Stellt euch vor, ihr müsstet eine sehr traurige Figur spielen, aber eure Maske ist starr und zeigt kein Lächeln. Welche Geste oder welche Körperhaltung würdet ihr wählen, um die Traurigkeit zu zeigen, und warum?' Die Schülerinnen und Schüler tauschen sich über ihre Ideen aus.

AnalysierenBewertenErschaffenSelbststeuerungSelbstwahrnehmung
Komplette Unterrichtsstunde erstellen

Einige Hinweise zum Unterrichten dieser Einheit

Beginnen Sie mit einer kurzen Einführung, die den kulturellen und historischen Kontext von Masken zeigt, um die Neugier zu wecken. Vermeiden Sie zu frühe Vorgaben zur Gestaltung, denn die Kinder sollen eigene Lösungen finden. Nutzen Sie die Masken anschließend sofort im Spiel, denn erst die Bewegung macht die Verwandlung erlebbar. Die Lehrkraft sollte als Modell agieren und selbst eine Maske tragen, um die Wirkung zu demonstrieren.

Am Ende sollen die Kinder nicht nur eine funktionsfähige Maske vorweisen, sondern auch erklären können, wie diese Maske durch Material, Form und Bewegung eine bestimmte Stimmung oder einen Charakter transportiert. Ihre Präsentationen und Notizen zeigen, dass sie die Wirkung von Masken in rituellen, theatralen und sozialen Kontexten verstanden haben.


Vorsicht vor diesen Fehlvorstellungen

  • Während der Stationen-Rotation beobachten Sie, ob die Kinder die Materialien gezielt auswählen, um bestimmte Emotionen oder Charaktere zu betonen.

    Zeigen Sie an einem Beispiel, wie übertriebene Augenbrauen oder eine spitze Nase sofort Wut oder List vermitteln, und fordern Sie die Kinder auf, ihre eigenen Experimente zu dokumentieren.

  • Während der stummen Begegnung achten Sie darauf, ob die Kinder versuchen, die Maske durch Mimik zu ergänzen.

    Fordern Sie die Kinder auf, vor dem Spiegel zu üben, wie Kopfhaltung und Gestik die starre Maske lebendig machen können, ohne das Gesicht einzusetzen.


In dieser Übersicht verwendete Methoden