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Kunst · Klasse 5

Ideen für aktives Lernen

Körpersprache und Ausdruck

Körpersprache ist für Kinder oft unsichtbar, weil sie intuitiv und automatisch abläuft. Aktive Übungen machen diese Fähigkeit bewusst und zeigen, wie wichtig nonverbale Signale für Verständnis und Ausdruck sind. Durch Bewegung und Reflexion wird das Gelernte nachhaltig verankert und für den Alltag nutzbar.

KMK BildungsstandardsKMK-BS-BK-W-6.2KMK-BS-BK-P-6.3
20–45 Min.Partnerarbeit → Ganze Klasse4 Aktivitäten

Aktivität 01

Rollenspiel20 Min. · Partnerarbeit

Paararbeit: Spiegelübung

Schüler bilden Paare. Eine Person führt langsame Bewegungen und Mimik aus, die andere spiegelt präzise nach. Nach zwei Minuten Rollenwechsel. Abschließende Reflexion: Welche Gefühle wurden wahrgenommen?

Analysieren Sie, wie Körpersprache ohne Worte eine Geschichte erzählen kann.

ModerationstippWährend der Spiegelübung stellen Sie sicher, dass die Kinder langsame und präzise Bewegungen ausführen, damit die Spiegelung bewusst und nicht flüchtig bleibt.

Worauf zu achten istDie Schüler erhalten eine Karte mit einem Bild, das eine klare Emotion zeigt (z.B. Lachen, Weinen, Erstaunen). Sie schreiben auf die Rückseite: 1. Welche Emotion ist dargestellt? 2. Welche Mimik und Gestik im Bild zeigen das?

AnwendenAnalysierenBewertenSozialbewusstseinSelbstwahrnehmung
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Aktivität 02

Rollenspiel45 Min. · Kleingruppen

Gruppenperformance: Stumme Geschichte

In kleinen Gruppen gestalten Schüler eine 1-minütige Szene zu einem Thema wie 'Streit und Versöhnung', nur mit Körpersprache. Vorführung vor der Klasse, Beobachter notieren Emotionen. Gemeinsame Diskussion der Wirkung.

Erklären Sie, wie Mimik und Gestik unterschiedliche Emotionen ausdrücken.

ModerationstippBei der Stummen Geschichte geben Sie den Gruppen klare Rahmenbedingungen wie Zeitlimit und Anzahl der Szenen, um den Fokus auf nonverbale Elemente zu lenken.

Worauf zu achten istZeigen Sie einen kurzen Clip ohne Dialog, der eine einfache Geschichte erzählt. Fragen Sie die Klasse: 'Welche Geschichte wurde erzählt? Welche Körpersprache, Mimik oder Gestik hat euch geholfen, das zu verstehen? Nennt konkrete Beispiele.'

AnwendenAnalysierenBewertenSozialbewusstseinSelbstwahrnehmung
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Aktivität 03

Rollenspiel30 Min. · Ganze Klasse

Whole Class: Emotionen-Karussell

Schüler stehen im Kreis. Lehrer nennt eine Emotion, alle zeigen sie synchron mit Mimik und Gestik. Variation: Partner raten die Emotion des anderen. Erweiterung um Haltungselemente.

Gestalten Sie eine kurze Szene, die nur durch Körpersprache verständlich ist.

ModerationstippIm Emotionen-Karussell achten Sie darauf, dass jedes Kind mindestens einmal an der Reihe ist und die anderen aktiv zuhören, statt nur zuzuschauen.

Worauf zu achten istBitten Sie die Schüler, sich in Paaren gegenüberzustellen. Ein Schüler macht eine einfache Geste (z.B. winken, nicken, Kopfschütteln). Der andere Schüler muss die Geste nachmachen und benennen, was sie bedeutet. Wechseln Sie nach wenigen Minuten.

AnwendenAnalysierenBewertenSozialbewusstseinSelbstwahrnehmung
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Aktivität 04

Rollenspiel25 Min. · Einzelarbeit

Individual: Mimik-Tagebuch

Jeder Schüler zeichnet täglich drei Gesichtsausdrücke zu Gefühlen und beschreibt sie. In der Stunde präsentieren und vergleichen sie in Kleingruppen.

Analysieren Sie, wie Körpersprache ohne Worte eine Geschichte erzählen kann.

ModerationstippBeim Mimik-Tagebuch erinnern Sie die Schülerinnen und Schüler daran, täglich konkrete Situationen zu dokumentieren, nicht nur allgemeine Gefühle.

Worauf zu achten istDie Schüler erhalten eine Karte mit einem Bild, das eine klare Emotion zeigt (z.B. Lachen, Weinen, Erstaunen). Sie schreiben auf die Rückseite: 1. Welche Emotion ist dargestellt? 2. Welche Mimik und Gestik im Bild zeigen das?

AnwendenAnalysierenBewertenSozialbewusstseinSelbstwahrnehmung
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Einige Hinweise zum Unterrichten dieser Einheit

Lassen Sie die Kinder zunächst spielerisch Körpersprache erleben, bevor theoretische Erklärungen folgen. Nutzen Sie Alltagsbeispiele und kurze Videoclips, um die Aufmerksamkeit auf Details zu lenken. Wichtig ist, dass die Schülerinnen und Schüler selbst aktiv werden, denn nonverbale Kommunikation wird durch Ausprobieren und Reflektieren verständlich. Vermeiden Sie lange Frontalphasen – stattdessen kurze Inputphasen gefolgt von praktischen Übungen.

Am Ende der Einheit können die Schülerinnen und Schüler nonverbale Signale erkennen, gezielt einsetzen und deren Wirkung auf andere einschätzen. Sie analysieren Mimik und Gestik in Alltagssituationen und gestalten selbst einfache Szenen, die Emotionen und Handlungen klar vermitteln.


Vorsicht vor diesen Fehlvorstellungen

  • Während der Spiegelübung äußern einige Kinder: 'Körpersprache ist überall auf der Welt gleich.'

    Fordern Sie die Kinder auf, spezifische Gesten zu vergleichen, z.B. das Winken oder Daumen hoch zeigen. Zeigen Sie Fotos oder Videos aus anderen Kulturen und lassen Sie die Kinder Unterschiede und Gemeinsamkeiten benennen.

  • Während der Stummen Geschichte argumentieren einige Kinder: 'Nur Gesichter zählen, nicht der Körper.'

    Bitten Sie die Kinder, eine Szene mit abgedeckten Gesichtern zu spielen. Beobachten Sie gemeinsam, inwiefern Haltung und Gesten die Emotionen trotzdem klar vermitteln und diskutieren Sie dies im Anschluss.

  • Während des Emotionen-Karussells sagen Kinder: 'Worte sind immer wichtiger als Körpersprache.'

    Zeigen Sie einen kurzen, stummen Clip und lassen Sie die Kinder zunächst nur die nonverbale Handlung beschreiben. Fragen Sie danach, welche Gefühle und Absichten sie erkannt haben, ohne auf gesprochene Sprache zu verweisen.


In dieser Übersicht verwendete Methoden