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Bühne frei: Performance und Aktion · 2. Halbjahr

Lebende Bilder (Tableau Vivant)

Nachstellen von Kunstwerken durch Körperhaltung und Mimik.

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Leitfragen

  1. Analysieren Sie, welche Details wir erst bemerken, wenn wir eine Pose selbst einnehmen.
  2. Erklären Sie, wie die Beleuchtung die Wirkung unserer Körper im Raum verändert.
  3. Beurteilen Sie, wie sich die Erfahrung anfühlt, Teil eines berühmten Gemäldes zu sein.

KMK Bildungsstandards

KMK-BS-BK-P-6.1KMK-BS-BK-W-6.1
Klasse: Klasse 5
Fach: Welt der Bilder: Entdecken, Gestalten und Verstehen
Einheit: Bühne frei: Performance und Aktion
Zeitraum: 2. Halbjahr

Über dieses Thema

Das 'Tableau Vivant' (lebendes Bild) ist eine faszinierende Methode, um die Grenze zwischen statischer Kunst und lebendiger Performance zu überbrücken. Die Schülerinnen und Schüler wählen berühmte Gemälde aus und stellen diese mit ihren eigenen Körpern so exakt wie möglich nach. Dabei müssen sie Körperhaltung, Mimik und die räumliche Anordnung der Figuren genau analysieren. Dies fördert die KMK-Standards in den Bereichen Wahrnehmung und bildnerische Produktion durch Körpereinsatz.

Durch das physische Einnehmen einer Pose entwickeln die Kinder eine tiefe Empathie für die dargestellten Personen und ein Verständnis für die Komposition des Künstlers. Sie bemerken Details, die beim bloßen Betrachten oft übersehen werden. Diese handlungsorientierte Form der Bildbetrachtung macht Kunstgeschichte lebendig und fördert die Zusammenarbeit in der Gruppe. Die Kinder lernen zudem, wie Licht und Requisiten die Wirkung einer Szene dramatisch verändern können, was die Brücke zum Theater und zur Fotografie schlägt.

Lernziele

  • Analysieren Sie die Körperhaltung und Mimik in ausgewählten Gemälden, um die dargestellten Emotionen und sozialen Beziehungen zu identifizieren.
  • Erklären Sie, wie Licht und Schatten in einem Tableau Vivant die Wahrnehmung von Tiefe und Atmosphäre beeinflussen.
  • Demonstrieren Sie die Nachstellung einer Figur aus einem Kunstwerk durch gezielte Körpersprache und Mimik.
  • Bewerten Sie die Effektivität verschiedener Requisiten bei der Übermittlung der Kernbotschaft eines historischen Gemäldes.
  • Kreieren Sie ein eigenes Tableau Vivant basierend auf einer vorgegebenen Kunstvorlage, indem Sie die räumliche Anordnung der Elemente nachbilden.

Bevor es losgeht

Grundlagen der Bildanalyse: Farben, Formen und Linien

Warum: Schüler müssen grundlegende visuelle Elemente erkennen und benennen können, um die Komposition eines Gemäldes zu verstehen und nachzustellen.

Körperausdruck und nonverbale Kommunikation

Warum: Ein grundlegendes Verständnis dafür, wie der Körper und das Gesicht Emotionen und Absichten ausdrücken, ist notwendig, um Mimik und Körperhaltung gezielt einzusetzen.

Schlüsselvokabular

Tableau VivantEine lebende Darstellung eines Kunstwerks, bei der Personen durch ihre Körperhaltung und Mimik eine Szene nachstellen.
KompositionDie Anordnung von Elementen innerhalb eines Bildes oder einer Szene, die bestimmt, wie der Betrachter die Informationen wahrnimmt.
MimikDer Ausdruck des Gesichts, der Gefühle, Gedanken oder Absichten vermittelt.
KörperhaltungDie Art und Weise, wie eine Person ihren Körper hält, die ebenfalls Emotionen und Haltungen ausdrücken kann.
RaumwirkungDer Eindruck von Tiefe, Weite oder Enge, der durch die Anordnung von Objekten und Personen in einem räumlichen Kontext entsteht.

Ideen für aktives Lernen

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Bezüge zur Lebenswelt

Theater und Film: Schauspieler nutzen Tableau Vivant Techniken, um dramatische Momente oder historische Szenen auf der Bühne oder vor der Kamera darzustellen. Regisseure nutzen dies, um die visuelle Erzählung zu planen.

Fotografie: Modefotografen und Porträtfotografen inszenieren oft lebende Bilder, um bestimmte Stimmungen oder Geschichten zu erzählen, indem sie Modelle in Posen wie in klassischen Gemälden arrangieren.

Ausstellungen im Museum: Manchmal werden in Kunstmuseen interaktive Stationen angeboten, bei denen Besucher selbst zu lebenden Bildern werden und berühmte Werke nachstellen können, um ein tieferes Verständnis zu entwickeln.

Vorsicht vor diesen Fehlvorstellungen

Häufige FehlvorstellungEs reicht, sich einfach irgendwie hinzustellen.

Was Sie stattdessen lehren sollten

Ein Tableau Vivant erfordert Präzision. Durch das Vergleichen von Fotos ihrer eigenen Posen mit dem Originalbild lernen Kinder, wie wichtig kleinste Winkel der Arme oder die Richtung des Blicks für die Bildspannung sind.

Häufige FehlvorstellungMan kann nur Bilder mit vielen Menschen nachstellen.

Was Sie stattdessen lehren sollten

Auch Einzelporträts oder sogar abstrakte Formen können körperlich interpretiert werden. In aktiven Übungen entdecken Kinder, wie sie durch Gruppierung auch die Energie eines abstrakten Bildes darstellen können.

Ideen zur Lernstandserhebung

Lernstandskontrolle

Jeder Schüler erhält ein Bild eines berühmten Gemäldes. Die Aufgabe lautet: Beschreiben Sie in zwei Sätzen, welche Körperhaltung und Mimik Sie einnehmen müssten, um eine Figur aus diesem Bild darzustellen. Nennen Sie ein Detail, das Ihnen beim Nachdenken über die Pose aufgefallen ist.

Gegenseitige Bewertung

Nachdem die Schüler ihre eigenen Tableaux Vivants erstellt haben, bewerten sie gegenseitig die Nachstellungen. Die Bewertungskriterien sind: Wie gut wurde die Körperhaltung der Originalfigur getroffen? War die Mimik ausdrucksstark? Geben Sie ein kurzes schriftliches Feedback mit einem positiven Aspekt und einem Verbesserungsvorschlag.

Kurze Überprüfung

Stellen Sie eine Auswahl von drei verschiedenen Gemälden vor. Bitten Sie die Schüler, für jedes Bild kurz zu erklären, welche Herausforderung es bei der Nachstellung als Tableau Vivant gäbe (z.B. komplexe Gruppierung, spezielle Beleuchtung, spezifische Emotion). Sammeln Sie die Antworten mündlich oder schriftlich.

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Häufig gestellte Fragen

Was ist der Ursprung des Tableau Vivant?
Das Tableau Vivant war besonders im 18. und 19. Jahrhundert eine beliebte Gesellschaftsform und Theaterpraxis. Menschen stellten berühmte Gemälde oder historische Szenen nach, um sich mit Kunst und Geschichte auseinanderzusetzen, lange bevor es das Kino gab.
Welche Bilder eignen sich besonders gut für die 5. Klasse?
Bilder mit klarer Handlung oder starken Emotionen sind ideal, zum Beispiel Werke von Jan Vermeer, Caspar David Friedrich oder auch moderne Pop-Art von Roy Lichtenstein. Sie bieten genug Anhaltspunkte für Posen, ohne zu komplex in der Ausstattung zu sein.
Wie fördert das Nachstellen von Bildern die Bildanalyse?
Indem Kinder die Posen physisch einnehmen, 'verkörpern' sie die Analyse. Sie müssen Abstände schätzen, Blickachsen verstehen und die Gewichtsverteilung spüren. Dieser aktive Zugang macht Kompositionsprinzipien wie den Goldenen Schnitt oder Symmetrie intuitiv begreifbar.
Braucht man für Tableaus Vivants aufwendige Kostüme?
Nein, oft ist weniger mehr. Ein farbiges Tuch, eine bestimmte Kopfbedeckung oder ein charakteristischer Gegenstand reichen völlig aus, um die Essenz des Bildes zu treffen. Der Fokus sollte auf der Körperhaltung und dem Ausdruck liegen.