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Kunst · Klasse 1 · Abschluss und Präsentation: Mein Kunstjahr · 2. Halbjahr

Mein Lieblingswerk des Jahres

Die Schüler wählen ihr Lieblingskunstwerk aus und präsentieren es der Klasse.

KMK BildungsstandardsKMK: Grundschule - Bildnerische FunktionenKMK: Grundschule - Wahrnehmen

Über dieses Thema

In 'Mein Lieblingswerk des Jahres' wählen Schüler:innen der Klasse 1 ihr Lieblingskunstwerk aus dem gesamten Schuljahr aus und präsentieren es der Klasse. Sie zeigen das Werk, erzählen, warum es ihnen besonders gefällt, erklären die verwendeten Techniken und Materialien und beschreiben Herausforderungen beim Erstellen sowie wie sie diese gemeistert haben. Diese Aktivität stärkt Selbstbewusstsein, Reflexionsfähigkeit und die Fähigkeit, kreative Prozesse sprachlich zu vermitteln.

Das Thema greift die KMK-Standards für bildnerische Funktionen und Wahrnehmen auf und bildet den Abschluss der Unit 'Mein Kunstjahr'. Es fasst das Lernen in Farbenwelt und Formenspiel zusammen, indem Kinder ihr Portfolio Revue passieren lassen. So entsteht ein persönlicher Rückblick, der Erfolge sichtbar macht und die Wertschätzung eigener Leistungen fördert. Gleichzeitig lernen sie, Kunstwerke anderer achtsam wahrzunehmen.

Aktives Lernen eignet sich hervorragend, weil Präsentationen in sicherer Umgebung Mut zum Ausprobieren wecken. Peer-Feedback und gemeinsame Galeriebesuche machen Erfolge greifbar, vertiefen das Verständnis für Vielfalt in der Kunst und bauen Klassengemeinschaft auf. Kinder merken, dass jedes Werk einzigartig ist und Herausforderungen teilen hilft.

Leitfragen

  1. Zeige dein Lieblingskunstwerk aus diesem Jahr und erzähle, warum du es magst.
  2. Erkläre, welche Techniken und Materialien du für dieses Kunstwerk benutzt hast.
  3. Was war am schwierigsten beim Erstellen , und wie hast du es geschafft?

Lernziele

  • Die Schülerinnen und Schüler erklären, warum sie ein bestimmtes Kunstwerk aus dem Schuljahr als ihr Lieblingswerk ausgewählt haben.
  • Die Schülerinnen und Schüler identifizieren und benennen die verwendeten Techniken und Materialien für ihr ausgewähltes Kunstwerk.
  • Die Schülerinnen und Schüler beschreiben eine Schwierigkeit, die beim Erstellen ihres Kunstwerks auftrat, und erläutern ihre Lösungsstrategie.
  • Die Schülerinnen und Schüler präsentieren ihr Lieblingskunstwerk vor der Klasse und begründen ihre Wahl.
  • Die Schülerinnen und Schüler analysieren die Kunstwerke ihrer Mitschülerinnen und Mitschüler achtsam und geben konstruktives Feedback.

Bevor es losgeht

Farben mischen und benennen

Warum: Grundlegende Kenntnisse über Farben sind notwendig, um über die Wahl der Farben im eigenen Werk sprechen zu können.

Einfache Formen erkennen und benennen

Warum: Die Fähigkeit, Formen zu erkennen und zu benennen, hilft den Kindern, ihre Werke und die Werke anderer zu beschreiben.

Umgang mit verschiedenen Materialien (z.B. Pinsel, Schere, Kleber)

Warum: Die Kinder müssen die verwendeten Materialien kennen und damit umgehen können, um über den Entstehungsprozess zu sprechen.

Schlüsselvokabular

LieblingswerkDas Kunstwerk, das eine Schülerin oder ein Schüler aus allen Arbeiten des Schuljahres am besten findet und besonders mag.
TechnikDie Art und Weise, wie mit bestimmten Werkzeugen und Materialien gearbeitet wird, um ein Kunstwerk zu gestalten, zum Beispiel Malen, Zeichnen oder Kleben.
MaterialienDie Dinge, die zum Herstellen eines Kunstwerks verwendet werden, wie z.B. Farben, Pinsel, Papier, Knete oder Scheren.
HerausforderungEine Schwierigkeit oder ein Problem, das beim Erstellen des Kunstwerks aufgetreten ist und das überwunden werden musste.
PräsentationDas Vorstellen des eigenen Kunstwerks vor der Klasse, bei dem erklärt wird, warum es besonders ist und wie es gemacht wurde.

Vorsicht vor diesen Fehlvorstellungen

Häufige FehlvorstellungMein Werk muss perfekt sein, um es zu präsentieren.

Was Sie stattdessen lehren sollten

Viele Kinder denken, nur fehlerfreie Bilder zählen als Kunst. Präsentationen in Paaren zeigen, dass Prozesse und Ideen im Vordergrund stehen. Aktive Übungen wie Peer-Feedback helfen, Perfektionismus abzubauen und Stärken zu entdecken.

Häufige FehlvorstellungPräsentieren ist nur für Mutige.

Was Sie stattdessen lehren sollten

Schüchterne Kinder fürchten Bloßstellung. Kleine Gruppenproben und klare Strukturen machen es sicher. Durch Rollenspiele in Paaren gewinnen alle Sicherheit und freuen sich auf die Klassenvorführung.

Häufige FehlvorstellungNur berühmte Kunst ist wertvoll.

Was Sie stattdessen lehren sollten

Kinder vergleichen oft mit Profis. Die Aktivität betont, dass eigene Werke einzigartig sind. Gemeinsame Galerie-Runden wecken Wertschätzung für Peers und eigene Kreationen.

Ideen für aktives Lernen

Alle Aktivitäten ansehen

Bezüge zur Lebenswelt

  • Künstlerinnen und Künstler in Galerien oder Museen wählen ihre Werke für Ausstellungen sorgfältig aus und erklären Besuchern, warum diese Bilder oder Skulpturen wichtig sind und welche Ideen dahinterstecken.
  • Designerinnen und Designer präsentieren ihre Entwürfe für neue Produkte, zum Beispiel Spielzeuge oder Möbel, und begründen, warum sie bestimmte Formen und Farben gewählt haben und wie sie hergestellt wurden.
  • Kinderbuchillustratoren wählen ihre besten Bilder aus, um sie in einem Portfolio zu zeigen. Sie erklären Verlagen, warum diese Illustrationen gut zur Geschichte passen und welche Techniken sie verwendet haben.

Ideen zur Lernstandserhebung

Diskussionsfrage

Stellen Sie die Frage: 'Wenn du dein Kunstwerk vorstellst, was ist das Wichtigste, das deine Mitschüler über dein Bild wissen sollen?' Sammeln Sie die Antworten auf einer Tafel und besprechen Sie, wie diese Punkte in die Präsentation einfließen können.

Kurze Überprüfung

Bitten Sie die Schülerinnen und Schüler, auf einem kleinen Zettel drei Dinge aufzuschreiben, die sie über ihr Lieblingswerk erzählen möchten: 1. Warum es ihr Lieblingswerk ist. 2. Welche Materialien sie benutzt haben. 3. Eine Sache, die ihnen beim Malen/Basteln besonders gut gelungen ist. Überprüfen Sie die Zettel auf Vollständigkeit.

Gegenseitige Bewertung

Nachdem einige Schülerinnen und Schüler ihre Werke vorgestellt haben, geben sich die Kinder gegenseitig Feedback. Jedes Kind darf zwei Mitschüler loben, indem es sagt: 'Mir gefällt an deinem Bild, dass...' und 'Ich finde es toll, wie du...'. Achten Sie auf wertschätzende Formulierungen.

Häufig gestellte Fragen

Wie bereite ich Schüler:innen auf die Präsentation vor?
Beginnen Sie mit Stichpunktkarten zu den Key Questions: Warum gefällt es? Welche Techniken? Schwierigkeiten? Üben Sie in Paaren, damit Kinder sicher werden. Bieten Sie Vorlagen für Fotos oder Scans der Werke an. So fühlen sich alle vorbereitet und die Präsentationen bleiben kurz und knackig. Das dauert 20 Minuten Vorbereitung und stärkt Selbstvertrauen.
Wie wähle ich Kriterien für das Lieblingswerk?
Lassen Sie Kinder frei wählen, basierend auf Freude, Lernfortschritt oder Experimenten. Fragen Sie: Welches hat am meisten Spaß gemacht? Wo habe ich Neues gelernt? Diskutieren Sie in der Klasse Vielfalt. Das passt zu KMK-Standards und macht die Auswahl persönlich. Ergänzen Sie mit Portfolio-Überblick für Reflexion.
Wie hilft aktives Lernen bei der Präsentation von Kunstwerken?
Aktives Lernen macht Präsentationen lebendig: Paarproben bauen Sicherheit auf, Klassenrunden fördern Zuhören, Galerie-Spaziergänge wecken Empathie. Kinder teilen nicht nur, sondern erhalten Feedback, das ihre Werke bereichert. Das verbindet Wahrnehmen und Bildnerisches, stärkt Gemeinschaft und lässt abstrakte Reflexion konkret werden. Ergebnis: Mehr Mut und tieferes Verständnis für Kunstprozesse.
Was tun bei schüchternen Schüler:innen?
Teilen Sie in kleine Gruppen ein, üben Sie mit Puppenspiel oder Zeichnungen statt Sprechen zuerst. Geben Sie Zeitlimits und modellieren Sie selbst eine Präsentation. Positives Feedback von Peers hilft am meisten. So überwinden Kinder Hemmungen schrittweise und erleben Erfolg. Integrieren Sie das in 10 Minuten Warm-up.