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Geschichte · Klasse 12

Ideen für aktives Lernen

Die "Gleichschaltung" und der Abbau des Rechtsstaats

Aktive Lernformen sind hier besonders wirksam, weil die 'Gleichschaltung' keine abstrakte Theorie war, sondern ein systematischer Prozess mit konkreten Schritten und Mechanismen. Schülerinnen und Schüler müssen die Verschränkung von legalen Methoden und Terror spüren, um die Aushöhlung des Rechtsstaats nachzuvollziehen. Nur durch handlungsorientierte Methoden verstehen sie, wie Macht systematisch umgebaut wurde.

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35–50 Min.Partnerarbeit → Ganze Klasse4 Aktivitäten

Aktivität 01

Lernen an Stationen50 Min. · Kleingruppen

Lernen an Stationen: Gleichschaltungsmaßnahmen

Richten Sie fünf Stationen ein: Ermächtigungsgesetz (Textanalyse), Länderentmachtung (Karte), Parteienverbot (Zeitachse), Gewerkschaftszerstörung (Zeugenaussagen), SA/SS-Terror (Fotos). Gruppen rotieren alle 10 Minuten, notieren Effekte und diskutieren Auswirkungen.

Analysieren Sie, wie die "Nationale Revolution" den Rechtsstaat legal, aber illegitim aushöhlte.

ModerationstippStellen Sie beim Stationenlernen sicher, dass die Quellen und Materialien an jeder Station klar strukturiert sind und eine klare Arbeitsanweisung enthalten.

Worauf zu achten istDie Schülerinnen und Schüler erhalten eine Karte mit einem der folgenden Begriffe: 'Ermächtigungsgesetz', 'Gleichschaltung der Länder', 'Zerschlagung der Gewerkschaften'. Sie sollen in zwei Sätzen erklären, wie dieser Schritt den Rechtsstaat aushöhlte und welche Rolle Terror dabei spielte.

ErinnernVerstehenAnwendenAnalysierenSelbststeuerungBeziehungsfähigkeit
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Aktivität 02

Zeitstrahl-Challenge35 Min. · Partnerarbeit

Quellenkonfrontation: Legal vs. Illegitim

Teilen Sie Primärquellen aus (Reichstagsprotokolle, SA-Berichte). Paare vergleichen legale Fassaden mit terroristischen Praktiken, erstellen eine Tabelle und präsentieren. Abschließende Plenumdiskussion.

Erklären Sie die Funktion des Terrors von SA und SS in der Frühphase der Diktatur.

Worauf zu achten istLehrkraft: 'Stellen Sie sich vor, Sie sind ein Gewerkschaftsmitglied im Mai 1933. Warum könnten Sie zögern, gegen die Zerschlagung Ihrer Organisation Widerstand zu leisten, obwohl Sie um Ihre Rechte fürchten?' Die Schülerinnen und Schüler diskutieren in Kleingruppen und präsentieren ihre wichtigsten Argumente.

ErinnernVerstehenAnalysierenSelbststeuerungBeziehungsfähigkeit
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Aktivität 03

Rollenspiel45 Min. · Kleingruppen

Rollenspiel: Widerstandsentscheidung

Schüler verkörpern Gewerkschafter 1933, erhalten Szenarien mit Risiken. In Kleingruppen debattieren sie Optionen, stimmen ab und reflektieren in Rundgespräch, warum Widerstand ausblieb.

Beurteilen Sie, warum es kaum Widerstand gegen die Zerschlagung der Gewerkschaften gab.

Worauf zu achten istDie Lehrkraft präsentiert eine kurze Quelle (z.B. einen Auszug aus einem Gesetz oder eine Zeitzeugennotiz zur SA-Gewalt). Die Schülerinnen und Schüler identifizieren schriftlich, welche Maßnahme der 'Gleichschaltung' oder welche Form des Terrors hier beschrieben wird und ordnen sie dem Abbau des Rechtsstaats zu.

AnwendenAnalysierenBewertenSozialbewusstseinSelbstwahrnehmung
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Aktivität 04

Zeitstrahl-Challenge40 Min. · Kleingruppen

Timeline-Challenge: Ablauf der Revolution

Jede Gruppe baut eine interaktive Timeline mit Maßnahmen, Ursachen und Konsequenzen. Materialien: Karten, Bilder, Zitate. Gemeinsame Präsentation und Peer-Feedback.

Analysieren Sie, wie die "Nationale Revolution" den Rechtsstaat legal, aber illegitim aushöhlte.

Worauf zu achten istDie Schülerinnen und Schüler erhalten eine Karte mit einem der folgenden Begriffe: 'Ermächtigungsgesetz', 'Gleichschaltung der Länder', 'Zerschlagung der Gewerkschaften'. Sie sollen in zwei Sätzen erklären, wie dieser Schritt den Rechtsstaat aushöhlte und welche Rolle Terror dabei spielte.

ErinnernVerstehenAnalysierenSelbststeuerungBeziehungsfähigkeit
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Einige Hinweise zum Unterrichten dieser Einheit

Erfahrene Lehrkräfte betonen, dass der Fokus auf dem Prozess der 'Gleichschaltung' liegen sollte, nicht auf der bloßen Auflistung von Fakten. Wichtig ist es, die Schülerinnen und Schüler dazu anzuregen, die Mechanismen der Machtübernahme zu hinterfragen. Vermeiden Sie eine rein chronologische Darstellung, die den Eindruck einer unvermeidlichen Entwicklung erweckt. Nutzen Sie stattdessen gezielte Quellen, die die Brüche und Widersprüche im Prozess sichtbar machen.

Erfolgreiches Lernen zeigt sich darin, dass die Schülerinnen und Schüler die Unterschiede zwischen legalen und illegitimen Maßnahmen klar benennen können. Sie erkennen die Strategien der Nationalsozialisten und diskutieren die Rolle von Angst und Anpassung in der Gesellschaft. Ihre Analysen verbinden historische Fakten mit gesellschaftlichen Dynamiken.


Vorsicht vor diesen Fehlvorstellungen

  • Während des Stationenlernens könnte die Annahme entstehen, dass die 'Gleichschaltung' nur durch offene Gewalt und Illegales erfolgte.

    Nutzen Sie die Quellen an den Stationen gezielt, um den Unterschied zwischen legalen Maßnahmen wie dem Ermächtigungsgesetz und Terror wie der SA-Gewalt herauszuarbeiten. Fordern Sie die Schülerinnen und Schüler auf, in ihren Gruppen zu diskutieren, wie diese Methoden zusammenwirkten.

  • Während des Rollenspiels könnte die Annahme entstehen, dass SA und SS nur Hilfstruppen ohne zentrale Rolle waren.

    Im Rollenspiel selbst können die Schülerinnen und Schüler die Terrorfunktion der SA und SS durch die Spielsituation direkt erleben. Nutzen Sie die Reflexionsphase danach, um die psychologischen Effekte auf die Bevölkerung zu besprechen und die Rolle dieser Gruppen im Machtapparat zu vertiefen.

  • Während der Gruppendebatten könnte die Annahme entstehen, dass es starken organisierten Widerstand gegen die Zerschlagung der Gewerkschaften gab.

    Fordern Sie die Schülerinnen und Schüler in den Debatten auf, die sozialen Dynamiken zu betrachten, insbesondere die Rolle von Angst und schnellen Maßnahmen. Nutzen Sie die Diskussion, um die Passivität in der Bevölkerung zu thematisieren und die Gründe dafür gemeinsam zu erarbeiten.


In dieser Übersicht verwendete Methoden