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Geschichte · Klasse 10

Ideen für aktives Lernen

Die Konsumgesellschaft der 1950er Jahre

Aktives Lernen eignet sich besonders gut, um die Konsumgesellschaft der 1950er zu verstehen, weil die Schülerinnen und Schüler durch konkrete Materialien und Methoden die gesellschaftlichen Veränderungen begreifen können. Durch die Auseinandersetzung mit Alltagsgegenständen, Werbung und Debatten wird die abstrakte Thematik greifbar und lebendig.

KMK BildungsstandardsSachkompetenzOrientierungskompetenz
30–45 Min.Partnerarbeit → Ganze Klasse3 Aktivitäten

Aktivität 01

Museumsgang30 Min. · Kleingruppen

Analyse von Slogans: Die Sprache des Protests

Schüler untersuchen berühmte Slogans der 68er (z.B. 'Wer zweimal mit derselben pennt...'). In Kleingruppen interpretieren sie die Provokation dahinter und diskutieren, welche gesellschaftlichen Tabus damit angegriffen wurden.

Erklären Sie, wie der wirtschaftliche Aufschwung die Konsumgewohnheiten der Menschen veränderte.

ModerationstippWährend der Analyse von Slogans achten Sie darauf, dass die Schüler nicht nur die sprachliche Gestaltung, sondern auch die gesellschaftspolitische Botschaft hinter den Werbeaussagen erkennen.

Worauf zu achten istLassen Sie die Schüler auf einer Karteikarte drei neue Konsumgüter der 1950er Jahre nennen, die ihren Alltag veränderten. Bitten Sie sie anschließend, eine kurze Begründung zu geben, warum diese Güter als 'Fortschritt' galten.

VerstehenAnwendenAnalysierenErschaffenBeziehungsfähigkeitSozialbewusstsein
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Aktivität 02

Debatte40 Min. · Partnerarbeit

Debatte: Generationenkonflikt am Abendbrottisch

In einem Rollenspiel treffen ein konservativer Vater und seine studierende Tochter im Jahr 1968 aufeinander. Sie streiten über die NS-Vergangenheit des Vaters und den Lebensstil der Tochter. Die Klasse wertet die Argumente und die Gesprächskultur aus.

Analysieren Sie die Rolle der Medien und Werbung bei der Etablierung der Konsumgesellschaft.

Worauf zu achten istStellen Sie die Frage: 'Inwiefern unterscheidet sich die heutige Werbung von der Werbung in den 1950er Jahren?' Lassen Sie die Schüler Beispiele aus ihrer eigenen Erfahrung nennen und vergleichen Sie diese mit historischen Werbeanzeigen.

AnalysierenBewertenErschaffenSelbststeuerungEntscheidungsfähigkeit
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Aktivität 03

Museumsgang45 Min. · Kleingruppen

Museumsgang: Von der Revolte zum Terror

An Stationen wird der Weg einiger Aktivisten in den Untergrund (RAF) dokumentiert. Die Schüler analysieren Quelltexte zur Theorie der Stadtguerilla und bewerten kritisch den Übergang von legitimen Protest zu krimineller Gewalt.

Beurteilen Sie die sozialen Auswirkungen des Konsumbooms auf die deutsche Gesellschaft.

Worauf zu achten istGeben Sie den Schülern eine Liste mit Begriffen (z.B. 'Wirtschaftswunder', 'Trümmerfrauen', 'Fernseher', 'Kalter Krieg'). Bitten Sie sie, drei Begriffe auszuwählen, die ihrer Meinung nach am engsten mit der Entstehung der Konsumgesellschaft der 1950er Jahre verbunden sind, und begründen Sie ihre Wahl kurz.

VerstehenAnwendenAnalysierenErschaffenBeziehungsfähigkeitSozialbewusstsein
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Einige Hinweise zum Unterrichten dieser Einheit

Unterrichten Sie dieses Thema handlungsorientiert, indem Sie die Schüler mit historischen Quellen arbeiten lassen. Vermeiden Sie reine Frontalvorträge, da die Konsumgesellschaft der 1950er durch visuelle und emotionale Reize geprägt war. Nutzen Sie die Neugier der Schüler auf Alltagsgegenstände, um gesellschaftliche Prozesse zu erschließen. Forschungsergebnisse zeigen, dass die Auseinandersetzung mit Konsumgütern als kulturelle Artefakte das historische Denken fördert.

Erfolgreiches Lernen zeigt sich, wenn die Schülerinnen und Schüler die Mechanismen der Konsumgesellschaft erklären und in Beziehung zu gesellschaftlichen Entwicklungen setzen können. Sie sollten die Rolle von Konsum als Identitätsstifter und gesellschaftlichem Motor erkennen und kritisch reflektieren.


Vorsicht vor diesen Fehlvorstellungen

  • Während der Analyse von Slogans denken Schüler oft, Konsumwerbung der 1950er sei nur oberflächlich und unpolitisch.

    Nutzen Sie die Slogans, um zu zeigen, dass Werbung immer politisch aufgeladen war. Die Schüler sollen erkennen, wie Konsum als Mittel der Demokratievermittlung und des sozialen Aufstiegs inszeniert wurde, etwa durch die Betonung von Freiheit und Wohlstand im Gegensatz zum Nationalsozialismus.

  • Während der strukturierten Debatte glauben Schüler, der Generationenkonflikt sei nur ein individuelles Problem gewesen.

    Verweisen Sie in der Debatte auf die historischen Quellen wie Elternbriefe oder Jugendzeitschriften der 1950er. Die Schüler sollen verstehen, dass der Konflikt strukturell war und durch Konsumgewohnheiten sowie Wertevorstellungen der Elterngeneration geprägt wurde.


In dieser Übersicht verwendete Methoden