Digitale Präsentationstools
Die Schülerinnen und Schüler erproben den Einsatz verschiedener digitaler Tools zur Erstellung und Durchführung von Präsentationen.
Über dieses Thema
Digitale Präsentationstools ermöglichen Schülerinnen und Schülern in Klasse 9, verschiedene Programme wie PowerPoint, Google Slides oder Canva auszuprobieren. Sie erstellen Präsentationen, integrieren Multimedia-Elemente und führen diese durch. Dabei vergleichen sie Vorteile gegenüber analogen Methoden wie Flipcharts: Flexibilität bei Animationen, einfache Änderungen und interaktive Features steigern die Aufmerksamkeit des Publikums. Die Kernfragen des Themas laden ein, Funktionen zu bewerten und die Effizienz für die eigene Praxis zu beurteilen.
Im Fach Sprache, Literatur und Medien mit Fokus auf Identität und Verantwortung verbindet das Thema KMK-Standards zur digitalen Kommunikation und reflektierenden Mediennutzung. Schüler lernen, verantwortungsvoll mit Tools umzugehen, Zielgruppen anzupassen und ethische Aspekte wie Urheberrecht zu berücksichtigen. Dies stärkt Kompetenzen in Präsentation und Kommunikation, die im 2. Halbjahr der Einheit zentral sind.
Aktives Lernen eignet sich hervorragend, da Schüler durch eigenes Experimentieren mit Tools abstrakte Funktionen konkret erleben. Gemeinsame Erstellung und Peer-Feedback machen Erfolge spürbar und fördern Reflexion über Stärken und Schwächen.
Leitfragen
- Welche Vorteile bieten digitale Tools gegenüber analogen Präsentationsformen?
- Vergleichen Sie verschiedene Präsentationsprogramme hinsichtlich ihrer Funktionen und Einsatzmöglichkeiten.
- Beurteilen Sie die Effizienz des Einsatzes digitaler Tools für die eigene Präsentationspraxis.
Lernziele
- Vergleichen Sie die Funktionen und Benutzeroberflächen von mindestens drei verschiedenen digitalen Präsentationstools (z. B. PowerPoint, Google Slides, Canva) hinsichtlich ihrer Eignung für unterschiedliche Präsentationszwecke.
- Entwerfen Sie eine Präsentation, die gezielt multimediale Elemente (Bilder, Videos, Audio) integriert, um die Botschaft für eine spezifische Zielgruppe zu optimieren.
- Bewerten Sie die Effektivität des Einsatzes digitaler Präsentationswerkzeuge im Vergleich zu analogen Methoden (z. B. Flipchart) anhand von Kriterien wie Flexibilität, visueller Wirkung und Publikumsinteraktion.
- Erstellen Sie eine kurze Präsentation zu einem vorgegebenen Thema, die mindestens zwei fortgeschrittene Funktionen eines digitalen Tools (z. B. Masterfolien, Übergänge, Animationen) demonstrativ nutzt.
Bevor es losgeht
Warum: Schülerinnen und Schüler müssen grundlegende Kenntnisse im Umgang mit Text und Formatierung haben, um Inhalte für Präsentationen erstellen zu können.
Warum: Ein grundlegendes Verständnis für verschiedene Medienformate und deren Wirkung ist notwendig, um die Auswahl und Integration von Multimedia-Elementen in Präsentationen zu verstehen.
Schlüsselvokabular
| Präsentationssoftware | Computerprogramme, die speziell für die Erstellung und Durchführung von visuellen Präsentationen entwickelt wurden, oft mit Funktionen für Text, Bilder, Grafiken und Multimedia. |
| Multimedia-Elemente | Verschiedene Arten von Inhalten wie Bilder, Videos, Audioaufnahmen oder Animationen, die in eine Präsentation integriert werden, um sie ansprechender und informativer zu gestalten. |
| Zielgruppenorientierung | Die Anpassung von Inhalten und Darstellungsformen einer Präsentation an die spezifischen Bedürfnisse, Vorkenntnisse und Interessen des Publikums. |
| Interaktive Elemente | Funktionen innerhalb einer digitalen Präsentation, die es dem Publikum ermöglichen, mit den Inhalten zu interagieren, z. B. durch Abstimmungen, Quizfragen oder anklickbare Links. |
| Urheberrecht | Das Recht des Schöpfers eines Werkes, die Nutzung seines Werkes zu kontrollieren. Bei digitalen Präsentationen ist es wichtig, nur Material zu verwenden, für das Lizenzen vorliegen oder das gemeinfrei ist. |
Vorsicht vor diesen Fehlvorstellungen
Häufige FehlvorstellungDigitale Tools machen jede Präsentation automatisch besser.
Was Sie stattdessen lehren sollten
Tools unterstützen, ersetzen aber keinen guten Inhalt oder klare Struktur. Aktive Peer-Diskussionen helfen Schülern, zu erkennen, dass überladene Folien ablenken. Durch eigenes Testen lernen sie, Inhalt priorisieren.
Häufige FehlvorstellungAlle Präsentationsprogramme sind gleichwertig.
Was Sie stattdessen lehren sollten
Jedes Tool hat spezifische Stärken, wie Kollaboration bei Google Slides. Vergleichsstationen machen Unterschiede erlebbar und fördern fundierte Auswahl. Schüler reflektieren in Gruppen, wann welches Tool passt.
Häufige FehlvorstellungAnaloge Präsentationen sind immer überlegen.
Was Sie stattdessen lehren sollten
Digitale Tools bieten Vorteile wie Aktualisierbarkeit, doch Übung zeigt Grenzen wie Technikfehler. Hands-on-Vergleiche klären Vorurteile und stärken differenziertes Denken durch direkte Erfahrung.
Ideen für aktives Lernen
Alle Aktivitäten ansehenLernen an Stationen: Tool-Vergleich
Richten Sie vier Stationen ein: PowerPoint (Animationen), Google Slides (Zusammenarbeit), Canva (Design) und Prezi (Zoomen). Gruppen testen jede Station 10 Minuten, notieren Vor- und Nachteile und präsentieren am Ende. Schüler vergleichen Ergebnisse plenum.
Paararbeit: Eigene Präsentation bauen
In Paaren wählen Schüler ein Thema zur Identität, erstellen eine 5-Folien-Präsentation mit einem Tool und üben die Durchführung. Sie integrieren mindestens ein Multimedia-Element und notieren Herausforderungen. Abschließende Peer-Runde gibt Feedback.
Klassenrunde: Tool-Challenge
Die Klasse teilt sich in Teams auf, jedes bekommt ein Tool zugewiesen. Innerhalb von 20 Minuten erstellen sie eine kurze Präsentation zu einem Key Question. Teams präsentieren und die Klasse bewertet Effizienz und Funktionen gemeinsam.
Individuell: Reflexionsportfolio
Jeder Schüler testet zwei Tools eigenständig, erstellt Screenshots von Features und schreibt eine kurze Bewertung. Am Ende laden sie ihr Portfolio hoch und teilen es in einer Galerieansicht.
Bezüge zur Lebenswelt
- Marketingexperten in Agenturen wie 'Ogilvy' nutzen täglich Präsentationssoftware, um Kunden Kampagnenentwürfe vorzustellen und visuell überzeugende Argumente zu liefern, oft unter Einbindung von Video und interaktiven Grafiken.
- Wissenschaftler auf Konferenzen wie der 'Deutschen Physikalischen Gesellschaft' präsentieren ihre Forschungsergebnisse mithilfe von Tools wie PowerPoint oder Keynote, wobei sie komplexe Daten durch Diagramme und Animationen veranschaulichen.
- Journalisten und Redakteure bei Nachrichtenportalen wie 'Spiegel Online' erstellen multimediale Berichte, die oft Elemente von Präsentationen enthalten, um komplexe Sachverhalte für ein breites Publikum verständlich aufzubereiten.
Ideen zur Lernstandserhebung
Die Schülerinnen und Schüler erhalten eine Karte mit der Frage: 'Welches digitale Präsentationstool würden Sie für eine Präsentation über ein komplexes wissenschaftliches Thema empfehlen und warum? Nennen Sie mindestens zwei spezifische Funktionen, die dafür sprechen.' Sie schreiben ihre Antwort auf die Karte.
Zwei Schülerinnen oder Schüler arbeiten zusammen an einer kurzen Präsentation. Nach Fertigstellung tauschen sie die Präsentationen aus und bewerten sie anhand einer Checkliste: 'Sind die Folien übersichtlich gestaltet? Wurden mindestens zwei Multimedia-Elemente sinnvoll eingesetzt? Ist die Zielgruppe berücksichtigt?' Sie geben sich gegenseitig schriftliches Feedback.
Der Lehrer zeigt kurz zwei unterschiedliche Präsentationsfolien (eine gut, eine weniger gut gestaltet). Die Schülerinnen und Schüler schreiben auf ein Blatt Papier, was sie an der guten Folie loben und was sie an der schlechten Folie verbessern würden, und geben das Blatt ab.
Häufig gestellte Fragen
Welche Vorteile haben digitale Präsentationstools gegenüber analogen Formen?
Wie vergleiche ich Präsentationsprogramme effektiv?
Wie fördert aktives Lernen den Umgang mit digitalen Präsentationstools?
Welche häufigen Fehler passieren bei digitalen Präsentationen?
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