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Politik · Klasse 7

Ideen für aktives Lernen

Zivilcourage: Eingreifen bei Unrecht

Aktive Methoden wie Rollenspiele und Strategie-Entwicklung machen die unsichtbaren psychologischen Barrieren von Zivilcourage greifbar. Durch konkretes Ausprobieren in geschützten Settings erkennen Schülerinnen und Schüler, dass Zivilcourage oft im Kleinen beginnt und jeder einen Beitrag leisten kann.

KMK BildungsstandardsKMK: Sekundarstufe I - Soziale KompetenzKMK: Sekundarstufe I - Politische Handlungskompetenz
25–45 Min.Partnerarbeit → Ganze Klasse4 Aktivitäten

Aktivität 01

Rollenspiel45 Min. · Kleingruppen

Rollenspiel: Eingriffsszenarien

Richten Sie vier Stationen mit Alltagsszenarien ein: Mobbing in der Pause, Diskriminierung im Unterricht, Regelbruch im Sport. Gruppen proben Eingriffe, wechseln alle 10 Minuten und notieren Strategien. Abschließende Plenumdiskussion.

Analysieren Sie die psychologischen Barrieren, die Zivilcourage erschweren können.

ModerationstippSorgen Sie bei den Rollenspiel-Stationen für eine klare Struktur mit Rollenkarten und Zeitvorgaben, damit die Schülerinnen und Schüler Sicherheit im Ausprobieren finden.

Worauf zu achten istStellen Sie den Schülerinnen und Schülern folgende Frage: 'Stellen Sie sich vor, Sie sehen, wie jemand unfair behandelt wird. Welche drei Dinge könnten Sie tun, um zu helfen, und warum wählen Sie diese Vorgehensweise?' Sammeln Sie die Antworten und diskutieren Sie die verschiedenen Strategien.

AnwendenAnalysierenBewertenSozialbewusstseinSelbstwahrnehmung
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Aktivität 02

Rollenspiel30 Min. · Partnerarbeit

Barrieren-Karten: Brainstorming

Schülerinnen und Schüler sammeln in Paaren psychologische Barrieren auf Karten, sortieren sie nach Häufigkeit und bewerten Einflussstärke. Gemeinsam entwickeln sie Gegenstrategien pro Karte.

Entwickeln Sie Strategien, wie man in verschiedenen Situationen von Unrecht eingreifen kann.

ModerationstippNutzen Sie die Barrieren-Karten als stille Reflexionsphase, bevor die Ideen im Plenum geteilt werden, um auch zurückhaltende Stimmen einzubinden.

Worauf zu achten istBitten Sie die Schülerinnen und Schüler, auf einen Zettel zu schreiben: 'Eine Situation, in der ich Zivilcourage zeigen könnte, ist...'. Geben Sie ihnen dann eine zweite Frage vor: 'Eine Strategie, die ich in dieser Situation anwenden könnte, ist...'. Sammeln Sie die Karten zur Überprüfung des Verständnisses.

AnwendenAnalysierenBewertenSozialbewusstseinSelbstwahrnehmung
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Aktivität 03

Rollenspiel35 Min. · Ganze Klasse

Strategie-Entwicklungsring

Im Kreis teilen Gruppen reale Situationen und präsentieren eine Strategie. Jede Gruppe baut darauf auf, testet in Mini-Rollenspielen und votet die beste Variante.

Bewerten Sie die Verantwortung jedes Einzelnen für das Einstehen für Recht und Gerechtigkeit.

ModerationstippLassen Sie beim Strategie-Entwicklungsring die Gruppen ihre Lösungen auf Flipcharts festhalten, damit die Vielfalt der Ansätze sichtbar wird.

Worauf zu achten istZeigen Sie kurze Szenarien auf Karten (z.B. jemand wird ausgelacht, ein Spiel wird unfair gespielt). Lassen Sie die Schülerinnen und Schüler mit 'Daumen hoch' (ich würde etwas tun) oder 'Daumen runter' (ich würde nichts tun) reagieren. Fragen Sie anschließend einige Schüler, warum sie so reagiert haben und welche konkrete Handlung sie vorschlagen würden.

AnwendenAnalysierenBewertenSozialbewusstseinSelbstwahrnehmung
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Aktivität 04

Rollenspiel25 Min. · Einzelarbeit

Persönlicher Zivilcourage-Plan

Individuell skizzieren Schülerinnen und Schüler ihren Plan für drei Szenarien, inklusive erster Schritte und Helfer. Austausch in kleinen Gruppen für Feedback.

Analysieren Sie die psychologischen Barrieren, die Zivilcourage erschweren können.

ModerationstippFordern Sie die Schülerinnen und Schüler auf, beim persönlichen Zivilcourage-Plan konkrete Situationen aus ihrem Alltag einzubringen, um die Transferleistung zu fördern.

Worauf zu achten istStellen Sie den Schülerinnen und Schülern folgende Frage: 'Stellen Sie sich vor, Sie sehen, wie jemand unfair behandelt wird. Welche drei Dinge könnten Sie tun, um zu helfen, und warum wählen Sie diese Vorgehensweise?' Sammeln Sie die Antworten und diskutieren Sie die verschiedenen Strategien.

AnwendenAnalysierenBewertenSozialbewusstseinSelbstwahrnehmung
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Vorlagen

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Einige Hinweise zum Unterrichten dieser Einheit

Zivilcourage lebt von der konkreten Auseinandersetzung mit Alltagssituationen. Vermeiden Sie abstrakte Diskussionen, indem Sie die Schülerinnen und Schüler direkt in Handlungsoptionen denken lassen. Betonen Sie, dass Zivilcourage nicht heldenhaft sein muss, sondern oft im Kleinen beginnt. Forschungsbasiert zeigt sich, dass die Kombination aus Rollenspielen und Reflexion die Selbstwirksamkeit nachhaltig stärkt.

Erfolgreiches Lernen zeigt sich darin, dass die Schülerinnen und Schüler realistische Handlungsoptionen benennen und psychologische Barrieren wie Gruppendruck oder Angst benennen. Sie reflektieren eigene Grenzen und entwickeln individuelle Strategien für sichere Interventionen.


Vorsicht vor diesen Fehlvorstellungen

  • During Rollenspiel-Stationen beobachten Sie, wie Schülerinnen und Schüler Zivilcourage nur mit übertriebenen oder lauten Handlungen verbinden.

    Lenken Sie die Aufmerksamkeit während der Reflexionsphase auf kleine, aber wirksame Schritte wie Fragen stellen oder Dritte hinzuziehen. Nutzen Sie die Barrieren-Karten, um Ängste und Gruppendruck konkret zu benennen und zu entkräften.

  • During die Barrieren-Karten beobachten Sie, dass Schülerinnen und Schüler Eingreifen grundsätzlich als gefährlich und eskalierend einschätzen.

    Führen Sie während der Diskussion der Barrieren-Karten gezielt die Strategie des Einbeziehens Dritter als sichere Alternative ein. Nutzen Sie das Strategie-Entwicklungsschema, um die Vorteile dieser Methode in konkreten Szenarien zu erarbeiten.

  • During den Strategie-Entwicklungsring argumentieren einige Schülerinnen und Schüler, dass Passivität vor Konflikten schützt.

    Nutzen Sie die Reflexionsfragen des Strategie-Entwicklungsrings, um die langfristigen Folgen von Passivität in einem konkreten Szenario zu beleuchten. Fordern Sie die Gruppen auf, die Perspektive des Opfers einzunehmen, um Verantwortungsbewusstsein zu wecken.


In dieser Übersicht verwendete Methoden