Historische Entwicklung der Europäischen Integration
Die Schülerinnen und Schüler verfolgen die historische Entwicklung der Europäischen Integration von den Anfängen bis zur heutigen EU und identifizieren prägende Etappen und Motive.
Leitfragen
- Analysieren Sie die Gründungsgedanken und -ziele der Europäischen Wirtschaftsgemeinschaft (EWG) und bewerten Sie deren Relevanz für die heutige EU.
- Erklären Sie die wichtigsten Erweiterungsrunden der EU und deren Auswirkungen auf die politische und wirtschaftliche Struktur der Union.
- Vergleichen Sie die ursprünglichen Integrationsmodelle mit dem heutigen Zustand der EU und differenzieren Sie die treibenden Kräfte der Integration.
KMK Bildungsstandards
Über dieses Thema
Die Europäische Union ist ein politisches System sui generis, das weder Staat noch reiner Staatenbund ist. In dieser Einheit analysieren die Schülerschaft das 'Institutionelle Dreieck' aus Europäischer Kommission, Rat der EU und Europäischem Parlament. Der Fokus liegt auf dem ordentlichen Gesetzgebungsverfahren und der Frage, wie europäisches Recht nationales Recht bricht. Die KMK-Standards zur Systemanalyse fordern hier ein tiefes Verständnis der Entscheidungsprozesse.
Schüler setzen sich kritisch mit dem Vorwurf des Demokratiedefizits auseinander und untersuchen die Rolle der nationalen Parlamente. Da die EU-Gesetzgebung oft abstrakt wirkt, ist es wichtig, sie an konkreten Beispielen wie dem Digital Services Act oder Umweltrichtlinien greifbar zu machen. Simulationen von Trilog-Verhandlungen bieten den Schülern die Möglichkeit, die Dynamik zwischen supranationalen Interessen und nationalen Egoismen selbst zu erleben.
Ideen für aktives Lernen
Planspiel: Der EU-Trilog
Schüler vertreten Kommission, Parlament und Rat. Sie müssen sich auf einen Kompromiss für eine fiktive Richtlinie zur Plastikvermeidung einigen, während Lobbygruppen versuchen, Einfluss zu nehmen.
Forschungskreis: Wer entscheidet was?
In Kleingruppen ordnen Schüler verschiedene Politikfelder (Währung, Bildung, Verteidigung) den Zuständigkeitsebenen (EU vs. Nationalstaat) zu und begründen dies mit dem Subsidiaritätsprinzip.
Ich-Du-Wir (Denken-Austauschen-Vorstellen): Das Demokratiedefizit
Schüler diskutieren paarweise: Fühle ich mich durch das EU-Parlament repräsentiert? Sie vergleichen die Macht des Parlaments mit der des Rates.
Vorsicht vor diesen Fehlvorstellungen
Häufige FehlvorstellungDie EU-Kommission ist die alleinige Regierung Europas.
Was Sie stattdessen lehren sollten
Die Kommission hat das Initiativrecht, aber Rat und Parlament müssen den Gesetzen zustimmen. Das Rollenspiel im Trilog hilft, die Gewaltenteilung in der EU zu verstehen.
Häufige FehlvorstellungDas Europäische Parlament hat keine echte Macht.
Was Sie stattdessen lehren sollten
Seit dem Vertrag von Lissabon ist das Parlament in fast allen Bereichen gleichberechtigter Gesetzgeber. Die Untersuchung von Gesetzgebungsprozessen zeigt den Schülern den tatsächlichen Einfluss der Abgeordneten.
Vorgeschlagene Methoden
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Häufig gestellte Fragen
Was bedeutet das Subsidiaritätsprinzip?
Wer sitzt im Europäischen Rat?
Wie wird man EU-Kommissar?
Wie können Simulationen helfen, die EU-Bürokratie zu verstehen?
Planungsvorlagen für Demokratie und Verantwortung in einer globalisierten Welt
GeWi
Eine Vorlage für Gesellschaftswissenschaften, die auf Quellenanalyse und historischem Denken basiert. Sie umfasst dokumentenbasierte Aufgaben, Diskussionen und den Wechsel der Perspektiven.
unit plannerGesellschaftswissenschaftliche Einheit
Planen Sie eine Einheit für Gesellschaftswissenschaften, die auf Quellenstudium, historischem Denken und politischer Urteilsbildung beruht. Lernende analysieren Belege und entwickeln begründete Positionen zu historischen und aktuellen Fragen.
rubricGeWi Bewertungsraster
Erstellen Sie ein Raster für quellenbasierte Aufgaben, historische Argumentationen, Referate oder Diskussionen, das historisches Denken, Quellenarbeit und Multiperspektivität bewertet.
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