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Politik · Klasse 12

Ideen für aktives Lernen

Brexit: Ursachen und Folgen

Aktive Lernformen sind hier besonders wirksam, weil der Brexit viele Perspektiven vereint: politische Debatten, wirtschaftliche Interessen und gesellschaftliche Emotionen. Schülerinnen und Schüler entwickeln durch konkrete Handlungen wie Rollenspiele oder Debatten ein tiefes Verständnis für komplexe Zusammenhänge, die sonst abstrakt bleiben könnten.

KMK BildungsstandardsKMK: Sekundarstufe II - Europaeische UnionKMK: Sekundarstufe II - Systemanalyse
35–60 Min.Partnerarbeit → Ganze Klasse4 Aktivitäten

Aktivität 01

Debatte45 Min. · Kleingruppen

Debatte: Pro und Contra Brexit

Teilen Sie die Klasse in zwei Gruppen: Remain und Leave. Jede Gruppe bereitet Argumente zu Ursachen und Folgen vor, präsentiert 5 Minuten und rebuttet. Schließen Sie mit Abstimmung und Reflexion ab.

Analysieren Sie die politischen, wirtschaftlichen und sozialen Ursachen, die zum Brexit-Referendum führten.

ModerationstippBei der Debatte: Weisen Sie die Gruppen an, zunächst Argumente mit konkreten Beispielen aus der Timeline zu untermauern.

Worauf zu achten istTeilen Sie die Klasse in zwei Gruppen: eine vertritt die Interessen des Vereinigten Königreichs nach dem Brexit, die andere die der EU. Geben Sie jeder Gruppe eine Liste mit 3-4 spezifischen wirtschaftlichen oder politischen Herausforderungen (z.B. Fischereirechte, Finanzdienstleistungen). Die Gruppen diskutieren und präsentieren ihre Lösungsansätze.

AnalysierenBewertenErschaffenSelbststeuerungEntscheidungsfähigkeit
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Aktivität 02

Fallstudienanalyse50 Min. · Kleingruppen

Timeline-Analyse: Brexit-Chronologie

Gruppen erstellen eine interaktive Timeline mit Schlüsseldaten, Ursachen und Folgen. Sie recherchieren Quellen, visualisieren mit Digitaltools und präsentieren Verbindungen zu EU-Politik.

Bewerten Sie die kurz- und langfristigen Auswirkungen des Brexit auf die Wirtschaft und Politik des Vereinigten Königreichs und der EU.

ModerationstippBei der Timeline-Analyse: Geben Sie den Schülerinnen und Schülern leere Kärtchen, auf denen sie fehlende Ereignisse ergänzen müssen.

Worauf zu achten istJeder Schüler erhält eine Karte mit einer der drei Hauptursachen des Brexit (politisch, wirtschaftlich, sozial). Die Schüler schreiben auf die Karte: 1) Eine kurze Erklärung der Ursache und 2) Eine konkrete Folge für entweder das Vereinigte Königreich oder die EU.

AnalysierenBewertenErschaffenEntscheidungsfähigkeitSelbststeuerung
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Aktivität 03

Rollenspiel60 Min. · Kleingruppen

Rollenspiel: Brexit-Verhandlungen

Schüler verkörpern UK-Politiker, EU-Vertreter und Stakeholder. Sie verhandeln ein Abkommen zu Handel und Mobilität, notieren Kompromisse und bewerten Ergebnisse.

Erklären Sie, welche Lehren die EU aus dem Brexit ziehen kann, um zukünftigen Desintegrationsprozessen vorzubeugen.

ModerationstippBeim Rollenspiel: Verteilen Sie Rollen mit festen Interessenslagen, damit die Verhandlungen realistisch und zielgerichtet verlaufen.

Worauf zu achten istStellen Sie eine Tabelle mit zwei Spalten bereit: 'Auswirkungen auf das Vereinigte Königreich' und 'Auswirkungen auf die EU'. Bitten Sie die Schüler, jeweils 2-3 spezifische kurzfristige und 2-3 spezifische langfristige Folgen einzutragen, die sie im Unterricht erarbeitet haben.

AnwendenAnalysierenBewertenSozialbewusstseinSelbstwahrnehmung
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Aktivität 04

Fallstudienanalyse35 Min. · Partnerarbeit

Auswirkungs-Matrix: Kurz- vs. Langfristig

Individuell oder in Paaren füllen Schüler eine Matrix mit wirtschaftlichen, politischen und sozialen Effekten für UK und EU. Diskutieren Sie in Plenum und priorisieren Lehren für die EU.

Analysieren Sie die politischen, wirtschaftlichen und sozialen Ursachen, die zum Brexit-Referendum führten.

ModerationstippBei der Auswirkungs-Matrix: Nutzen Sie farbige Markierungen, um kurz- und langfristige Folgen sofort sichtbar zu machen.

Worauf zu achten istTeilen Sie die Klasse in zwei Gruppen: eine vertritt die Interessen des Vereinigten Königreichs nach dem Brexit, die andere die der EU. Geben Sie jeder Gruppe eine Liste mit 3-4 spezifischen wirtschaftlichen oder politischen Herausforderungen (z.B. Fischereirechte, Finanzdienstleistungen). Die Gruppen diskutieren und präsentieren ihre Lösungsansätze.

AnalysierenBewertenErschaffenEntscheidungsfähigkeitSelbststeuerung
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Vorlagen

Vorlagen, die zu diesen Politik-Aktivitäten passen

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Einige Hinweise zum Unterrichten dieser Einheit

Erfahrene Lehrkräfte arbeiten mit multiperspektivischen Zugängen, um Einseitigkeiten zu vermeiden. Sie vermeiden es, die Debatte auf wirtschaftliche Fragen zu reduzieren, und lenken den Blick stattdessen auf politische und soziale Dimensionen. Wichtig ist, dass die Schülerinnen und Schüler lernen, dass historische Ereignisse nie monokausal sind, sondern durch ein Geflecht von Faktoren geprägt werden. Aktuelle Bezüge, etwa zu anderen EU-Austrittsbestrebungen, können das Thema zusätzlich lebendig machen.

Erfolgreiches Lernen zeigt sich daran, dass die Schülerinnen und Schüler die Ursachen des Brexit nicht nur aufzählen, sondern in ihren Wechselwirkungen erklären und Folgen differenziert bewerten können. Sie nutzen Quellen kritisch, argumentieren sachlich und erkennen die Mehrdimensionalität des Themas.


Vorsicht vor diesen Fehlvorstellungen

  • Während der Debatte 'Pro und Contra Brexit' beobachten Sie, wie viele Schülerinnen und Schüler wirtschaftliche Argumente einseitig in den Vordergrund stellen.

    Nutzen Sie die vorbereiteten Kärtchen mit politischen und sozialen Ursachen wie Souveränitätsfragen oder Einwanderungsängsten, um die Gruppen dazu anzuhalten, diese Aspekte gleichwertig zu berücksichtigen.

  • Während des Rollenspiels 'Brexit-Verhandlungen' nehmen einige Schülerinnen und Schüler an, die EU sei durch den Brexit dauerhaft geschwächt.

    Fordern Sie die Gruppen auf, in ihren Verhandlungen konkrete Reformmaßnahmen der EU zu benennen, die deren Resilienz zeigen, etwa durch engere Zusammenarbeit in der Verteidigungspolitik.

  • Während der Auswirkungs-Matrix 'Kurz- vs. Langfristig' gehen einige davon aus, dass die EU aus dem Brexit nichts lernen kann.

    Lassen Sie die Schülerinnen und Schüler in Kleingruppen systemische Analysen erstellen, in denen sie Reformpotenziale wie stärkere Bürgerbeteiligung identifizieren und mit Beispielen belegen.


In dieser Übersicht verwendete Methoden