Rationalismus: Descartes und der Zweifel
Die Schülerinnen und Schüler rekonstruieren Descartes' methodischen Zweifel und seine Begründung der Erkenntnis durch die Vernunft ('Cogito ergo sum').
Leitfragen
- Erklären Sie Descartes' methodischen Zweifel und seine Funktion als Erkenntnisgrundlage.
- Analysieren Sie die Bedeutung des 'Cogito ergo sum' für die rationalistische Erkenntnistheorie.
- Bewerten Sie die Reichweite und die Grenzen von Descartes' rationalistischer Erkenntnisbegründung.
KMK Bildungsstandards
Über dieses Thema
Diese klassische rechtsphilosophische Debatte bildet das Fundament für das Verständnis von Gerechtigkeit und Gesetz. Die Schüler untersuchen den Rechtspositivismus (Recht ist, was gesetzt wurde) im Kontrast zum Naturrecht (es gibt übergeordnete moralische Prinzipien). Besonders im Kontext der deutschen Geschichte (NS-Unrecht) wird die Frage zentral: Wann darf oder muss man einem Gesetz den Gehorsam verweigern?
Gemäß den KMK-Standards zur ethischen Reflexion analysieren die Lernenden die Radbruchsche Formel und das Widerstandsrecht nach Art. 20 Abs. 4 GG. Sie diskutieren aktuelle Beispiele von zivilem Ungehorsam, etwa im Klimaschutz. Das Thema fördert die Fähigkeit, moralische Urteile von rechtlichen Fakten zu unterscheiden und dennoch deren Verbindung zu verstehen. Aktive Diskussionen über Grenzfälle helfen den Schülern, ihre eigene moralische Position zu festigen.
Ideen für aktives Lernen
Simulierte Gerichtsverhandlung: Die Mauerschützen-Prozesse
Schüler simulieren einen Prozess gegen Grenzsoldaten der DDR. Die Verteidigung argumentiert rechtspositivistisch (Befehl ist Befehl), die Anklage naturrechtlich (Verstoß gegen die Menschlichkeit). Ein Richterkollegium fällt ein begründetes Urteil.
Ich-Du-Wir (Denken-Austauschen-Vorstellen): Ziviler Ungehorsam heute
Schüler bewerten Aktionen von Klimaktivisten (z.B. Straßenblockaden). Sie prüfen einzeln, ob diese durch ein 'höheres Recht' legitimiert sind, diskutieren dies mit einem Partner und suchen im Plenum nach Kriterien für legitimen Widerstand.
Lernen an Stationen: Philosophen im Dialog
An Stationen lernen Schüler Positionen von Kelsen, Radbruch und Aquin kennen. Sie müssen diese Positionen auf einen modernen Fall (z.B. Sterbehilfe) anwenden und die Argumente vergleichen.
Vorsicht vor diesen Fehlvorstellungen
Häufige FehlvorstellungNaturrecht bedeutet, dass jeder tun kann, was er für richtig hält.
Was Sie stattdessen lehren sollten
Naturrecht bezieht sich auf universelle, objektive Werte (wie Menschenwürde), nicht auf subjektive Meinungen. Die Analyse historischer Texte hilft Schülern, den Unterschied zwischen Willkür und ethischer Gebundenheit zu verstehen.
Häufige FehlvorstellungRechtspositivismus ist 'schlecht', weil er Diktaturen ermöglicht.
Was Sie stattdessen lehren sollten
Rechtspositivismus sorgt in einer Demokratie für Rechtssicherheit und Vorhersehbarkeit. Durch Debatten erkennen Schüler, dass beide Positionen wichtige Funktionen im Rechtsstaat erfüllen.
Vorgeschlagene Methoden
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Häufig gestellte Fragen
Was besagt die Radbruchsche Formel?
Wann erlaubt das Grundgesetz Widerstand?
Was ist der Unterschied zwischen Recht und Moral?
Wie fördert aktives Lernen das Verständnis von Rechtsphilosophie?
Mehr in Was können wir wissen? Erkenntnistheorie
Empirismus: Locke und die Erfahrung
Die Schülerinnen und Schüler untersuchen Lockes empiristische Erkenntnistheorie, das Konzept der 'tabula rasa' und die Rolle der Sinneserfahrung.
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Hume: Skepsis und Kausalität
Die Schülerinnen und Schüler setzen sich mit Humes radikalem Empirismus, seiner Kritik an der Kausalität und den Grenzen der menschlichen Erkenntnis auseinander.
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Kants kopernikanische Wende: Transzendentalphilosophie
Die Schülerinnen und Schüler analysieren Kants 'kopernikanische Wende' und seine transzendentale Erkenntnistheorie als Synthese von Rationalismus und Empirismus.
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Das Ding an sich und die Grenzen der Erkenntnis
Die Schülerinnen und Schüler untersuchen Kants Konzept des 'Dings an sich' und die damit verbundenen Grenzen der menschlichen Erkenntnis.
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Wahrheitstheorien: Korrespondenz, Kohärenz, Konsens
Die Schülerinnen und Schüler vergleichen verschiedene Wahrheitstheorien (Korrespondenz, Kohärenz, Konsens) und diskutieren ihre Anwendungsbereiche.
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