Empirismus: Locke und die Erfahrung
Die Schülerinnen und Schüler untersuchen Lockes empiristische Erkenntnistheorie, das Konzept der 'tabula rasa' und die Rolle der Sinneserfahrung.
Leitfragen
- Differentiieren Sie Lockes empiristischen Ansatz von Descartes' Rationalismus.
- Erklären Sie, wie Locke die Entstehung von Ideen aus der Erfahrung beschreibt.
- Analysieren Sie die Herausforderungen, die sich aus der alleinigen Begründung von Wissen durch Erfahrung ergeben.
KMK Bildungsstandards
Über dieses Thema
Warum strafen wir? Diese Frage führt die Schüler in die verschiedenen Straftheorien des deutschen Rechts: Vergeltung (Schuldausgleich), Generalprävention (Abschreckung der Allgemeinheit) und Spezialprävention (Resozialisierung des Täters). Die Schüler analysieren, wie das deutsche Strafrecht versucht, diese Ziele zu vereinen, und wo es an seine Grenzen stößt.
Im Rahmen der KMK-Standards zu Recht und Gesellschaft bewerten die Lernenden die Wirksamkeit von Strafen und diskutieren über die Gerechtigkeit des Justizsystems. Ein besonderer Fokus liegt auf dem Jugendstrafrecht, das den Erziehungsgedanken in den Vordergrund stellt. Durch Fallstudien und den Vergleich mit anderen Rechtssystemen (z.B. USA) entwickeln die Schüler eine differenzierte Sicht auf das staatliche Gewaltmonopol und die Rechte von Tätern und Opfern.
Ideen für aktives Lernen
Planspiel: Strafmaß-Konferenz
Schüler erhalten die Akte eines fiktiven Falls. In Gruppen nehmen sie die Rollen von Richter, Staatsanwalt und Sozialarbeiter ein und müssen ein Urteil begründen, das verschiedene Strafzwecke (z.B. Resozialisierung vs. Abschreckung) berücksichtigt.
Debatte: Das Jugendstrafrecht
Die Klasse debattiert die These: 'Das Jugendstrafrecht sollte bei schweren Gewalttaten dem Erwachsenenstrafrecht angeglichen werden'. Ein Team fokussiert auf den Erziehungsgedanken, das andere auf den Opferschutz und Sühne.
Museumsgang: Gefängnismodelle weltweit
Schüler vergleichen an Stationen verschiedene Haftkonzepte (z.B. skandinavischer 'offener Vollzug' vs. US-amerikanische 'Supermax'-Gefängnisse). Sie bewerten die Modelle hinsichtlich Rückfallquoten und Menschenwürde.
Vorsicht vor diesen Fehlvorstellungen
Häufige FehlvorstellungHärtere Strafen führen immer zu weniger Kriminalität.
Was Sie stattdessen lehren sollten
Statistiken zeigen oft, dass die Entdeckungswahrscheinlichkeit wichtiger ist als das Strafmaß. Durch die Analyse von Kriminalstatistiken im Unterricht können Schüler diese Annahme kritisch hinterfragen.
Häufige FehlvorstellungLebenslange Haft bedeutet in Deutschland, dass man nie wieder freikommt.
Was Sie stattdessen lehren sollten
Nach 15 Jahren kann die Strafe zur Bewährung ausgesetzt werden, sofern keine besondere Schwere der Schuld vorliegt. Die Arbeit mit dem StGB klärt Schüler über die Realität des deutschen Strafvollzugs auf.
Vorgeschlagene Methoden
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Häufig gestellte Fragen
Was ist der Unterschied zwischen Mord und Totschlag?
Was bedeutet Resozialisierung?
Warum gibt es im Jugendstrafrecht keine lebenslange Haft?
Welchen Vorteil bietet die Simulation von Gerichtsprozessen?
Mehr in Was können wir wissen? Erkenntnistheorie
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