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Kunst · Klasse 8 · Mensch und Identität: Das Porträt im Wandel · 1. Halbjahr

Das Selbstporträt als Identitätssuche

Die Schülerinnen und Schüler erstellen eigene Selbstporträts, die Aspekte ihrer Identität reflektieren.

KMK BildungsstandardsBildnerische ProduktionFantasieren und Imaginieren

Über dieses Thema

Das Selbstporträt als Identitätssuche lädt Schülerinnen und Schüler der Klasse 8 ein, ihre Persönlichkeit durch künstlerische Mittel auszudrücken. Sie wählen Materialien wie Aquarell, Collagen oder Mixed Media, um Aspekte wie Emotionen, Hobbys, familiäre Wurzeln oder Zukunftsträume darzustellen. Dies fördert die Kompetenzen in bildnerischer Produktion und Fantasieren sowie Imaginieren nach KMK-Standards. Die Schüler analysieren zentrale Fragen: Wie drücke ich meine Persönlichkeit aus? Welche Herausforderungen und Chancen birgt die Selbstdarstellung? Warum diese Materialien?

In der Unit 'Mensch und Identität: Das Porträt im Wandel' entsteht ein Bezug zu historischen und zeitgenössischen Porträts. Schüler vergleichen ihre Werke mit Beispielen von Frida Kahlo oder Cindy Sherman und reflektieren, wie Identität wandelt. Sie begründen Technikentscheidungen und diskutieren die Wirkung auf Betrachter. So entsteht ein Verständnis für subjektive Darstellung in der Kunst.

Aktives Lernen eignet sich hervorragend, weil Schüler durch Experimentieren mit Materialien und Peer-Feedback ihre eigenen Identitätsaspekte entdecken. Hands-on-Arbeiten machen abstrakte Konzepte greifbar, fördern Selbstreflexion und stärken künstlerisches Selbstvertrauen.

Leitfragen

  1. Wie können Sie Ihre Persönlichkeit durch künstlerische Mittel im Selbstporträt ausdrücken?
  2. Analysieren Sie die Herausforderungen und Chancen der Selbstdarstellung in der Kunst.
  3. Begründen Sie die Wahl Ihrer Materialien und Techniken zur Darstellung Ihrer Identität.

Lernziele

  • Schülerinnen und Schüler analysieren die bewusste Auswahl von künstlerischen Materialien und Techniken zur Darstellung spezifischer Identitätsmerkmale in ihren Selbstporträts.
  • Schülerinnen und Schüler vergleichen die Darstellung von Identität in ihren eigenen Selbstporträts mit historischen und zeitgenössischen Beispielen.
  • Schülerinnen und Schüler entwerfen ein Selbstporträt, das mindestens drei verschiedene Aspekte ihrer persönlichen Identität (z.B. Emotionen, Interessen, kultureller Hintergrund) visuell integriert.
  • Schülerinnen und Schüler erklären die Verbindung zwischen ihrer persönlichen Identitätssuche und den gewählten künstlerischen Ausdrucksformen in ihrem Selbstporträt.
  • Schülerinnen und Schüler bewerten die Wirksamkeit ihrer künstlerischen Entscheidungen bei der Vermittlung ihrer Identität an einen Betrachter.

Bevor es losgeht

Grundlagen der Porträtmalerei und -zeichnung

Warum: Schülerinnen und Schüler benötigen grundlegende Kenntnisse über Proportionen und Techniken der menschlichen Darstellung, um ein Selbstporträt zu erstellen.

Farbenlehre und Materialkunde

Warum: Ein Verständnis für die Wirkung von Farben und die Eigenschaften verschiedener künstlerischer Materialien ist notwendig, um bewusste Entscheidungen für die Darstellung von Identität treffen zu können.

Schlüsselvokabular

IdentitätDie Gesamtheit der Merkmale, die eine Person einzigartig machen und ihr Selbstverständnis prägen, einschließlich persönlicher Eigenschaften, sozialer Rollen und kultureller Zugehörigkeiten.
SelbstdarstellungDie bewusste oder unbewusste Art und Weise, wie eine Person sich anderen präsentiert, oft durch visuelle oder verbale Mittel, um bestimmte Aspekte ihrer Identität hervorzuheben.
Bildnerische MittelDie Elemente und Prinzipien der Gestaltung, wie Farbe, Form, Linie, Textur und Komposition, die Künstler verwenden, um ihre Ideen und Gefühle auszudrücken.
MaterialitätDie Eigenschaften der verwendeten Materialien (z.B. Aquarellfarbe, Collageelemente, digitale Werkzeuge) und wie diese die Aussage und Wirkung eines Kunstwerks beeinflussen.
KontextualisierungDie Einbettung eines Kunstwerks in einen größeren Zusammenhang, z.B. durch Verweise auf historische Werke, persönliche Erfahrungen oder gesellschaftliche Strömungen, um seine Bedeutung zu vertiefen.

Vorsicht vor diesen Fehlvorstellungen

Häufige FehlvorstellungEin Selbstporträt muss fotorealistisch und äußerlich genau sein.

Was Sie stattdessen lehren sollten

Selbstporträts drücken innere Identität aus, nicht nur das Aussehen. Aktive Materialexperimente zeigen Schülern, dass Abstraktion oder Symbolik wirkungsvoller sein kann. Peer-Diskussionen klären dies, indem Schüler Beispiele austauschen und vergleichen.

Häufige FehlvorstellungIdentität ist statisch und zeigt sich nur im Gesicht.

Was Sie stattdessen lehren sollten

Identität verändert sich und umfasst vielfältige Aspekte wie Kultur oder Träume. Hands-on-Collagen helfen, dies zu visualisieren. Gruppendiskussionen fördern Reflexion über Dynamik und erweitern den Fokus über das Gesicht hinaus.

Häufige FehlvorstellungJedes Material eignet sich gleich gut für jedes Thema.

Was Sie stattdessen lehren sollten

Materialwahl muss begründet werden, passend zur Botschaft. Stationenrotation lässt Schüler testen und argumentieren. Feedback-Runden vertiefen diese Begründung durch Vergleiche.

Ideen für aktives Lernen

Alle Aktivitäten ansehen

Bezüge zur Lebenswelt

  • Modedesigner wie Vivienne Westwood nutzten ihre Kleidung und Modefotografie, um ihre persönliche Identität und gesellschaftliche Botschaften auszudrücken, indem sie bewusst Materialien und Stile wählten, die ihre rebellische Haltung widerspiegelten.
  • Social-Media-Influencer erstellen täglich digitale Selbstporträts und visuelle Inhalte, um eine bestimmte Online-Identität aufzubauen und zu pflegen, wobei sie gezielt Filter, Bildbearbeitung und Storytelling einsetzen, um ihre Selbstdarstellung zu steuern.
  • Biografische Filme und Dokumentationen, wie z.B. über Künstler wie Vincent van Gogh, versuchen, die Identität einer Person durch die Analyse ihrer Werke, Briefe und Lebensumstände zu rekonstruieren und visuell darzustellen.

Ideen zur Lernstandserhebung

Gegenseitige Bewertung

Die Schülerinnen und Schüler tauschen ihre unfertigen Selbstporträts aus. Sie geben sich gegenseitig Feedback zu zwei spezifischen Aspekten: 1. Welche Identitätsmerkmale sind bereits erkennbar und wie gut werden sie durch die gewählten Mittel dargestellt? 2. Welche weiteren Materialien oder Techniken könnten die Darstellung der Identität noch verstärken?

Lernstandskontrolle

Jede Schülerin und jeder Schüler erhält eine Karte mit der Frage: 'Welchen Aspekt Ihrer Identität wollten Sie in Ihrem Selbstporträt am stärksten hervorheben und warum haben Sie sich für dieses eine Material/diese eine Technik entschieden?' Die Antworten werden eingesammelt und zeigen die Reflexion über die Materialwahl.

Diskussionsfrage

Lehrkraft präsentiert zwei verschiedene Selbstporträts (eines historisch, eines zeitgenössisch) und fragt: 'Wie unterscheiden sich die Strategien der Selbstdarstellung in diesen beiden Werken? Welche Rolle spielen dabei die jeweiligen historischen und kulturellen Kontexte?' Dies regt die vergleichende Analyse an.

Häufig gestellte Fragen

Wie erstelle ich ein Selbstporträt zur Identitätssuche in Klasse 8?
Beginnen Sie mit Brainstorming zu Identitätsaspekten wie Hobbys oder Emotionen. Wählen Sie passende Materialien, z. B. Collagen für Vielfalt. Skizzieren Sie, experimentieren Sie und reflektieren Sie die Wirkung. Peer-Feedback hilft, die Darstellung zu schärfen und persönlich zu machen. Dies stärkt Selbstwahrnehmung und künstlerische Entscheidungen.
Wie fördert aktives Lernen das Verständnis von Selbstporträts?
Aktives Lernen macht Identität greifbar: Durch Materialstationen testen Schüler Ausdrucksformen, Peer-Feedback fördert Reflexion. Kollaborative Collagen zeigen gegenseitige Einflüsse. Solche Ansätze bauen Selbstvertrauen auf, vertiefen Analyse von Herausforderungen und Chancen der Selbstdarstellung und verbinden Fantasie mit Produktion nach KMK-Standards.
Welche Materialien eignen sich für Identitäts-Selbstporträts?
Aquarell für fließende Emotionen, Collagen für kulturelle Schichten, Bleistift für nuancierte Züge, Mixed Media für Komplexität. Schüler begründen die Wahl: Collagen betont Vielfalt, Digitales Dynamik. Experimentieren in Stationen hilft, die passendste Option zu finden und zu rechtfertigen.
Wie analysiere ich Herausforderungen der Selbstdarstellung in der Kunst?
Vergleichen Sie mit Künstlern wie Kahlo: Authentizität vs. Idealbildung. Diskutieren Sie in Gruppen: Öffnet Selbstdarstellung Chancen für Empathie, birgt Risiken der Missverständnisse. Eigene Porträts reflektieren dies praktisch und machen abstrakte Fragen konkret.