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Geschichte · Klasse 7

Ideen für aktives Lernen

Wiederentdeckung der Antike

Aktive Lernformen eignen sich besonders für dieses Thema, weil die Wiederentdeckung der Antike und der Humanismus nicht nur theoretische Konzepte sind, sondern sich konkret in Kunst, Wissenschaft und Philosophie zeigen. Durch praktische Stationen und Debatten können Schülerinnen und Schüler die Veränderungen des Menschenbilds direkt nachvollziehen und anwenden.

KMK BildungsstandardsKMK Bildungsstandards Mittlerer Schulabschluss: Die Neuzeit bis zum 19. Jahrhundert, Renaissance, Humanismus und ReformationLehrplanPLUS Bayern G 7.3: Neue Welten und neue Horizonte, Renaissance und HumanismusKernlehrplan NRW G9 Sek I: Inhaltsfeld 4, Neue Welten und neue Horizonte (Renaissance und Humanismus)
40–60 Min.Partnerarbeit → Ganze Klasse3 Aktivitäten

Aktivität 01

Lernen an Stationen60 Min. · Einzelarbeit

Lernen an Stationen: Das Universalgenie

Schüler rotieren durch Stationen zu Leonardo da Vinci: Anatomische Skizzen, Flugmaschinen-Modelle und Maltechniken. Sie bewerten, warum er als Idealbild des Renaissance-Menschen gilt.

Erklären Sie, warum die Antike in der Renaissance wiederentdeckt und neu bewertet wurde.

ModerationstippWährend der Station 'Das Universalgenie' achten Sie darauf, dass die Schülerinnen und Schüler konkrete Beispiele antiker Vorbilder (z.B. Vitruv, Platon) in ihren Präsentationen verknüpfen.

Worauf zu achten istDie Schüler erhalten eine Karteikarte mit einem Bild eines Renaissance-Kunstwerks (z.B. ein Gemälde oder eine Skulptur). Sie sollen zwei Sätze schreiben, die erklären, wie dieses Werk von antiken Vorbildern inspiriert ist.

ErinnernVerstehenAnwendenAnalysierenSelbststeuerungBeziehungsfähigkeit
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Aktivität 02

Forschungskreis45 Min. · Kleingruppen

Forschungskreis: Die Entdeckung der Perspektive

In Kleingruppen vergleichen Schüler mittelalterliche Bedeutungsperspektive mit der Zentralperspektive der Renaissance. Sie versuchen, ein einfaches Zimmer mit Fluchtpunkt zu zeichnen.

Analysieren Sie den Einfluss antiker Vorbilder auf Kunst, Architektur und Philosophie der Renaissance.

ModerationstippBei der 'Entdeckung der Perspektive' gehen Sie schrittweise vor: Beginnen Sie mit einfachen geometrischen Übungen, bevor Sie zu komplexen Kunstwerken überleiten.

Worauf zu achten istStellen Sie die Frage: 'Warum war es für die Menschen der Renaissance so wichtig, die Antike wiederzuentdecken?' Lassen Sie die Schüler in Kleingruppen diskutieren und anschließend ihre wichtigsten Erkenntnisse im Plenum vorstellen.

AnalysierenBewertenErschaffenSelbststeuerungSelbstwahrnehmung
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Aktivität 03

Debatte40 Min. · Ganze Klasse

Debatte: Individuum vs. Tradition

Schüler debattieren aus der Sicht eines Humanisten und eines konservativen Klerikers: Darf der Mensch alles hinterfragen, was die Kirche seit Jahrhunderten lehrt?

Vergleichen Sie die mittelalterliche und die Renaissance-Sicht auf die Antike.

ModerationstippIm 'Structured Debate' achten Sie darauf, dass beide Seiten (Individuum vs. Tradition) gleichberechtigt zu Wort kommen und mit historischen Beispielen belegt werden.

Worauf zu achten istZeigen Sie zwei Darstellungen des Menschen, eine mittelalterliche und eine Renaissance-Darstellung. Bitten Sie die Schüler, auf einem Arbeitsblatt drei Unterschiede in der Darstellung und deren mögliche Bedeutung für das jeweilige Menschenbild zu notieren.

AnalysierenBewertenErschaffenSelbststeuerungEntscheidungsfähigkeit
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Vorlagen

Vorlagen, die zu diesen Geschichte-Aktivitäten passen

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Einige Hinweise zum Unterrichten dieser Einheit

Unterrichten Sie dieses Thema mit einer Mischung aus hands-on-Aktivitäten und Reflexion über Bilder und Texte. Vermeiden Sie eine zu abstrakte Darstellung des Humanismus – stattdessen sollten die Schülerinnen und Schüler selbst erkennen, wie sich die neuen Ideen in der Kunst und Wissenschaft zeigen. Nutzen Sie lokale Bezüge (z.B. Antikensammlungen, Renaissance-Bauten in der Umgebung), um die Themen greifbar zu machen. Forschung zeigt, dass der Vergleich mittelalterlicher und renaissancezeitlicher Darstellungen besonders wirksam ist, um das neue Menschenbild zu verstehen.

Erfolgreiches Lernen zeigt sich darin, dass die Schülerinnen und Schüler das humanistische Menschenbild erklären können, antike Einflüsse in Renaissance-Kunst identifizieren und die Bedeutung der Wiederentdeckung der Antike für die Entwicklung Europas einordnen. Sie sollen zudem in der Lage sein, die Unterschiede zum mittelalterlichen Denken zu benennen und zu begründen.


Vorsicht vor diesen Fehlvorstellungen

  • Während der Station 'Das Universalgenie' könnte der Eindruck entstehen, dass die Menschen in der Renaissance nicht mehr religiös waren.

    Bitten Sie die Schülerinnen und Schüler, in ihren Präsentationen explizit auf religiöse Motive in Kunstwerken oder Schriften der Renaissance einzugehen, z.B. Michelangelos 'David' oder Erasmus‘ humanistische Schriften.

  • Während der 'Entdeckung der Perspektive' könnte der Eindruck entstehen, dass die Renaissance-Bewegung überall in Europa gleichzeitig stattfand.

    Nutzen Sie die interaktive Europakarte und lassen Sie die Schülerinnen und Schüler die Verbreitung der Renaissance mit Pfeilen und Jahreszahlen nachzeichnen, um regionale Unterschiede sichtbar zu machen.


In dieser Übersicht verwendete Methoden