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Geschichte · Klasse 7

Ideen für aktives Lernen

Gewaltenteilung und Volkssouveränität

Aktive Lernformen eignen sich besonders hier, weil die Konzepte von Gewaltenteilung und Volkssouveränität abstrakte Prinzipien sind, die durch konkrete Handlungen und Rollen erfahrbar werden. Schülerinnen und Schüler begreifen die Ideen nicht nur theoretisch, sondern erleben ihre Bedeutung in realen Konflikten und Entscheidungsprozessen.

KMK BildungsstandardsKMK Bildungsstandards Mittlerer Schulabschluss: Die Neuzeit bis zum 19. Jahrhundert, Absolutismus und AufklärungLehrplanPLUS Bayern G 7.5: Absolutismus und Aufklärung, Die Aufklärung stellt die gottgewollte Ordnung in FrageKernlehrplan NRW G9 Sek I: Inhaltsfeld 5, Europa auf dem Weg in die Moderne (Aufklärung)
30–50 Min.Partnerarbeit → Ganze Klasse4 Aktivitäten

Aktivität 01

Rollenspiel45 Min. · Kleingruppen

Rollenspiel: Dreiteilung der Gewalten

Teilen Sie die Klasse in drei Gruppen auf: Legislative (Gesetze erlassen), Exekutive (Gesetze umsetzen), Judikative (Streitfälle klären). Lassen Sie sie ein Szenario wie eine neue Schulregel durchlaufen und Konflikte lösen. Abschließend reflektiert die Klasse die Balance.

Erklären Sie die Bedeutung der Gewaltenteilung nach Montesquieu für moderne Demokratien.

ModerationstippLegen Sie beim Rollenspiel klare Rollenbeschreibungen vor, damit die Schüler die Funktionen von Legislative, Exekutive und Judikative präzise umsetzen.

Worauf zu achten istGeben Sie jedem Schüler eine Karte mit einem Begriff (Gewaltenteilung, Volkssouveränität, Gesellschaftsvertrag). Bitten Sie die Schüler, eine kurze Erklärung des Begriffs in eigenen Worten zu schreiben und ein Beispiel aus der heutigen Politik zu nennen.

AnwendenAnalysierenBewertenSozialbewusstseinSelbstwahrnehmung
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Aktivität 02

Debatte50 Min. · Partnerarbeit

Debatte: Rousseau vs. Montesquieu

Formen Sie Paare, die Argumente für Volkssouveränität oder Gewaltenteilung sammeln. Führen Sie eine Klassendebatte durch, bei der Sprecher pro und contra argumentieren. Bewerten Sie mit einer Rubrik die Argumentqualität.

Analysieren Sie Rousseaus Konzept der Volkssouveränität und seine Implikationen.

ModerationstippFühren Sie die Debatte mit einer konkreten These ein, z.B. 'Die Gewaltenteilung ist heute wichtiger als der allgemeine Wille', um die Diskussion zu fokussieren.

Worauf zu achten istStellen Sie die Frage: 'Stellen Sie sich vor, Sie müssten eine neue Schulordnung erstellen. Welche drei Schritte wären nötig, um sicherzustellen, dass die Regeln fair sind und von allen akzeptiert werden, und wie könnten Montesquieus und Rousseaus Ideen dabei helfen?'

AnalysierenBewertenErschaffenSelbststeuerungEntscheidungsfähigkeit
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Aktivität 03

Debatte40 Min. · Kleingruppen

Plakataktion: Moderne Anwendungen

In kleinen Gruppen recherchieren Schülerinnen und Schüler Beispiele aus dem Grundgesetz. Sie erstellen Plakate, die Gewaltenteilung oder Volkssouveränität illustrieren, und präsentieren sie der Klasse.

Beurteilen Sie die Relevanz der aufklärerischen Ideen für unsere heutige Demokratie.

ModerationstippGeben Sie den Schülern bei der Kartensortierung zunächst ein Beispiel vor, damit sie die Prinzipien besser zuordnen können.

Worauf zu achten istZeigen Sie eine kurze Karikatur, die eine übermächtige Regierung oder ein Parlament ohne Kontrolle darstellt. Fragen Sie die Schüler: 'Welches Prinzip der Aufklärung wird hier verletzt und warum ist das problematisch?'

AnalysierenBewertenErschaffenSelbststeuerungEntscheidungsfähigkeit
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Aktivität 04

Debatte30 Min. · Einzelarbeit

Kartensortierung: Prinzipien zuordnen

Geben Sie Karten mit Aussagen aus. Individuen sortieren sie zu Montesquieu oder Rousseau und begründen. Diskutieren Sie dann in Kleingruppen Abweichungen.

Erklären Sie die Bedeutung der Gewaltenteilung nach Montesquieu für moderne Demokratien.

ModerationstippFordern Sie bei der Plakataktion eine klare Verbindung zu modernen Beispielen, z.B. zur Rolle des Bundesverfassungsgerichts oder Bürgerbegehren.

Worauf zu achten istGeben Sie jedem Schüler eine Karte mit einem Begriff (Gewaltenteilung, Volkssouveränität, Gesellschaftsvertrag). Bitten Sie die Schüler, eine kurze Erklärung des Begriffs in eigenen Worten zu schreiben und ein Beispiel aus der heutigen Politik zu nennen.

AnalysierenBewertenErschaffenSelbststeuerungEntscheidungsfähigkeit
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Vorlagen

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Einige Hinweise zum Unterrichten dieser Einheit

Ein bewährter Ansatz ist es, mit Montesquieus Gewaltenteilung zu beginnen, da sie für Schüler greifbarer ist. Nutzen Sie aktuelle Beispiele aus der Politik, um die Checks and Balances zu veranschaulichen. Rousseau sollte danach eingeführt werden, um den Kontrast zwischen institutioneller Gewaltenteilung und der Idee des allgemeinen Willens herauszuarbeiten. Vermeiden Sie eine zu theoretische Herangehensweise, sondern setzen Sie auf konkrete Anwendungsbeispiele, die die Schüler direkt nachvollziehen können.

Erfolgreiches Lernen zeigt sich, wenn Schülerinnen und Schüler die Prinzipien nicht nur benennen, sondern in eigenen Worten erklären und auf heutige politische Situationen übertragen können. Sie sollten die Unterschiede zwischen Montesquieus Gewaltenteilung und Rousseaus Volkssouveränität diskutieren und ihre Bedeutung für moderne Demokratien erkennen.


Vorsicht vor diesen Fehlvorstellungen

  • Während des Rollenspiels 'Dreiteilung der Gewalten' achten Schüler oft darauf, dass die Gewalten strikt getrennt agieren, ohne sich zu kontrollieren.

    Nutzen Sie die Reflexionsphase nach dem Rollenspiel, um gezielt nach Situationen zu fragen, in denen die Schüler die Notwendigkeit von Checks and Balances erlebt haben. Fragen Sie: 'Wann wäre eine Kontrolle der Exekutive durch die Judikative wichtig gewesen?' und lassen Sie die Schüler konkrete Beispiele aus dem Spiel benennen.

  • Während der Debatte 'Rousseau vs. Montesquieu' verwechseln Schüler die Volkssouveränität mit einer einfachen Mehrheitsabstimmung.

    Fordern Sie die Schüler auf, während der Debatte zwischen Rousseaus 'allgemeinem Willen' und einer bloßen Abstimmung zu unterscheiden. Geben Sie ihnen die Aufgabe, in ihren Argumenten zu erklären, warum Rousseau eine qualitative, nicht quantitative Entscheidung meint.

  • Bitten Sie die Schüler, in ihren Plakaten explizit zu benennen, wie moderne Institutionen wie Verfassungsgerichte oder Volksentscheide diese Ideen aufgreifen. Fragen Sie nach konkreten Beispielen aus der aktuellen Politik.


In dieser Übersicht verwendete Methoden