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Geschichte · Klasse 5

Ideen für aktives Lernen

Roms Expansion: Vom Stadtstaat zur Großmacht

Aktive Methoden machen die römische Expansion begreifbar, weil Schülerinnen und Schüler geopolitische Zusammenhänge selbst nachvollziehen. Durch das Bewegen auf Karten, Rollenspiele und Debatten wird aus abstrakter Geschichte greifbare Erkenntnis, die nachhaltig im Gedächtnis bleibt.

KMK BildungsstandardsLehrplanPLUS Bayern G 6: G 6.2 Imperium Romanum, Die Ausdehnung der römischen Herrschaft in Italien und im MittelmeerraumKernlehrplan NRW Geschichte G9: Inhaltsfeld 2 Die griechisch-römische Antike, Ursachen und Folgen der römischen Expansion
35–50 Min.Partnerarbeit → Ganze Klasse4 Aktivitäten

Aktivität 01

Gruppenpuzzle45 Min. · Kleingruppen

Kartenstationen: Römische Eroberungen

Richten Sie Stationen mit Karten des Mittelmeerraums ein: Markieren Sie Expansionen vor und nach den Punischen Kriegen, notieren Gründe pro Region. Gruppen rotieren, diskutieren militärische Routen und präsentieren. Ergänzen Sie mit Quellen zu Karthago.

Erklären Sie die militärischen und politischen Faktoren, die Roms Expansion ermöglichten.

ModerationstippBei den Kartenstationen stellen Sie sicher, dass jede Gruppe eine andere Eroberungsphase bearbeitet, damit am Ende ein gemeinsames Bild entsteht.

Worauf zu achten istDie Schülerinnen und Schüler erhalten eine Karte des Mittelmeerraums. Sie sollen zwei wichtige Schlachten oder Eroberungen Roms eintragen und kurz begründen, warum diese für die Expansion bedeutsam waren.

VerstehenAnalysierenBewertenBeziehungsfähigkeitSelbststeuerung
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Aktivität 02

Rollenspiel50 Min. · Kleingruppen

Rollenspiel: Punischer Krieg

Teilen Sie Rollen zu: römische Senatoren, Karthager, Hannibal. Gruppen planen Strategien basierend auf historischen Fakten, führen Verhandlungen oder Schlachten nach. Abschließende Reflexion zu Siegsgründen.

Analysieren Sie die Auswirkungen der Punischen Kriege auf die römische Republik.

ModerationstippBeim Rollenspiel zum Punischen Krieg achten Sie darauf, dass alle Rollen (z.B. Legionär, Senator, Karthager) konkrete Handlungsoptionen haben, die sich auf die Ressourcenlage beziehen.

Worauf zu achten istStellen Sie die Frage: 'War die römische Expansion trotz der militärischen Erfolge letztlich gut für die römische Gesellschaft?' Lassen Sie die Schülerinnen und Schüler Argumente für und gegen diese Aussage sammeln und diskutieren.

AnwendenAnalysierenBewertenSozialbewusstseinSelbstwahrnehmung
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Aktivität 03

Debatte40 Min. · Partnerarbeit

Debatte: Expansionfolgen

Erstellen Sie gemeinsam einen Zeitstrahl der Kriege. Paare recherchieren Folgen für Wirtschaft und Gesellschaft, debattieren in Plenum: Förderte Expansion Wohlstand oder Ungleichheit? Bewerten mit Belegen.

Beurteilen Sie die langfristigen Folgen der Expansion für die römische Gesellschaft und Wirtschaft.

ModerationstippIn der Zeitstrahl-Debatte geben Sie den Schülerinnen und Schülern klare Kriterien vor, wie sie Argumente für oder gegen die Expansion gewichten sollen.

Worauf zu achten istZeigen Sie Bilder von römischen Legionären und karthagischen Kriegselefanten. Bitten Sie die Schülerinnen und Schüler, drei Unterschiede in ihrer Ausrüstung oder Taktik zu nennen, die für die Punischen Kriege relevant waren.

AnalysierenBewertenErschaffenSelbststeuerungEntscheidungsfähigkeit
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Aktivität 04

Gruppenpuzzle35 Min. · Einzelarbeit

Quellenjagd: Politische Faktoren

Verteilen Sie Primärquellen zu Republikverfassung und Legionen. Individuen sortieren sie thematisch, teilen in Kleingruppen aus und ziehen Schlüsse zu Expansionsgründen.

Erklären Sie die militärischen und politischen Faktoren, die Roms Expansion ermöglichten.

ModerationstippBei der Quellenjagd zu politischen Faktoren leiten Sie die Schülerinnen und Schüler an, zunächst nach direkten Machtverschiebungen zu suchen, bevor sie auf wirtschaftliche Folgen eingehen.

Worauf zu achten istDie Schülerinnen und Schüler erhalten eine Karte des Mittelmeerraums. Sie sollen zwei wichtige Schlachten oder Eroberungen Roms eintragen und kurz begründen, warum diese für die Expansion bedeutsam waren.

VerstehenAnalysierenBewertenBeziehungsfähigkeitSelbststeuerung
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Vorlagen

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Einige Hinweise zum Unterrichten dieser Einheit

Erfahrene Lehrkräfte beginnen mit der Vermittlung der Legionstaktik als Kern der Expansion, weil sie der rote Faden durch alle Konflikte ist. Vermeiden Sie es, die Punischen Kriege isoliert zu betrachten – betonen Sie stets die Vernetzung mit griechischen Stadtstaaten und Numidien. Studien zeigen, dass Schülerinnen und Schüler soziale Konflikte besser verstehen, wenn sie diese durch Rollenspiele erlebbar machen.

Erfolg zeigt sich darin, dass die Schülerinnen und Schüler die römischen Siege nicht nur als militärische Fakten wiedergeben, sondern als Ergebnis von Taktik, Diplomatie und Ressourcen erklären. Sie sollen Verbindungen zwischen Schlachten, Bündnissen und langfristigen Folgen herstellen können.


Vorsicht vor diesen Fehlvorstellungen

  • Während der Kartenstationen Römische Eroberungen wird oft angenommen, Rom siegte nur durch überlegene Waffen und zahlenmäßige Überlegenheit.

    Nutzen Sie die Kartenarbeit, um gezielt Routen italischer Verbündeter und Flexibilitätsmomente der Legionen (z.B. bei Cannae) einzutragen und gemeinsam zu diskutieren, warum diese Faktoren entscheidend waren.

  • Während der Gruppendiskussionen zu Folgen der Punischen Kriege wird häufig übersehen, dass andere Mächte wie Griechenland oder Numidien beteiligt waren.

    Fordern Sie die Schülerinnen und Schüler auf, in der Diskussion die Karte mit den Bündnissystemen zu nutzen und konkrete Beispiele für griechische oder numidische Beteiligung an Schlachten zu benennen.

  • Während des Rollenspiels Punischer Krieg wird oft angenommen, die Expansion habe Rom nur Vorteile gebracht.

    Beziehen Sie die Rollen so ein, dass Schülerinnen und Schüler (z.B. als Senatoren oder Plebejer) direkte soziale Konflikte wie Landverteilung oder Schulden thematisieren müssen.


In dieser Übersicht verwendete Methoden