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Geschichte · Klasse 5

Ideen für aktives Lernen

Die Gründung Roms und die Königszeit

Aktive Methoden wie Rollenspiele oder Quellenarbeit helfen Lernenden, abstrakte Mythen und historische Prozesse greifbar zu machen. Gerade bei der Gründung Roms wird so klar, wie Legenden Identität stiften und gleichzeitig reale politische Entwicklungen spiegeln.

KMK BildungsstandardsLehrplanPLUS Bayern G 6: G 6.2 Imperium Romanum, Die Anfänge Roms: Sage und WirklichkeitKernlehrplan NRW Geschichte G9: Inhaltsfeld 2 Die griechisch-römische Antike, Die Gründungssage Roms und die Königszeit
30–50 Min.Partnerarbeit → Ganze Klasse4 Aktivitäten

Aktivität 01

Rollenspiel45 Min. · Kleingruppen

Rollenspiel: Die Gründung Roms

Teilen Sie die Klasse in Gruppen auf, die Romulus, Remus und die Sabinerinnen darstellen. Jede Gruppe bereitet eine Szene vor, führt sie auf und diskutiert danach die Botschaft der Legende. Schließen Sie mit einer Plenumrunde ab.

Erklären Sie die Bedeutung der Gründungslegenden für das römische Selbstverständnis.

ModerationstippLegen Sie beim Rollenspiel 'Die Gründung Roms' klare Rollenkarten mit historischen oder mythischen Perspektiven vor, um Diskussionen zu lenken.

Worauf zu achten istDie Schüler erhalten eine Karte mit einer der Gründungslegenden Roms (z.B. Romulus und Remus). Sie sollen in zwei Sätzen erklären, welche Botschaft diese Legende für die Römer hatte und einen Begriff nennen, der die Rolle der Etrusker beschreibt.

AnwendenAnalysierenBewertenSozialbewusstseinSelbstwahrnehmung
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Aktivität 02

Rollenspiel30 Min. · Partnerarbeit

Zeitlinie: Die sieben Könige

Schüler arbeiten paarweise an einer gemeinsamen Zeitlinie. Sie recherchieren jeden König, notieren Errungenschaften und Etrusker-Einfluss, dann präsentieren sie die Linie der Klasse.

Analysieren Sie die Rolle der Etrusker bei der frühen Entwicklung Roms.

ModerationstippBei der Zeitlinie 'Die sieben Könige' achten Sie darauf, dass Schülerinnen und Schüler Lücken zwischen Legende und Geschichte bewusst markieren.

Worauf zu achten istStellen Sie die Frage: 'Inwiefern sind Gründungslegenden wichtig für die Identität eines Landes oder einer Stadt heute?' Die Schüler diskutieren in Kleingruppen und sammeln Argumente, die sie anschließend im Plenum vorstellen.

AnwendenAnalysierenBewertenSozialbewusstseinSelbstwahrnehmung
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Aktivität 03

Rollenspiel50 Min. · Kleingruppen

Vergleichsstationen: Königszeit und Antike

Richten Sie Stationen ein zu Etruskern, Römern und Griechen. Gruppen rotieren, sammeln Ähnlichkeiten und Unterschiede in Staatsformen und notieren sie auf Plakaten.

Vergleichen Sie die römische Königszeit mit anderen frühen Staatsformen.

ModerationstippAn den Vergleichsstationen 'Königszeit und Antike' geben Sie Leitfragen vor, die über oberflächliche Vergleiche hinausgehen.

Worauf zu achten istZeigen Sie Bilder von etruskischen Artefakten (z.B. Terrakotta-Sarkophage, Bronzestatuen). Die Schüler identifizieren auf einem Arbeitsblatt, welche dieser Elemente typisch für den etruskischen Einfluss auf Rom waren und ordnen sie den Bereichen Architektur, Kunst oder Religion zu.

AnwendenAnalysierenBewertenSozialbewusstseinSelbstwahrnehmung
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Aktivität 04

Rollenspiel35 Min. · Einzelarbeit

Quellenanalyse: Livius-Text

Individuell lesen Schüler Auszüge aus Livius zur Gründung. Dann in Kleingruppen die Legende vs. Historie diskutieren und eine Mindmap erstellen.

Erklären Sie die Bedeutung der Gründungslegenden für das römische Selbstverständnis.

ModerationstippBei der Quellenanalyse des Livius-Textes führen Sie die Klasse schrittweise an komplexe Satzstrukturen heran, um Frustration zu vermeiden.

Worauf zu achten istDie Schüler erhalten eine Karte mit einer der Gründungslegenden Roms (z.B. Romulus und Remus). Sie sollen in zwei Sätzen erklären, welche Botschaft diese Legende für die Römer hatte und einen Begriff nennen, der die Rolle der Etrusker beschreibt.

AnwendenAnalysierenBewertenSozialbewusstseinSelbstwahrnehmung
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Vorlagen

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Einige Hinweise zum Unterrichten dieser Einheit

Erfahrene Lehrkräfte bauen die Einheit auf dem Dreischritt Mythos – Quelle – Realität auf. Sie vermeiden es, Legenden als bloße Geschichten abzutun, sondern zeigen, wie sie Macht legitimieren. Wichtig ist, dass Schülerinnen und Schüler selbst Quellen vergleichen, statt fertige Deutungen zu übernehmen. Aktive Methoden wie Rollenspiele oder Stationenarbeit fördern dabei kritisches Denken und historische Empathie.

Am Ende können Schülerinnen und Schüler zwischen mythischen Erzählungen und historischen Fakten unterscheiden sowie den kulturellen Einfluss der Etrusker auf Rom erklären. Sie argumentieren sachlich über die Bedeutung von Gründungslegenden für politische Systeme.


Vorsicht vor diesen Fehlvorstellungen

  • Während des Rollenspiels 'Die Gründung Roms' hören Sie Schülerinnen und Schüler sagen: 'Romulus und Remus waren wirklich die Gründer Roms.'

    Unterbrechen Sie die Diskussion und lassen Sie die Klasse die Legende mit historischen Fakten aus dem Livius-Text abgleichen. Fragen Sie gezielt nach archäologischen Belegen für die Existenz der Brüder.

  • Während der Gruppendiskussion zu den Vergleichsstationen 'Königszeit und Antike' wird geäußert: 'Die Etrusker haben Rom einfach erobert und unterjocht.'

    Zeigen Sie Artefakte aus dem Stationenmaterial und bitten Sie die Gruppe, konkrete kulturelle Einflüsse zu benennen, z.B. in Architektur oder Religion. Stellen Sie die Frage: 'Welche Elemente der etruskischen Kultur wurden übernommen und warum?'

  • Während der Zeitlinie 'Die sieben Könige' wird angenommen: 'Die Vertreibung des letzten Königs Tarquinius Superbus war ein friedlicher Machtwechsel.'

    Fordern Sie die Schülerinnen und Schüler auf, die Quellen zu Tarquinius Superbus im Livius-Text zu analysieren. Lassen Sie sie soziale Spannungen und gewaltsame Elemente herausarbeiten und in der Zeitlinie farblich markieren.


In dieser Übersicht verwendete Methoden