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Geschichte · Klasse 5

Ideen für aktives Lernen

Das Leben in der römischen Stadt

Aktives Lernen eignet sich besonders gut für dieses Thema, weil Schülerinnen und Schüler die römische Stadtstruktur und den Alltag nicht nur theoretisch verstehen, sondern mit allen Sinnen erleben können. Durch praktische Methoden wie Modellbau oder Rollenspiele wird abstrakte Infrastruktur greifbar und bleibt nachhaltig im Gedächtnis.

KMK BildungsstandardsLehrplanPLUS Bayern G 6: G 6.2 Imperium Romanum, Leben in Rom und in den ProvinzenKernlehrplan NRW Geschichte G9: Inhaltsfeld 2 Die griechisch-römische Antike, Alltag und städtisches Leben im Imperium Romanum
30–60 Min.Partnerarbeit → Ganze Klasse4 Aktivitäten

Aktivität 01

Lernen an Stationen45 Min. · Kleingruppen

Lernen an Stationen: Römische Gebäude

Richten Sie vier Stationen ein: Forum, Thermen, Aquädukt, Theater. Jede Gruppe untersucht 10 Minuten Quellenbilder und Texte, notiert Funktionen und skizziert ein Modell. Im Plenum teilen Gruppen Erkenntnisse.

Analysieren Sie die Funktionen wichtiger öffentlicher Gebäude in einer römischen Stadt.

ModerationstippLassen Sie beim Stationenlernen zu römischen Gebäuden die Schüler pro Station eine kurze Skizze anfertigen, die sie später im Modellbau verwenden können.

Worauf zu achten istDie Schülerinnen und Schüler erhalten eine Karte mit der Abbildung eines römischen Gebäudes (z.B. Thermen). Sie sollen auf der Rückseite den Namen des Gebäudes schreiben, seine Hauptfunktion erklären und einen Vergleich zu einer heutigen Einrichtung ziehen.

ErinnernVerstehenAnwendenAnalysierenSelbststeuerungBeziehungsfähigkeit
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Aktivität 02

Museumsgang60 Min. · Kleingruppen

Modellbau: Römische Stadt

Schüler planen in Gruppen einen Stadtplan mit Hauptgebäuden und Straßenraster. Mit Karton und Markern bauen sie ein 3D-Modell. Abschließend erklären sie den Wasserfluss vom Aquädukt zur Stadt.

Erklären Sie die Bedeutung von Wasserversorgung und Abwassersystemen für das städtische Leben.

ModerationstippFordern Sie beim Modellbau der römischen Stadt die Gruppen auf, ihre Modelle mit Legenden zu beschriften, die die Funktionen der Gebäude erklären.

Worauf zu achten istStellen Sie die Frage: 'Wenn ihr heute in einer römischen Stadt leben würdet, welche drei Dinge wären für euch am wichtigsten und warum?' Die Schülerinnen und Schüler tauschen sich in Kleingruppen aus und präsentieren ihre wichtigsten Bedürfnisse, die sie mit den Funktionen römischer Gebäude begründen.

VerstehenAnwendenAnalysierenErschaffenBeziehungsfähigkeitSozialbewusstsein
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Aktivität 03

Rollenspiel40 Min. · Kleingruppen

Rollenspiel: Ein Tag in Rom

Teilen Sie Rollen zu: Händler, Senator, Bäcker. Gruppen spielen einen Markttag mit Dialogen über Alltag und Gebäude. Danach reflektieren sie Unterschiede zu heute in Partnergesprächen.

Vergleichen Sie das Leben in einer römischen Stadt mit dem Leben in einer modernen Großstadt.

ModerationstippBereiten Sie beim Rollenspiel 'Ein Tag in Rom' konkrete Alltagssituationen vor, damit die Schülerinnen und Schüler authentische Dialoge führen können.

Worauf zu achten istZeigen Sie Bilder von römischen und modernen städtischen Infrastrukturen (z.B. Aquädukt vs. Wasserleitung, Kloake vs. Kanalisation, Forum vs. Marktplatz). Die Schülerinnen und Schüler ordnen die Bilderpaare zu und erklären kurz die Funktion der jeweiligen Einrichtung.

AnwendenAnalysierenBewertenSozialbewusstseinSelbstwahrnehmung
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Aktivität 04

Museumsgang30 Min. · Partnerarbeit

Vergleichstabelle: Rom vs. Berlin

Individuell listen Schüler Parallelen auf, z. B. Aquädukt zu Wasserwerken. In Paaren erweitern sie die Tabelle und präsentieren eine Gemeinsamkeit im Plenum.

Analysieren Sie die Funktionen wichtiger öffentlicher Gebäude in einer römischen Stadt.

ModerationstippNutzen Sie bei der Vergleichstabelle 'Rom vs. Berlin' eine farbige Markierung, um Gemeinsamkeiten und Unterschiede schneller sichtbar zu machen.

Worauf zu achten istDie Schülerinnen und Schüler erhalten eine Karte mit der Abbildung eines römischen Gebäudes (z.B. Thermen). Sie sollen auf der Rückseite den Namen des Gebäudes schreiben, seine Hauptfunktion erklären und einen Vergleich zu einer heutigen Einrichtung ziehen.

VerstehenAnwendenAnalysierenErschaffenBeziehungsfähigkeitSozialbewusstsein
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Vorlagen

Vorlagen, die zu diesen Geschichte-Aktivitäten passen

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Einige Hinweise zum Unterrichten dieser Einheit

Erfahrene Lehrkräfte setzen bei diesem Thema auf eine Kombination aus hands-on-Aktivitäten und strukturierten Reflexionsphasen. Wichtig ist, dass die Schülerinnen und Schüler die römische Infrastruktur nicht nur als Faktenwissen, sondern als Teil eines lebendigen Systems begreifen. Vermeiden Sie reine Frontalunterrichtseinheiten, da die Komplexität der Themen durch praktische Anwendung besser verständlich wird. Studien zeigen, dass kollaborative Methoden wie Gruppenarbeiten und Modellbau die Motivation und das Langzeitgedächtnis deutlich steigern.

Erfolgreiches Lernen zeigt sich darin, dass die Schülerinnen und Schüler die Funktionen römischer Gebäude erklären, soziale Unterschiede im Stadtleben erkennen und die ingenieurtechnischen Lösungen mit heutigen Systemen vergleichen können. Sie sollen zudem die Bedeutung von Planung und Gemeinschaft für ein funktionierendes Stadtleben verstehen.


Vorsicht vor diesen Fehlvorstellungen

  • Während des Stationenlernens 'Römische Gebäude' beobachten Sie, ob Schülerinnen und Schüler Gebäude wie Thermen oder Foren ausschließlich mit reichen Bürgern in Verbindung bringen.

    Nutzen Sie die Stationen mit Bildern und kurzen Texten, um zu zeigen, dass Thermen öffentlich zugänglich waren. Fordern Sie die Schülerinnen und Schüler auf, in Partnerarbeit zu diskutieren, welche sozialen Gruppen tatsächlich Zugang hatten.

  • Während des Modellbaus 'Römische Stadt' achten Sie darauf, ob Schülerinnen und Schüler eine willkürliche Anordnung der Gebäude vornehmen.

    Lenken Sie die Gruppen durch die Vorgabe eines Gitterplans und fragen Sie gezielt nach den Vorteilen einer solchen Planung im Vergleich zu chaotischen Strukturen.

  • Während des Stationenlernens 'Römische Gebäude' zum Thema Abwassersysteme, beobachten Sie, ob Schülerinnen und Schüler moderne Ähnlichkeiten nicht erkennen.

    Zeigen Sie Modelle oder Abbildungen von Kloaken und Aquädukten und lassen Sie die Schülerinnen und Schüler in Kleingruppen den Kreislauf von Frischwasser und Abwasser skizzieren und mit heutigen Systemen vergleichen.


In dieser Übersicht verwendete Methoden