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Geschichte · Klasse 12

Ideen für aktives Lernen

Flucht, Vertreibung und Integration

Aktives Lernen eignet sich für dieses Thema, weil es Schülerinnen und Schüler direkt mit den humanitären und sozialen Herausforderungen von Flucht und Vertreibung konfrontiert. Durch handlungsorientierte Methoden wird Geschichte greifbar und fördert Empathie sowie kritisches Denken in einer Weise, die reine Wissensvermittlung allein nicht leisten kann.

KMK BildungsstandardsLehrplanPLUS Bayern G9: Lernbereich 12.3: Deutschland nach 1945 (Flucht, Vertreibung und Integration)Kernlehrplan NRW GOSt: Inhaltsfeld 8: Deutschland nach 1945 (Zusammenbruch und Neubeginn)
30–50 Min.Partnerarbeit → Ganze Klasse4 Aktivitäten

Aktivität 01

Lernen an Stationen50 Min. · Kleingruppen

Lernen an Stationen: Ursachen und Ausmaße

Richten Sie fünf Stationen ein: Karten zur Vertreibung, Statistiken zu Opfern, Potsdamer Protokoll, Zeitzeugenberichte und Zeitungsartikel. Gruppen rotieren alle 10 Minuten, notieren Beobachtungen und diskutieren in Plenum. Schließen Sie mit einer Kartenzeichnung ab.

Analysieren Sie die Ursachen und Ausmaße von Flucht und Vertreibung.

ModerationstippBeim Stationenlernen: Stellen Sie sicher, dass jede Station klare Materialien und Arbeitsaufträge enthält, die auf die zentralen Quellen und Fragen fokussieren.

Worauf zu achten istDie Schülerinnen und Schüler erhalten eine Karteikarte mit der Frage: 'Nennen Sie zwei zentrale Herausforderungen, mit denen Vertriebene nach 1945 konfrontiert waren, und eine Maßnahme, die zu ihrer Integration beitrug.' Sie schreiben ihre Antwort auf die Karteikarte.

ErinnernVerstehenAnwendenAnalysierenSelbststeuerungBeziehungsfähigkeit
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Aktivität 02

Rollenspiel45 Min. · Kleingruppen

Rollenspiel: Integrationstreffen

Teilen Sie Rollen zu: Vertriebene, Einheimische, Politiker, Beamte. Gruppen simulieren ein Treffen 1946 zur Wohnraumnot. Jede Rolle vertritt Argumente basierend auf Quellen. Abschließende Reflexion zur Kompromissfindung.

Erklären Sie die Herausforderungen der Integration von Millionen Vertriebenen.

ModerationstippIm Rollenspiel: Geben Sie den Schülerinnen und Schülern ausreichend Zeit für die Vorbereitung, damit sie sich in ihre Rollen einarbeiten und authentische Gespräche führen können.

Worauf zu achten istStellen Sie die Frage: 'Inwiefern prägen die Erfahrungen von Flucht und Vertreibung nach 1945 bis heute die deutsche Gesellschaft und Identität?' Leiten Sie eine Diskussion, in der die Schülerinnen und Schüler Beispiele für langfristige Auswirkungen auf Kultur, Politik und regionale Identitäten anführen.

AnwendenAnalysierenBewertenSozialbewusstseinSelbstwahrnehmung
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Aktivität 03

Debatte40 Min. · Ganze Klasse

Debatte: Langfristige Auswirkungen

Teilen Sie die Klasse in Pro- und Kontra-Gruppen: 'Integration prägte positiv die Identität'. Jede Gruppe bereitet Argumente mit Beispielen vor, moderiert Debatte mit Stimmzetteln. Bewerten Sie Quellenverwendung.

Beurteilen Sie die langfristigen Auswirkungen auf die deutsche Gesellschaft und Identität.

ModerationstippBei der Debatte: Klären Sie vorab die Regeln für eine konstruktive Diskussion und achten Sie darauf, dass alle zu Wort kommen.

Worauf zu achten istBitten Sie die Schülerinnen und Schüler, drei Schlüsselbegriffe zum Thema Flucht, Vertreibung und Integration aufzuschreiben und jeweils in einem Satz zu definieren. Überprüfen Sie die Antworten auf Korrektheit und Verständnis der Kernkonzepte.

AnalysierenBewertenErschaffenSelbststeuerungEntscheidungsfähigkeit
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Aktivität 04

Fallstudienanalyse30 Min. · Einzelarbeit

Individuelle Zeitstrahl-Erstellung

Schüler erstellen digital oder analog einen Zeitstrahl von 1945 bis 1970 mit Meilensteinen der Integration. Integrieren Sie persönliche Quellenrecherche. Präsentation in Kleingruppen.

Analysieren Sie die Ursachen und Ausmaße von Flucht und Vertreibung.

ModerationstippBei der Zeitstrahl-Erstellung: Fordern Sie die Schülerinnen und Schüler auf, nicht nur Daten einzutragen, sondern auch kurze Erklärungen oder Zitate aus Quellen zu ergänzen.

Worauf zu achten istDie Schülerinnen und Schüler erhalten eine Karteikarte mit der Frage: 'Nennen Sie zwei zentrale Herausforderungen, mit denen Vertriebene nach 1945 konfrontiert waren, und eine Maßnahme, die zu ihrer Integration beitrug.' Sie schreiben ihre Antwort auf die Karteikarte.

AnalysierenBewertenErschaffenEntscheidungsfähigkeitSelbststeuerung
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Vorlagen

Vorlagen, die zu diesen Geschichte-Aktivitäten passen

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Einige Hinweise zum Unterrichten dieser Einheit

Erfahrene Lehrkräfte wissen, dass dieses Thema emotionale Betroffenheit auslöst. Planen Sie genügend Raum für Reflexion ein und vermeiden Sie eine rein sachliche Darstellung. Nutzen Sie Quellen, die verschiedene Perspektiven zeigen, um Vorurteile abzubauen und ein differenziertes Geschichtsbild zu fördern. Wichtig ist, die Schülerinnen und Schüler zu ermutigen, eigene Fragen zu stellen und Verbindungen zur Gegenwart herzustellen.

Erfolgreiches Lernen zeigt sich darin, dass die Schülerinnen und Schüler die Komplexität des Themas erfassen, historische Zusammenhänge zwischen Ursachen und Folgen herstellen und unterschiedliche Perspektiven nachvollziehen können. Sie erkennen die langfristigen gesellschaftlichen Auswirkungen und formulieren fundierte Urteile.


Vorsicht vor diesen Fehlvorstellungen

  • During Stationenlernen Ursachen und Ausmaße, watch for Schüler, die die Vertreibung isoliert betrachten und keine globalen Parallelen ziehen.

    Nutzen Sie die Karte zur globalen Migration an Station 3 und lassen Sie die Schülerinnen und Schüler Vergleiche in einer Tabelle festhalten, die Ursachen und Folgen gegenüberstellt.

  • During Rollenspiel Integrationstreffen, watch for Schüler, die die Herausforderungen der Integration unterschätzen und Konflikte als unwahrscheinlich darstellen.

    Fordern Sie die Schülerinnen und Schüler auf, im Rollenspiel konkrete Maßnahmen der Integration wie Sprachkurse oder Wohnraumzuweisungen zu thematisieren und deren Wirksamkeit zu diskutieren.

  • During Debatte Langfristige Auswirkungen, watch for Schüler, die die kulturellen Beiträge von Vertriebenen nicht erkennen.

    Lassen Sie die Schülerinnen und Schüler während der Debatte gezielt Beispiele aus Politik und Wirtschaft sammeln, etwa die Prägung von Mundart oder die Gründung regionaler Unternehmen.


In dieser Übersicht verwendete Methoden