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Deutsch · Klasse 7 · Lyrik: Bilder und Gefühle in Gedichten · 2. Halbjahr

Eigene Gedichte schreiben

Die Schülerinnen und Schüler verfassen eigene Gedichte zu vorgegebenen Themen oder freien Impulsen und experimentieren mit Form und Sprache.

KMK BildungsstandardsKMK: Sekundarstufe I - SchreibenKMK: Sekundarstufe I - Sprache und Sprachgebrauch untersuchen

Über dieses Thema

Beim Schreiben eigener Gedichte in Klasse 7 entdecken Schülerinnen und Schüler die Kraft der Sprache, um Gefühle und Stimmungen auszudrücken. Sie wählen Themen oder Impulse, experimentieren mit Reim, Metrum, Rhythmus und bildhafter Sprache. So lernen sie, wie Formentscheidungen die emotionale Wirkung steuern, und reflektieren die Freuden und Herausforderungen des kreativen Prozesses. Dies entspricht den KMK-Standards für Schreiben und Sprachanalyse in der Sekundarstufe I.

Im Kontext der Einheit 'Lyrik: Bilder und Gefühle in Gedichten' vertieft das Thema das Verständnis literarischer Mittel. Schüler designen Gedichte, die spezifische Emotionen wecken, erklären die Rolle von Reim und Metrum und bewerten ihren Schreibprozess. Es fördert Identitätsbildung durch persönliche Ausdrucksformen und verbindet mit Medienwelten, indem Gedichte als performative Texte gesehen werden.

Aktives Lernen passt ideal, weil Schüler durch Experimentieren und Austausch eigene Strategien entwickeln. Partnerfeedback und gemeinsame Leseabende machen abstrakte Elemente wie Metrum erfahrbar, steigern Motivation und festigen Kompetenzen nachhaltig. (178 Wörter)

Leitfragen

  1. Designen Sie ein Gedicht, das eine bestimmte Stimmung oder ein Gefühl ausdrückt.
  2. Erklären Sie, wie man durch die Wahl von Reim und Metrum eine gewünschte Wirkung erzielt.
  3. Bewerten Sie die Herausforderungen und Freuden des kreativen Schreibens von Gedichten.

Lernziele

  • Entwerfen Sie ein Gedicht, das eine spezifische Stimmung oder ein Gefühl durch gezielte Wortwahl und Bildsprache ausdrückt.
  • Analysieren Sie die Wirkung von Reimschema und Metrum auf die emotionale Wirkung eines Gedichts und erklären Sie diese.
  • Bewerten Sie die eigenen kreativen Prozesse beim Verfassen von Gedichten und identifizieren Sie erfolgreiche Strategien und Herausforderungen.
  • Demonstrieren Sie die experimentelle Anwendung von sprachlichen Mitteln wie Metaphern und Vergleichen zur Steigerung der Ausdruckskraft in eigenen Gedichten.

Bevor es losgeht

Grundlagen der Lyrik: Reim und Rhythmus

Warum: Ein grundlegendes Verständnis von Reim und Rhythmus ist notwendig, um gezielt mit diesen Elementen im eigenen Schreiben experimentieren zu können.

Einführung in bildhafte Sprache (Metapher, Vergleich)

Warum: Schüler müssen die Funktion und Wirkung bildhafter Sprache kennen, um sie bewusst in eigenen Gedichten einsetzen zu können.

Schlüsselvokabular

MetrumDer regelmäßige Rhythmus eines Gedichts, bestimmt durch die Abfolge von betonten und unbetonten Silben. Es gibt dem Gedicht eine musikalische Struktur.
ReimschemaDie Regelmäßigkeit, mit der sich die Endsilben von Versen reimen. Es wird oft durch Buchstaben (z.B. AABB, ABAB) gekennzeichnet und beeinflusst den Klang und die Struktur des Gedichts.
Bildhafte SpracheVerwendung von Metaphern, Vergleichen und Personifikationen, um abstrakte Ideen oder Gefühle anschaulich und lebendig darzustellen. Sie schafft innere Bilder beim Leser.
StimmungDie Atmosphäre oder das Gefühl, das ein Gedicht beim Leser hervorruft. Sie wird durch Wortwahl, Rhythmus und Bilder erzeugt.

Vorsicht vor diesen Fehlvorstellungen

Häufige FehlvorstellungGedichte müssen immer reimen.

Was Sie stattdessen lehren sollten

Viele moderne Gedichte nutzen Freie Rhythmen ohne Reim, um Natürlichkeit zu erzeugen. Aktive Experimente in Paaren helfen Schülern, reimfreie Varianten zu testen und Wirkungen zu vergleichen, was Vorurteile abbaut.

Häufige FehlvorstellungMetrum ist nur für Profis relevant.

Was Sie stattdessen lehren sollten

Metrum beeinflusst die emotionale Intensität jedes Gedichts. Gruppenübungen mit Klatschen und Vorlesen zeigen Schülern direkt, wie Silbenanzahl die Stimmung verstärkt, und machen das Konzept greifbar.

Häufige FehlvorstellungGedichte sind rein subjektiv ohne Regeln.

Was Sie stattdessen lehren sollten

Formregeln wie Alliteration steuern Wirkungen gezielt. Peer-Feedback-Runden lassen Schüler Regeln entdecken und anwenden, was die Illusion purer Subjektivität korrigiert.

Ideen für aktives Lernen

Alle Aktivitäten ansehen

Bezüge zur Lebenswelt

  • Texter für Werbekampagnen entwerfen Slogans und Texte, die Emotionen wecken und eine bestimmte Stimmung erzeugen, um Produkte oder Dienstleistungen erfolgreich zu bewerben. Sie experimentieren dabei bewusst mit Sprache und Rhythmus.
  • Songwriter und Musiker nutzen Poesie und Reim, um ihre Gefühle und Geschichten in Liedtexten auszudrücken. Die Wahl des Metrums und der Reimstruktur beeinflusst maßgeblich die Melodie und die emotionale Wirkung des Songs.

Ideen zur Lernstandserhebung

Gegenseitige Bewertung

Die Schülerinnen und Schüler tauschen ihre Entwürfe für ein stimmungserzeugendes Gedicht aus. Jeder gibt dem Partner Feedback zu zwei Aspekten: 1. Welches Gefühl/welche Stimmung vermittelt das Gedicht am stärksten und warum? 2. Wo könnte die Wortwahl oder der Rhythmus noch gezielter eingesetzt werden, um die Wirkung zu verstärken?

Lernstandskontrolle

Jeder Schüler erhält ein Blatt mit drei kurzen Versen aus verschiedenen Gedichten. Aufgabe: Ordnen Sie jedem Vers eine passende Stimmung zu und begründen Sie Ihre Wahl kurz. Nennen Sie ein sprachliches Mittel, das diese Stimmung unterstützt.

Kurze Überprüfung

Stellen Sie eine Auswahl an Reimpaaren und Metaphern vor. Die Schülerinnen und Schüler wählen ein Reimpaar und eine Metapher aus, die sie in einem eigenen Vierzeiler zu einem vorgegebenen Thema (z.B. 'Herbstmorgen') verwenden möchten. Sie schreiben den Vierzeiler und erklären kurz, wie sie Reim und Metapher eingesetzt haben.

Häufig gestellte Fragen

Wie schreibt man ein Gedicht für eine bestimmte Stimmung?
Wählen Sie Bilder und Wörter, die die Stimmung evozieren, z. B. dunkle Farben für Traurigkeit. Experimentieren Sie mit kurzem Metrum für Spannung oder langem für Ruhe. Lassen Sie Schüler Impulse sammeln und iterativ umschreiben, um die Wirkung zu optimieren. (62 Wörter)
Wie wirkt Reim und Metrum in Gedichten?
Reim schafft Harmonie oder Ironie, Metrum Rhythmus wie Herzschlag. Kurze Zeilen erzeugen Dringlichkeit, lange Fluss. Schüler testen in Workshops Varianten und hören sich vor, um Unterschiede zu spüren und zu erklären. (58 Wörter)
Wie kann aktives Lernen beim Gedichteschreiben helfen?
Aktives Lernen aktiviert Kreativität durch Brainstorming in Gruppen, Experimente mit Formen und Peer-Feedback. Schüler entdecken selbst, wie Sprache wirkt, statt Regeln nur zu merken. Solche Methoden steigern Engagement, reduzieren Schreibblockaden und machen Lernerfolge sichtbar. (65 Wörter)
Welche Herausforderungen gibt es beim Gedichteschreiben?
Häufige Hürden sind Blockaden bei der Wortwahl oder Unsicherheit bei Formen. Fördern Sie mit Impulsen und Zeitlimits den Einstieg. Reflexionsrunden helfen, Freuden wie den 'Aha-Moment' zu betonen und Frustration in Lernchancen zu wandeln. (59 Wörter)

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