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Schreibwerkstatt: Eigene Gedanken zu Papier bringen · 1. Halbjahr

Geschichten zu Bildern erfinden

Kreatives Schreiben zu Bildimpulsen unter Berücksichtigung einer logischen Abfolge.

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Leitfragen

  1. Was ist vor dem Bild passiert und was passiert wohl danach?
  2. Welche Wörter brauchen wir, um Gefühle der Personen im Bild zu beschreiben?
  3. Wie können wir unsere Geschichte so aufschreiben, dass sie für andere spannend bleibt?

KMK Bildungsstandards

KMK: Grundschule - SchreibenKMK: Grundschule - Sprechen und Zuhören
Klasse: Klasse 1
Fach: Abenteuer Schriftspracherwerb: Lesen und Schreiben lernen
Einheit: Schreibwerkstatt: Eigene Gedanken zu Papier bringen
Zeitraum: 1. Halbjahr

Über dieses Thema

Das Erfinden von Geschichten zu Bildern ist eine Brücke zwischen mündlichem Erzählen und schriftlichem Verfassen. Bilder bieten einen sicheren Rahmen und geben Impulse für die Handlung, lassen aber genug Raum für eigene Interpretationen. Gemäß den KMK Standards im Bereich 'Texte verfassen' üben Kinder hier, Gedanken logisch zu ordnen und einen roten Faden zu spinnen. Sie lernen, dass eine Geschichte einen Anfang, eine Mitte und ein Ende braucht.

In dieser Phase geht es auch darum, den Wortschatz zu erweitern. Statt nur zu beschreiben, was zu sehen ist, werden die Kinder ermutigt, über Gefühle und Absichten der Figuren nachzudenken. Dies fördert die Empathie und die Ausdrucksfähigkeit. Das Bild dient dabei als Gedächtnisstütze während des mühsamen Schreibprozesses.

Besonders lebendig wird dieses Thema, wenn Kinder in Gruppen über verschiedene Fortsetzungen eines Bildes diskutieren und so die Vielfalt erzählerischer Möglichkeiten entdecken.

Lernziele

  • Die Schülerinnen und Schüler können eine Bildgeschichte mit einem Anfang, einer Mitte und einem Ende strukturieren.
  • Die Schülerinnen und Schüler können mindestens drei Adjektive zur Beschreibung der Gefühle von Personen in einem Bild auswählen und begründen.
  • Die Schülerinnen und Schüler können eine eigene Fortsetzung für eine Bildgeschichte entwickeln und aufschreiben.
  • Die Schülerinnen und Schüler können ihre geschriebene Geschichte mit mindestens zwei Sätzen so ergänzen, dass sie für Mitschülerinnen und Mitschüler spannend bleibt.

Bevor es losgeht

Erstes Erzählen von Bildern

Warum: Die Kinder müssen bereits in der Lage sein, einfache Beobachtungen zu einem Bild zu äußern, bevor sie eigene Geschichten dazu erfinden.

Buchstabenkenntnis und erste Laut-Buchstaben-Zuordnung

Warum: Eine grundlegende Kenntnis der Buchstaben ist notwendig, um die erfundenen Geschichten auch aufschreiben zu können.

Schlüsselvokabular

BildimpulsEin Bild, das als Anregung dient, um eine Geschichte zu erfinden oder eine Schreibaufgabe zu beginnen.
HandlungDie Abfolge von Ereignissen und Geschehnissen in einer Geschichte.
logische AbfolgeDie sinnvolle und nachvollziehbare Reihenfolge von Ereignissen, bei der ein Geschehen auf das vorherige folgt.
Gefühle beschreibenWörter finden, um auszudrücken, wie sich eine Person in einer bestimmten Situation fühlt, zum Beispiel glücklich, traurig oder wütend.
spannendEtwas, das die Aufmerksamkeit festhält und neugierig auf das macht, was als Nächstes passiert.

Ideen für aktives Lernen

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Bezüge zur Lebenswelt

Illustratoren und Comiczeichner arbeiten täglich mit Bildimpulsen, um Geschichten zu erzählen. Sie überlegen sich, was vor und nach einer gezeichneten Szene passiert, um Charaktere lebendig zu gestalten.

Drehbuchautoren entwickeln Geschichten für Filme und Serien, indem sie Bilder im Kopf haben oder Storyboards nutzen. Sie achten darauf, dass die Handlung logisch aufgebaut ist und die Zuschauer gefesselt werden.

Journalisten schreiben Berichte über Ereignisse. Auch wenn sie keine Bilder als direkten Impuls haben, müssen sie die Geschehnisse logisch ordnen und die Emotionen der Beteiligten einfangen, um die Geschichte spannend zu machen.

Vorsicht vor diesen Fehlvorstellungen

Häufige FehlvorstellungEine Geschichte ist nur eine Aufzählung von Dingen, die im Bild zu sehen sind.

Was Sie stattdessen lehren sollten

Lehrkräfte sollten durch gezielte Fragen ('Warum guckt der Junge so?') den Fokus auf die Handlung und Emotionen lenken, was durch Rollenspiele besonders gut gelingt.

Häufige FehlvorstellungKinder denken, sie müssen genau das schreiben, was die Lehrerin im Bild sieht.

Was Sie stattdessen lehren sollten

Durch das Vergleichen verschiedener Schülergeschichten zum selben Bild wird deutlich, dass es kein 'Richtig' oder 'Falsch' in der Fantasie gibt.

Ideen zur Lernstandserhebung

Lernstandskontrolle

Jedes Kind erhält ein Bild. Es soll auf einem Zettel zwei Sätze schreiben: Was ist vor diesem Bild passiert? Was könnte als Nächstes geschehen? Die Lehrkraft prüft, ob eine logische Verknüpfung erkennbar ist.

Kurze Überprüfung

Die Lehrkraft zeigt ein Bild und fragt: 'Welche zwei Wörter beschreiben am besten, wie sich die Person auf dem Bild fühlt?'. Die Kinder schreiben die Wörter auf kleine Kärtchen und zeigen sie hoch. Dies dient als schneller Abgleich des Wortschatzes.

Gegenseitige Bewertung

Zwei Kinder lesen sich gegenseitig ihre erfundenen Geschichten zu einem Bild vor. Sie geben sich gegenseitig Feedback, indem sie eine Sache nennen, die ihnen besonders gut gefallen hat, und eine Frage stellen, die die Geschichte noch spannender machen könnte.

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Häufig gestellte Fragen

Wie motiviere ich mein Kind zum Schreiben von Geschichten?
Nutzen Sie Bilder, die an die Lebenswelt des Kindes anknüpfen oder besonders lustig sind. Lassen Sie das Kind erst erzählen und dann nur die wichtigsten Sätze aufschreiben.
Was tun, wenn dem Kind nichts einfällt?
Stellen Sie W-Fragen: Wer ist da? Wo sind sie? Was machen sie? Oft hilft es auch, die Szene erst einmal mit Spielfiguren nachzuspielen.
Wie unterstützt aktives Lernen das kreative Schreiben?
Aktive Methoden wie Standbilder oder Partnerinterviews helfen dabei, die Szene 'zum Leben zu erwecken'. Wenn Kinder die Rollen physisch einnehmen, fallen ihnen viel leichter passende Wörter und Handlungsstränge ein als vor einem leeren Blatt Papier.
Wie wichtig ist die Logik in den ersten Geschichten?
In Klasse 1 steht die Freude am Ausdruck im Vordergrund. Logische Brüche sind normal und können später im gemeinsamen Gespräch sanft thematisiert werden.