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Schreibwerkstatt: Eigene Gedanken zu Papier bringen · 1. Halbjahr

Arbeiten mit der Anlauttabelle

Nutzung der Schreibtabelle als Orientierungshilfe für das freie Schreiben.

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Leitfragen

  1. Wie finden wir den richtigen Buchstaben für einen Laut, den wir noch nicht auswendig kennen?
  2. Warum hilft uns das Bild vom Apfel beim Schreiben des Buchstabens A?
  3. Wie können wir uns gegenseitig helfen, wenn wir ein Bild in der Tabelle nicht finden?

KMK Bildungsstandards

KMK: Grundschule - SchreibenKMK: Grundschule - Sprache und Sprachgebrauch untersuchen
Klasse: Klasse 1
Fach: Abenteuer Schriftspracherwerb: Lesen und Schreiben lernen
Einheit: Schreibwerkstatt: Eigene Gedanken zu Papier bringen
Zeitraum: 1. Halbjahr

Über dieses Thema

Die Anlauttabelle ist das wichtigste Werkzeug für das frühe, freie Schreiben. Sie ermöglicht es Kindern, Wörter zu verschriftlichen, deren Buchstaben sie noch nicht formal im Unterricht gelernt haben. Jedem Laut ist ein Bild zugeordnet (z.B. A wie Apfel), das als Brücke dient. Gemäß den KMK Standards fördert dies die Schreibmotivation und die Einsicht in die Laut-Buchstaben-Zuordnung. Die Kinder werden befähigt, ihre eigenen Gedanken unabhängig vom Lernfortschritt der Klasse auszudrücken.

Der kompetente Umgang mit der Tabelle erfordert jedoch Übung. Die Kinder müssen lernen, ein Wort in seine Einzellaute zu zerlegen und diese in der Tabelle zu finden. Dies schult die phonologische Bewusstheit auf einem hohen Niveau. Dabei ist es wichtig, dass die Tabelle als Hilfsmittel und nicht als starre Vorgabe verstanden wird.

Durch den Austausch in der Gruppe und das gemeinsame 'Ergründen' von Wörtern mit der Tabelle entwickeln die Kinder Strategien, die sie zu autonomen Schreibern machen.

Lernziele

  • Die Kinder können Laute aus gehörten Wörtern identifizieren und den entsprechenden Bildern in der Anlauttabelle zuordnen.
  • Die Kinder können mithilfe der Anlauttabelle eigenständig einfache Wörter für das freie Schreiben verschriften.
  • Die Kinder können erklären, wie die Anlauttabelle sie beim Finden von Buchstaben für bestimmte Laute unterstützt.
  • Die Kinder können die Zuordnung von Lauten zu Buchstaben anhand von Beispielen aus der Anlauttabelle demonstrieren.

Bevor es losgeht

Einführung in Laute und Buchstaben

Warum: Die Kinder müssen bereits eine grundlegende Vorstellung davon haben, dass gesprochene Wörter aus einzelnen Lauten bestehen und dass diese Laute durch Buchstaben dargestellt werden.

Erkennen von Bildern und deren Benennung

Warum: Die Anlauttabelle basiert auf der Zuordnung von Lauten zu Bildern. Die Kinder müssen die abgebildeten Objekte erkennen und benennen können.

Schlüsselvokabular

AnlautDer erste Laut in einem Wort. Die Anlauttabelle hilft, den Buchstaben für diesen Laut zu finden.
Laut-Buchstaben-ZuordnungDie Verbindung zwischen einem gesprochenen Laut und dem geschriebenen Buchstaben, der diesen Laut darstellt. Die Anlauttabelle visualisiert diese Verbindung.
Phonologische BewusstheitDie Fähigkeit, die lautliche Struktur der Sprache zu erkennen und zu manipulieren, wie zum Beispiel das Zerlegen von Wörtern in einzelne Laute.
Freies SchreibenDas Schreiben von eigenen Gedanken und Ideen, ohne sich strikt an vorgegebene Wörter oder Rechtschreibregeln halten zu müssen. Die Anlauttabelle ist hierbei eine wichtige Hilfe.

Ideen für aktives Lernen

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Bezüge zur Lebenswelt

Ein Grafikdesigner nutzt ein Bildwörterbuch oder eine digitale Bilddatenbank, um passende Illustrationen für Texte zu finden. Ähnlich wie Kinder die Anlauttabelle nutzen, um Bilder für Laute zu finden, sucht der Designer nach visuellen Elementen, die seine Botschaft unterstützen.

Ein Journalist, der einen Artikel über Tiere schreibt, könnte eine Bildersammlung zu Rate ziehen, um die Namen der Tiere korrekt zu schreiben und sich an die richtige Schreibweise zu erinnern, falls er unsicher ist. Die Anlauttabelle dient hier als erste Orientierungshilfe für die Kinder.

Vorsicht vor diesen Fehlvorstellungen

Häufige FehlvorstellungKinder denken, man darf nur Wörter schreiben, deren Buchstaben man schon 'richtig' gelernt hat.

Was Sie stattdessen lehren sollten

Lehrkräfte sollten das 'Schreiben nach Gehör' explizit loben. In Diskussionsrunden kann gezeigt werden, dass auch lautgetreue Schreibungen für andere lesbar sind.

Häufige FehlvorstellungEinige Bilder in der Tabelle werden falsch benannt (z.B. 'Dino' statt 'Eidechse' für E).

Was Sie stattdessen lehren sollten

Regelmäßiges gemeinsames Benennen der Tabellenbilder im Plenum stellt sicher, dass alle Kinder die gleichen Referenzen nutzen.

Ideen zur Lernstandserhebung

Lernstandskontrolle

Geben Sie jedem Kind ein Blatt mit drei leeren Zeilen. Bitten Sie die Kinder, für jedes der folgenden Wörter (z.B. 'Sonne', 'Maus', 'Ball') den Anlautbuchstaben mit Hilfe der Anlauttabelle zu finden und aufzuschreiben. Fragen Sie: 'Welches Bild hat dir beim Finden des Buchstabens geholfen?'

Kurze Überprüfung

Nennen Sie einen Laut (z.B. /m/). Die Kinder zeigen mit dem Finger auf das entsprechende Bild in ihrer Anlauttabelle. Wiederholen Sie dies mit verschiedenen Lauten und fordern Sie die Kinder auf, das Wort, das mit diesem Laut beginnt, zu nennen.

Diskussionsfrage

Stellen Sie die Frage: 'Was könnt ihr tun, wenn ihr ein Wort schreiben wollt, aber das passende Bild auf der Anlauttabelle nicht finden könnt?' Sammeln Sie die Lösungsstrategien der Kinder und besprechen Sie gemeinsam, wie sie sich gegenseitig helfen können.

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Häufig gestellte Fragen

Ist Schreiben nach Gehör nicht schlecht für die Rechtschreibung?
Nein, in der ersten Phase ist es wichtig, die Lautstruktur zu verstehen. Die korrekte Rechtschreibung wird später schrittweise über Strategien aufgebaut.
Wie helfe ich meinem Kind, wenn es ein Wort nicht in der Tabelle findet?
Sprechen Sie das Wort sehr langsam vor und betonen Sie den ersten Laut. Fragen Sie: 'Was hörst du am Anfang?'. Suchen Sie dann gemeinsam das passende Bild.
Wie fördert aktives Lernen den Umgang mit der Anlauttabelle?
Durch kooperative Spiele, bei denen Kinder sich gegenseitig Wörter 'diktieren' oder gemeinsam Rätsel lösen, wird die Tabelle zum lebendigen Werkzeug. Der soziale Austausch hilft, Unsicherheiten beim Lautieren schneller zu überwinden.
Sollte die Anlauttabelle immer griffbereit sein?
Ja, sie sollte am Arbeitsplatz kleben oder als großes Plakat im Raum hängen, damit sie jederzeit als verlässliche Stütze dienen kann.