
Ausgewählte psychische Störungen
Exemplarische Betrachtung von Störungsbildern wie Depression oder Angststörungen.
Kurzfassung:In diesem Modul vertiefen die Schüler ihr Wissen an konkreten Störungsbildern, meist Depressionen und Angststörungen. Sie lernen Symptome, Ursachen und den Verlauf dieser Erkrankungen kennen. Dabei wird das biopsychosoziale Modell angewendet, um die Komplexität der Entstehung zu verdeutlichen: genetische Faktoren, psychische Verarbeitungsmuster und soziale Belastungen spielen zusammen.
Über dieses Thema
In diesem Modul vertiefen die Schüler ihr Wissen an konkreten Störungsbildern, meist Depressionen und Angststörungen. Sie lernen Symptome, Ursachen und den Verlauf dieser Erkrankungen kennen. Dabei wird das biopsychosoziale Modell angewendet, um die Komplexität der Entstehung zu verdeutlichen: genetische Faktoren, psychische Verarbeitungsmuster und soziale Belastungen spielen zusammen.
Die KMK-Standards legen Wert auf eine wissenschaftlich fundierte Betrachtung, die über Alltagspsychologie hinausgeht. Die Schüler analysieren etwa das Modell der erlernten Hilflosigkeit oder kognitive Triaden. Durch die Arbeit mit Fallstudien entwickeln sie ein tieferes Verständnis für die Erlebenswelt der Betroffenen und lernen, Warnsignale zu erkennen, ohne dabei selbst in die Rolle eines Diagnostikers zu schlüpfen.
Leitfragen
- Welche Symptome kennzeichnen eine Depression?
- Wie entstehen Angststörungen?
- Welche Erklärungsmodelle gibt es?
Vorsicht vor diesen Fehlvorstellungen
Häufige FehlvorstellungEine Depression ist einfach nur 'sehr traurig sein'.
Was Sie stattdessen lehren sollten
Depression ist eine schwere Erkrankung mit Symptomen wie Antriebslosigkeit, Schlafstörungen und dem Verlust der Fähigkeit, Freude zu empfinden. Die Abgrenzung zur normalen Trauer durch klinische Kriterien ist ein wichtiger Lerninhalt.
Häufige FehlvorstellungMan kann eine psychische Störung einfach durch 'Zusammenreißen' überwinden.
Was Sie stattdessen lehren sollten
Psychische Störungen haben oft biologische und tief sitzende kognitive Ursachen, die professionelle Hilfe erfordern. Das Verständnis der zugrunde liegenden Mechanismen hilft Schülern, diese falsche Erwartungshaltung abzubauen.
Ideen für aktives Lernen
Alle Aktivitäten ansehen→Forschungskreis
Das biopsychosoziale Modell
Kleingruppen erhalten ein Fallbeispiel einer depressiven Person. Sie müssen die Faktoren für die Entstehung der Störung in die Kategorien biologisch, psychologisch und sozial einordnen und in einem Schaubild visualisieren.
Fallstudienanalyse
Stationenrotation: Angststörungen verstehen
An verschiedenen Stationen lernen Schüler unterschiedliche Formen kennen (Phobien, Panikstörung, soziale Angst). Sie bearbeiten Infomaterialien und ordnen typische Symptome und Erklärungsansätze zu.
Ich-Du-Wir (Denken-Austauschen-Vorstellen)
Erlernte Hilflosigkeit im Alltag
Schüler reflektieren über Situationen, in denen sie das Gefühl hatten, nichts bewirken zu können. Sie diskutieren zu zweit, wie solche Erfahrungen laut Seligman zur Entstehung einer Depression beitragen können.