In diesem Modul vertiefen die Schüler ihr Wissen an konkreten Störungsbildern, meist Depressionen und Angststörungen. Sie lernen Symptome, Ursachen und den Verlauf dieser Erkrankungen kennen. Dabei wird das biopsychosoziale Modell angewendet, um die Komplexität der Entstehung zu verdeutlichen: genetische Faktoren, psychische Verarbeitungsmuster und soziale Belastungen spielen zusammen.
Kleingruppen erhalten ein Fallbeispiel einer depressiven Person. Sie müssen die Faktoren für die Entstehung der Störung in die Kategorien biologisch, psychologisch und sozial einordnen und in einem Schaubild visualisieren.
An verschiedenen Stationen lernen Schüler unterschiedliche Formen kennen (Phobien, Panikstörung, soziale Angst). Sie bearbeiten Infomaterialien und ordnen typische Symptome und Erklärungsansätze zu.
Ich-Du-Wir (Denken-Austauschen-Vorstellen): Erlernte Hilflosigkeit im Alltag
Schüler reflektieren über Situationen, in denen sie das Gefühl hatten, nichts bewirken zu können. Sie diskutieren zu zweit, wie solche Erfahrungen laut Seligman zur Entstehung einer Depression beitragen können.
Eine Depression ist einfach nur 'sehr traurig sein'.
Depression ist eine schwere Erkrankung mit Symptomen wie Antriebslosigkeit, Schlafstörungen und dem Verlust der Fähigkeit, Freude zu empfinden. Die Abgrenzung zur normalen Trauer durch klinische Kriterien ist ein wichtiger Lerninhalt.
Man kann eine psychische Störung einfach durch 'Zusammenreißen' überwinden.
Psychische Störungen haben oft biologische und tief sitzende kognitive Ursachen, die professionelle Hilfe erfordern. Das Verständnis der zugrunde liegenden Mechanismen hilft Schülern, diese falsche Erwartungshaltung abzubauen.