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Kunst · Klasse 5

Ideen für aktives Lernen

Tonfiguren und Proportionen

Tonarbeit verlangt von den Kindern ein direktes, haptisches Begreifen der Form und Statik. Durch das körperliche Erleben der Proportionen und Haltepunkte verstehen sie anatomische Zusammenhänge nachhaltiger als durch bloße Theorie.

KMK BildungsstandardsKMK-BS-BK-P-3.1KMK-BS-BK-W-3.1
30–45 Min.Partnerarbeit → Ganze Klasse3 Aktivitäten

Aktivität 01

Rollenspiel30 Min. · Partnerarbeit

Rollenspiel: Das lebende Modell

Die Kinder arbeiten in Paaren. Ein Kind nimmt eine Pose ein (z.B. 'beim Sport'), das andere Kind skizziert die Hauptachsen des Körpers. Danach wird getauscht. Diese Skizzen dienen als Bauplan für die spätere Tonfigur.

Erklären Sie, wie Bewegung in einer statischen Figur eingefangen werden kann.

ModerationstippFordern Sie die Kinder während des Role Plays auf, ihre Haltung bewusst einzunehmen und zu beschreiben, wo sie Spannung oder Stabilität spüren.

Worauf zu achten istLassen Sie die Schülerinnen und Schüler ihre Tonfiguren nebeneinander stellen. Geben Sie ihnen die Aufgabe, zwei Dinge zu benennen, die ihnen an der Figur des Partners gut gefallen (z.B. Ausdruck, Proportionen) und eine konkrete Verbesserungsidee für die Statik oder die Oberflächenstruktur.

AnwendenAnalysierenBewertenSozialbewusstseinSelbstwahrnehmung
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Aktivität 02

Forschungskreis45 Min. · Kleingruppen

Forschungskreis: Das Statik-Labor

In kleinen Gruppen testen die Kinder, wie dünn ein Tonbein sein darf, bevor es die Figur nicht mehr trägt. Sie experimentieren mit inneren Stützen (Draht oder Holz) und diskutieren, warum manche Figuren stabiler stehen als andere.

Vergleichen Sie verschiedene Werkzeuge für feine Oberflächenstrukturen im Ton.

ModerationstippLassen Sie die Gruppen im Statik-Labor gezielt Fragestellungen formulieren, z.B. 'Warum fällt die Figur um, obwohl sie gleich groß ist wie diese?'

Worauf zu achten istStellen Sie eine einfache Tonfigur (z.B. einen Würfel mit einer angedeuteten Person darauf) auf einen Tisch. Fragen Sie: 'Was muss ich tun, damit diese Figur stabil steht und nicht umfällt?' Sammeln Sie Antworten wie 'Basis verbreitern', 'Gewicht nach unten verlagern'.

AnalysierenBewertenErschaffenSelbststeuerungSelbstwahrnehmung
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Aktivität 03

Museumsgang30 Min. · Ganze Klasse

Museumsgang: Gefühle in Ton

Alle fertigen Figuren werden im Raum verteilt. Die Kinder gehen herum und kleben Post-its mit Adjektiven zu den Figuren, die deren Stimmung beschreiben. Abschließend wird besprochen, welche körperlichen Merkmale diese Wirkung erzielt haben.

Begründen Sie, warum die Statik bei einer Tonfigur wichtiger ist als bei einer Zeichnung.

ModerationstippStellen Sie beim Gallery Walk gezielt Fragen zu emotionalen Ausdrucksformen in den Figuren, um die Wahrnehmung für Oberflächen und Formen zu schärfen.

Worauf zu achten istJeder Schüler erhält ein Kärtchen. Darauf schreibt er oder sie: 1) Ein Werkzeug, das er/sie für die Oberflächenstruktur verwendet hat und warum. 2) Eine Körperhaltung, die er/sie bewusst in seiner/ihrer Figur dargestellt hat.

VerstehenAnwendenAnalysierenErschaffenBeziehungsfähigkeitSozialbewusstsein
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Einige Hinweise zum Unterrichten dieser Einheit

Beginnen Sie mit einfachen Tonfiguren und vermeiden Sie zu frühe Detailarbeit. Kinder brauchen Zeit, um Grundformen zu verstehen, bevor sie Proportionen korrigieren. Beobachten Sie, wie sie den Ton anfassen: Ein zu starkes Glätten kann statische Schwächen verdecken. Nutzen Sie den eigenen Körper als Referenz, um Proportionen sichtbar zu machen.

Am Ende können die Schülerinnen und Schüler eine stabile Tonfigur aus einem Klumpen formen, die Grundproportionen des menschlichen Körpers erkennen und statische Prinzipien anwenden. Ihre Figuren stehen oder sitzen ohne zusätzliche Halterungen.


Vorsicht vor diesen Fehlvorstellungen

  • During Role Play: Das lebende Modell, beobachten Sie, ob die Kinder Arme und Beine einzeln ansetzen wollen.

    Zeigen Sie ihnen, wie sie die Extremitäten aus dem Hauptkörper herausarbeiten oder mit Schlicker und aufgerauten Flächen verbinden. Lassen Sie sie direkt vergleichen, welche Methode stabiler wirkt.

  • During Collaborative Investigation: Das Statik-Labor, achten Sie auf die Darstellung von Köpfen als perfekte Kugeln.

    Greifen Sie auf die Kopfformen der Mitschüler zurück: Bitten Sie die Kinder, gegenseitig die Kopfform zu ertasten und zu beschreiben, warum sie eher eiförmig als rund ist.


In dieser Übersicht verwendete Methoden